Mittwoch, 30. September 2009

Erneute Verlegung des Kammertermins (Arbeitsgericht Herford)

Heute erreichte mich ein Schreiben des Arbeitsgerichts Herford mit dem Hinweis, daß der für den 23. Oktober 2009 anberaumte Termin aus dienstlichen Gründen aufgehoben wurde. Neuer Termin ist nun am Freitag, 16. Oktober 2009 um 12.00 Uhr, Saal 1.

Dienstag, 29. September 2009

Thema Klageerwiderung: Aufruf an die Zeugen!

Mein Anwalt bereitet derzeit die Klageerwiderung(en) vor. Nun benötige ich von jenen, die bereits die Bereitschaft bekundet haben, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen, die ladungsfähigen Adressen. Einige liegen mir bereits vor, andere benötige ich noch. Über eine zeitnahe Zusendung per Mail würde ich mich also freuen. Die weitere Vorgehensweise erläutere ich den Involvierten gerne telefonisch oder auch per Mail. Vielen Dank vorab!

Hinweis: zu diesem Artikel gibt es nicht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen, da sich mein Aufruf lediglich an die involvierten Personen richtet und ich der Ansicht bin, daß die Abzocker, die gerne als "Anonym" schreiben, in diesem Beitrag nichts verloren haben. Danke für Ihr Verständnis!

L & H GmbH unter der Firmenanschrift nicht mehr erreichbar?

Täglich erreichen mich mehr Mails mit der Info, daß Einschreiben, welche an die L & H GmbH gerichtet wurden, als unzustellbar zurückgesandt wurden. Auch im Sat 1-Forum werden diese Stimmen lauter und lauter. Da hier definitiv auch Leser aus dem Raum Hannover mitlesen würde ich mich über eine Mitteilung freuen, ob an der Färberstr. 3 in Hannover überhaupt noch ein Firmenschild der L & H GmbH prangt oder ob die L & H GmbH mittlerweile, wie vermutet, ausgeflogen ist. Jene, die ein Einschreiben / Rückschein an die L & H GmbH sandten und den vorgenannten Hinweis erhielten möchte ich bitten, mir einen Scan per Mail zu schicken. Vielen Dank vorab!

Montag, 28. September 2009

Interessengemeinschaft gegen Internetabzocke

Wäre ich nicht im März diesen Jahres mehr oder weniger zufällig auf diesen Blog aufmerksam geworden, so wäre ich heute vermutlich noch immer als Strohmann einer der größten Internet-Abzockunternehmen tätig. Ich erwähnte bereits wie schwer es ist, hinter die Kulissen zu schauen, denn die Internet-Mafia versteht es vorzüglich zu verschleiern, eine vermeintliche heile und rechtlich korrekte Welt nach außen aufzubauen, insbesondere für Mitarbeiter gleichwelche Position sie auch inne haben. Eingeweiht werden offenbar nur jene, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum Ausdruck bringen, sie würden mitziehen. Offenbar erkennen die Macher recht schnell, wer zu ködern ist - und wer nicht. Immerhin haben sie ein Auge dafür. Oder aber sie glauben es zu haben, wie sich in meinem Falle zeigt.

Meine Recherchen weiteten sich seitdem aus, damit ich mir ein neutrales Bild verschaffen konnte - und ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle unter anderem aber im Besonderen an Adrian Fuchs von abzocknews.de, der als ausgewiesener Experte gilt und immer ein offenes Ohr für mich hat. Es gibt viele weitere Portale wie z.B. die BooCompany, Nicht Abzocken e.V., Rotglut.org, abofallen.biz, gomopa.net- die Liste könnte beliebig fortgeführt werden; unter anderem von den Seiten der Verbraucherschutzzentralen, diversen Rechtsanwälten, die sich vehement mit dem Thema Internetabzocke beschäftigen und teilweise sogar eine kostenlose Hotline eingerichtet haben.

Auch die Medien, ob nun Print oder TV, berichten und recherchieren zunehmend über das Geschäftsmodell der Abzocker, das öffentliche Interesse steigt rasant an in Form der Berichterstattung - und die Medien gleichwelcher Couleur tragen diesem öffentlichen Interesse Rechnung.

Und dennoch fallen tagtäglich wieder Internetnutzer auf die Masche herein.

Bis heute erreichten mich exakt 1.984 Mails seit Bestehen dieses Blogs. Bedenkt man, daß dieser erst seit dem 04.08.2009 online ist, so ist das schon beachtlich. Wer meldet sich - und warum? Mich erreichen viele Mails von Geschädigten, die stets die gleichen Fragen stellen (siehe FAQ), mich erreichen Mails von Juristen, die Tips und Ansätze geben, mich erreichen Mails von Unbeteiligten, die nicht verstehen können, wie eine solche Abzocke überhaupt möglich ist, mich erreichen Mails von Steuerberatern, Computer-Spezialisten, Privatdetektiven, Medienvertretern (Print, TV) und anderen Blogbetreibern, die sich ebenfalls dem Thema Abo-Abzocke verschrieben haben. Ich danke jedem einzelnen an dieser Stelle für die Tips, Infos, Recherchen und nicht zuletzt dem Zuspruch, weiterzumachen und sich nicht beirren zu lassen (Thema: Law Hunting). Und nicht zuletzt erreichen mich Mails von Insidern, die aufgrund der Berichterstattung bereit sind, nun auch auszupacken. Danke schön!

Aufgrund der Reaktionen möchte ich erneut über den virtuellen Tellerrand schauen. Was wäre, wenn sich diese bunte Mischung aus Interessierten zu einer Interessengemeinschaft zusammenfinden würde, wenn nicht jeder ambitionierte Blogbetreiber, Rechtsanwalt, Geschädigte, Medienvertreter, Verbraucherschützer, Computer-Spezialist oder Vertreter aus Politik und Wirtschaft dieser Interessengemeinschaft sein eigenes Süppchen kochen würde?

Nun, ich wage zu vermuten, daß eine Kanalisation dazu führen könnte, der Internet-Abzocke recht schnell ein Ende zu bereiten. Das Zusammenbringen von Kompetenzen, der zeitnahe Austausch von Informationen über den ständigen Wechsel von Firmennamen, Strohmännern, Firmengeflechten und weiteren Informationen würde in meinen Augen ein probates Mittel sein, schnell und effektiv zu reagieren. Hierbei soll jedes bestehende Portal selbstverständlich eigenständig bleiben, dem Nutzer hingegen EINE Plattform bieten, die es derzeit noch nicht gibt. Bündelung von Kompetenzen fände ich spannend.

Samstag, 26. September 2009

Bericht über ProInkasso GmbH im MDR

Da mich immer noch Mails zum Thema ProInkasso GmbH erreichen hier noch einmal ein weiterer Fernsehbericht (MDR um 12) verbunden mit der deutlichen Empfehlung, sich nicht einschüchtern zu lassen, wenn ein ach so hochwichtiges Schreiben der ProInkasso GmbH eintrifft:

Freitag, 25. September 2009

Ein Blick über den Tellerrand, oder: was wäre, wenn?

Zahlreiche Rechnungsempfänger in Deutschland, Österreich und der Schweiz schwören, nie auf der Seite mega-downloads.net gewesen zu sein und dennoch eine Rechnung erhalten zu haben. Privatdetektiv Christian Kölle hat zusammen mit RTL getestet, wie einfach es ist, an sensible Daten von Internetnutzern zu gelangen. Nachfolgend die beiden Beiträge:





Wagen wir einen Blick über den Tellerrand: was wäre, wenn auch im Geflecht um Megadownloads so verfahren würde? Es würde neben den Tricks mit den Landingpages erklären, warum das Geschäft auch heute noch offenbar rentabel ist und floriert. Ob tatsächlich innerhalb der Connection um Babenhauserheide & Co. so agiert wird oder wurde kann ich nicht beurteilen. Die Möglichkeit besteht jedenfalls - gerade in Hinblick auf die Tatsache, daß eigentlich jeder Mitarbeiter uneingeschränkten Zugriff auf die Kundendaten hatte. Das soll natürlich nicht von der Verantwortlichkeit derer ablenken, die dieses Geschäftsmodell (ich nannte es deutlich Wirtschaftskriminalitat und stehe dazu) betreiben, es könnte aber eine weitere Quelle sein, um die Einnahmen neben der bekannten kriminellen Masche noch weiter zu erhöhen. Was wäre, wenn?

Donnerstag, 24. September 2009

Abzocker unterliegen vor Gericht: Konten bleiben eingefroren

Wie heute die Neue Westfälische Zeitung titelt unterliegt Herr Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder vor dem Landgericht Hildesheim. Hier legte er nämlich im Auftrag der Abzocker Beschwerde ein, da die Konten der L & H GmbH seitens der Staatsanwaltschaft Hannover eingefroren wurden.

Dumm gelaufen: das Landgericht Hildesheim verwarf die Beschwerde, wie gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage der NW bestätigte. Hätte das Gericht die Konten freigegeben, so wären die Ermittlungen sicherlich erschwert worden. Die Entscheidung des Landgerichts Hildesheim zeigt hier deutlich, daß man nah dran ist, der Abzocke endlich ein Ende zu bereiten. Es sind desweiteren offenbar mehrere Verfahren im Kreis Herford gegen mehrere Personen anhängig wegen Verdachts des Betruges und der Geldwäsche.

Nun, ich erinnere in diesem Zusammenhang an die eidesstattlichen Versicherungen von Verkehrsanwalt Ralf Hasenbäumer, der bislang als Firmenanwalt rund um Babenhauserheide auftrat, im Rahmen des Erlasses der Einstweiligen Verfügung (ohne vorherige Anhörung) gegen mich seitens des Landgerichts Bielefeld. Hier verschwieg er wissentlich dem Landgericht Bielefeld, daß gerade erst ein Verfahren gegen Frank Babenhauserheide (Vorwurf: Geldwäsche) nach Hannover abgegeben wurde. Dies bestätigte übrigens der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der NW.

Ein Monolog, im Kausalzusammenhang, sei mir an dieser Stelle vergönnt:

Es ist schon beachtlich, wie Menschen  tatsächlich in der Lage sind, solche Wege zu gehen. Sei es nun ein Rechtsanwalt, ein Deutschland-Chef der Abzocke, Inkasso-Strohmänner oder andere. Das, was hier derzeit passiert, ist in gewisser Weise einzigartig und zeitgleich etwas, was permanent kopiert wird. Es ist perfide und krank. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dies nicht toleriert wird und der Kampf gegen diese Abzocke Sinn macht. Übrigens, werter Herr Verkehrsanwalt Hasenbäumer: dieses Urteil des LG Hildesheim wird nicht das letzte sein, welches auch Ihnen aufzeigt, an Ihre Grenzen gekommen zu sein. Wir sehen uns vor Gericht, nicht wahr?

Hinweis vom 25.09.2009: dieser Artikel wurde von mir nach dem erneuten Wunsch auf Unterlassung (Seite 1, Seite 2, Seite 3) verändert, da offensichtlich nicht Verkehrsanwalt Hasenbäumer derjenige war, der Widerspruch gegen den Beschlagnahmebeschluss der Konten einlegte, sondern Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder, Bielefeld. Selbstverständlich bin ich für diese Information dankbar und habe daher den Beitrag aktualisiert (auch, wenn sich thematisch nichts ändert).

Mittwoch, 23. September 2009

Endlich ist es soweit: Klageschrift angekommen - L & H GmbH ./. Frickemeier

Endlich liegt die seit Monaten angekündigte Anklageschrift vor - und entpuppt sich als lächerliches Windei. Die Klage lautet auf "Schadenersatz", nicht, wie ach so wichtig und gebetsmühlenartig seitens des "Rechtsanwaltes" Ralf Hasenbäumer in den Medien propagiert, auf Unterschlagung. Interessant ist dabei der Umstand, daß in der Klagebegründung nicht ein Wort in Richtung Fritzmann / InQnet, Wien verloren wird. Es soll dem Gericht weisgemacht werden, daß angeblich Helmut Steffel Überblick über die Konten gehabt hätte.

Es ist schon sehr einfältig, den Versuch zu unternehmen, erneut zu verschleiern und einen Strohmann á la Steffel zu erwähnen; billig geradezu. Nicht weniger amüsant sind die benannten Zeugen:
  • "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer
  • Frank Babenhauserheide
Falls nun jemand der Ansicht ist, die Listenfunktion wäre defekt: nein, exakt diese beiden "Persönlichkeiten" sind in der Klage als Zeugen angegeben. Neben einem Mitarbeiter der Dresdner Bank, der bestätigen wird, daß ich Barabhebungen (die ich nie bestritten habe) vorgenommen habe.

Ich werde nun die Klageerwiderung in Angriff nehmen, nachdem sich mein Zwerchfell beruhigt hat. Natürlich werde ich anwaltlich vertreten werden, alleine aufgrund der Tatsache, daß die Klage vor dem Landgericht Bielefeld (Aktenzeichen: 5 O 322/09) anhängig ist muss ein Rechtsanwalt mit im Boot sein.

Ab morgen geht es in die Offensive (ja - das hier bislang ist nur Geplänkel gewesen) - und morgen gibt es eine weitere, erfreuliche Meldung kundzutun. Heute halte ich mich nach Absprache aber noch bedeckt. Nur soviel: es wird eng für die Abzocker!

Offener Brief: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Neuber!

Ich freue mich darüber, daß Sie fleissiger Leser meines Blogs sind, so wie ich mich über jeden einzelnen Leser freue, egal aus welchem Lager er kommt. Immerhin herrscht in Deutschland Demokratie, es gibt glücklicherweise das Recht auf freie Meinungsäusserung und nicht zuletzt finde ich die Tatsache spannend, mit Menschen unterschiedlicher Meinungen und Ansichten in den offenen Dialog zu treten.  Das macht für mich unter anderem Demokratie aus.

Ich habe Ihrem Wunsch entsprechend den direkten (!) Link zu dem Satire-Beitrag (er wurde als solcher explizit formuliert) entfernt. Ihrer neuen Forderung, die mich per Fax erreichte, werde ich aber zunächst nicht nachkommen, da Sie eine für mich nicht nachvollziehbare Vermutung in den Raum stellen. Sie schreiben nämlich von einer "liebevollen, aber sicherlich rechtswidrigen Betrachtung dieses Herren".

Zugegebenerweise bin ich nun ein wenig verwirrt, denn ich bin kein Jurist. "Liebevoll" und "rechtswidrig" schließt sich aber meinem Rechtsempfinden  zufolge irgendwie aus. Sehen Sie das anders? War es vielleicht nur unglücklich formuliert? Falls dem so sein sollte, so gebe ich Ihnen gerne die Möglichkeit, Ihre Ausführungen erneut zu formulieren und mir darzulegen, wie sich die Rechtswidrigkeit aus Ihrer geschätzten Sicht nun tatsächlich darstellt. Nichts liegt mir nämlich ferner, als mir rechtswidrige Inhalte zu eigen zu machen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Claus Frickemeier

Dienstag, 22. September 2009

Vorsicht, Satire!


Ich lese ja nun häufig auf anderen Portalen, die sich mit dem Thema Megadownloads oder auch sonstiger Internet-Abzocke beschäftigen. Lesen bildet nämlich. Heute abend habe ich erstmals meine Tastatur mit heißem Kaffee versaut, weil mich diese Satire losprusten ließ:


Auch, wenn ich an dieser Stelle deutlich betone, daß mir die Schreibweise der Anti Abzock Zentrale (erreichbar unter der URL: http://www.antiabzockzentrale.co.cc) einfach nicht schmeckt (sorry, Jungs!) und ich mich davon deutlich distanziere, so halte ich den Beitrag inhaltlich für großes Kino, rein thematisch betrachtet. Nun, die Tastatur ist wieder sauber und ich widme mich den weiteren Recherchen. Heute scheint der Tag der Satire zu sein, wie sich auch hier nachlesen lässt. Man muss auch mal gute Miene zum bösen Spiel machen ;-)

Sie fragen sich, warum ich soeben die direkten Links entfernt habe? Nun - mich erreichte eine Mail des Rechtsanwaltes Andreas Neuber,  und zwar mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrter Frickemeier,

auf Ihrem bekannten Blog haben Sie einen Beitrag "Vorsicht Satire!" eingesetzt. In diesem Beitrag verlinken Sie direkt auf die Seiten der sog. "Antiabzockzentrale".

Auf diesem Blog und auch in diesem Beitrag werden Bilder (Fotomontagen) von mir ohne (!!) meine Einwilligung eingestellt. Dies ist nach §§ 20 ff KUG unzulässig und rechtswidrig. Dadurch, dass Sie direkt dorthin verlinken, machen Sie sich die rechtswidrigen Inhalten zu eigen.

Ich bitte Sie, dies sofort zu unterlassen.

--
Mit freundlichen Grüssen
Andreas Neuber
Rechtsanwalt
www.pnw.de

Selbstverständlich bin ich Ihrer Bitte sofort nachgekommen und habe die direkten Verlinkungen umgehend entfernt.  Was natürlich nichts an der Tatsache ändert, daß diese Satire dennoch lesenswert ist - und auch ohne direkten Link lesenswert bleibt.

Mahnungen der ProInkasso GmbH - oder: jedem seinen Hasenbäumer!

Was passiert im Rahmen geplanter Inszenierungen rund um die Mahn- und Drohkulisse, wenn Geneppte von Megadownloads nicht auf die Inkassoschreiben reagieren? Genau: es folgt ein hochwichtiges Rechtsanwaltsschreiben, in dem der Druck noch einmal erhöht wird in der Hoffnung, daß der Geneppte eingeschüchtert seine Zahlung vornimmt. Aktuell übernimmt diese Rolle die Schwester des Betreibers der ProInkasso GmbH, "Rechtsanwältin" Kristina Straßburg. Ist "Rechtsanwalt" Olaf Tank etwa aus dem Rennen? Immerhin schreibt er für die anderen Abzock-Projekte, für die die ProInkasso GmbH ansonsten mahnt, doch die hochwichtigen Schreiben. Apropos "Rechtsanwalt" Olaf Tank:

Wie Abzocknews.de berichtet, ist die "Kanzlei" nicht nur umgezogen, sondern hat auch still und heimlich noch eben zwei englische Limited´s gegründet, in denen er als Director eingetragen ist. Wer sich ein wenig mit den Strukturen und der Art und Weise der Kooperation zwischen Betreibern, Strohmännern, Inkasso-Unternehmen und involvierten Rechtsanwälten beschäftigt der dürfte zum Ergebnis kommen, daß uns Großes bevorsteht...

Samstag, 19. September 2009

Anonyme Zusendung einer CD


Wer auch immer mir diese CD per Post schickte: ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich für die Zusendung! Der Inhalt wird derzeit ausgewertet, erste Ergebnisse lassen auf einen Insider schließen, der offenbar schon lange mit dem Thema mega-downloads.net betraut ist.
Den Inhalt der CD werde ich nach Abschluss der weiteren Recherchen gerne bekanntgeben. In der Zwischenzeit würde ich mich zwecks Einordnung freuen, wenn sich derjenige, der sich die Mühe machte, mir diese CD zu brennen und zuzusenden vielleicht noch einmal per Mail mit mir in Verbindung setzen würde. Die Stadt, in der die Zusendung aufgegeben wurde, lässt gewisse Rückschlüsse zu. An dieser Stelle bitte ich um Verständnis, daß ich (sollte sich der Zusender melden) nicht weiter ins Detail gehen kann. Schließlich könnte nun jeder per Mail behaupten, der Versender zu sein. Wie gesagt: über eine erneute Kontaktaufnahme würde ich mich freuen - und Quellenschutz ist definitiv zugesichert!

Slapstick: BWL Letter & Support GmbH drängelt in perfekter (?) Ausdrucksweise

Heute erreichte mich ein Schreiben (Seite 1, Seite 2) des Arbeitsgerichts Herfords zur Kenntnisnahme in Sachen Unterlassungsklage durch die BWL Letter & Support GmbH, welche am 06.11.2009 vor dem Arbeitsgericht Herford verhandelt werden soll. Ich komme nicht umhin, bei der Art und Weise der Formulierungen und Orthographie in diesem Zusammenhang von einem Slaptick zu sprechen, der in seiner unfreiwilligen Komik kaum zu toppen sein dürfte. Man möge sich die schriftlichen Vorträge des Rechtsanwaltes Türcke Satz für Satz auf der Zunge zergehen lassen. Ich ergehe mich nicht in Interpretationen zu Sätzen wie:


"Es muss davon ausgegangen werden, dass der Beklagte bei jeder Aktion weiterhin im Internet kommentiert und den Ruf, das Ansehen des Geschäftsführers und der Firma weiterhin bis dahin schädigt..."
oder:
"Es wird höflich gebeten, doch zu prüfen, ob nicht ein zeitlich näherer Kammertermin ausnahmsweise, notfalls an schon bisher verfügte Termine, "angehängt" werden kann?!"
oder:
"Der Antragsteller und der Unterzeichner wären dafür äußerst dankbar, dann es drohen täglich bis dahin in den nächsten 50 Tagen bis dahin weitere gegnerische, negative Internet-Veröffentlichungen, Verächtlichmachungen, Firmen-Schädigungen, etc -wie bisher..."

Werter Herr Alleinunterhalter und Geschäftsführer Brandes, Sie sollten sich langsam aber sicher mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung vertraut machen und aufhören, rumzujammern. Haben Sie gar Angst, daß mir in diesen 50 Tagen noch mehr beweisbare Informationen zugespielt werden und meine Recherchen noch weiter führen, als sie bereits gelangt sind? Ich freue mich jedenfalls auf ein Wiedersehen vor Gericht mit Ihnen und kann Ihnen schon heute versprechen, daß nicht nur ich mich freue.

Donnerstag, 17. September 2009

Bayrische Polizei warnt vor ProInkasso GmbH

STRAUBING. Bereits über das gesamte Jahr 2009 wandten sich Bürgerinnen und Bürger aus Niederbayern an die Polizei, da sie vermeintlich, unberechtigte Forderungen der "Proinkasso GmbH" erhielten.

Während sich die registrierten Fälle im ersten Halbjahr auf maximal zwei pro Monat beschränk-ten, konnte in den Monaten Juli und August ein leichter Anstieg der bei der Polizei gemeldeten Fälle verzeichnet werden. Im Rahmen der Anzeigenerstattungen werden regelmäßig Inkasso-schreiben der Proinkasso GmbH vorgelegt.

Die Forderungen der Proinkasso GmbH bewegen sich in der Regel zwischen 100,- und 180,- Euro. Im jüngsten Fall tritt die Proinkasso GmbH für eine Firma CC PROFI ein, welche in ihrer Forderung einen Vertragsabschluß per Telefon für ein Gewinnspiel zugrunde legt. Im Falle einer Nichtbezahlung verweist die Proinkasso GmbH auf Möglichkeiten wie Mahnbescheid, Vollstrek-kungsbescheid, Zwangsvollstreckung und Pfändung.

Gegenstand der Proinkasso GmbH ist grundsätzlich die Einziehung von Forderungen im Rahmen einer Inkassotätigkeit. Aus den Schreiben der Proinkasso GmbH wird deutlich, dass es sich um eine Forderung einer Fremdfirma gegen den Adressaten des Schreibens handelt. Neben Tele-fonangeboten spielen aber auch Forderungen bezüglich Internetdiensten eine gewichtige Rolle. Auch hier tritt die Proinkasso GmbH für Fremdfirmen in Erscheinung. Die Forderungen werden ohne jeden Anlass und beabsichtigt gestellt.

Internetdienste werden zwischenzeitlich für nahezu alle Kategorien angeboten. Diese können sich im ersten Moment als gratis tarnen und später dann als kostenpflichtig herausstellen. Jedoch befinden sich neben schwarzen Schafen natürlich viele seriöse Anbieter auf dem Markt. Schauen Sie sich deshalb Angebote vor dem Download oder einer Registrierung sehr genau an. Dies gilt insbesondere für die sogenannten AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen).

Die Polizei rät:

Prüfen Sie derartige Forderung genau. Schließen Sie zunächst aus, dass weitere im Haushalt lebende oder zugangsberechtigte Personen die veranschlagten Dienste in Anspruch genommen haben. Falls notwendig fordern Sie Unterlagen, welche die Forderung der Proinkasso GmbH begründen, ein. Dokumentieren Sie alle eigenen Handlungsschritte genau und nachvollziehbar.

Sollten Sie dennoch auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sein, können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch einlegen. Lassen Sie sich grundsätzlich nicht durch Mahnungen oder Drohungen durch ein Inkassobüro aus der Ruhe bringen. Gehen Sie nicht z.B. aus Unkenntnis oder Angst voreilig auf vorgeschlagene Ratenzahlungen ein. Suchen Sie gegebenenfalls Rat bei einem Rechtsbeistand. Auch die örtlichen Verbraucherschutzzentralen können Ihnen hier beratend zur Seite stehen.

Im Rahmen der Telefonwerbung möchte Sie die Polizei auf die geänderte Rechtslage hinweisen.

Nach dem neuen Recht wird klar­ge­stellt, dass ein Wer­be­an­ruf nur zu­läs­sig ist, wenn der An­ge­ru­fe­ne vor­her aus­drück­lich er­klärt hat, Wer­be­an­ru­fe er­hal­ten zu wol­len. Weiter dürfen An­ru­fer bei Wer­be­an­ru­fen ihre Ruf­num­mer nicht mehr un­ter­drü­cken, um ihre Iden­ti­tät zu ver­schlei­ern. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher erhielten auch mehr Mög­lich­kei­ten, Ver­trä­ge zu wi­der­ru­fen, die sie am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Ver­trä­ge über die Lie­fe­rung von Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten und Il­lus­trier­ten sowie über Wett- und Lot­te­rie-Dienst­leis­tun­gen kön­nen künf­tig wi­der­ru­fen wer­den, so wie es heute schon bei allen an­de­ren Ver­trä­gen mög­lich ist, die Ver­brau­cher am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Weitere Informationen zur geänderten Rechtslage können Sie auch über das Internet z.B. beim Bundesministerium der Justiz abrufen.
(Quelle: http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/101687)

Mittwoch, 16. September 2009

Neuer Betreiber, neue Drohungen: bitte auf der virtuellen Zunge zergehen lassen!

Die bisherige gewaltige Droh- und Mahnkulisse in Form massiver Einschüchterung geneppter "Kunden" von mega-downloads.net wird aktuell noch einmal getoppt und erreicht meiner Auffassung nach spätestens jetzt Züge, die um rechtliche Bewertung schreien. Beispiel gefällig?

Ein Opfer schrieb heute eine Mail an mega-downloads.net sowie an die ProInkasso GmbH mit dem Hinweis, er würde nicht einen Cent bezahlen. Die Antwort erfolgte prompt:

"Sehr geehrter Herr .....,

da Sie nun auch nach mehreren Zahlungsaufforderungen in Zahlungsverzug geraten sind, haben wir unser Inkassobüro beauftragt die Forderung gegen Sie zu übernehmen. Daher können wir Ihren Kundenakt nicht mehr einsehen.
Wir ersuchen Sie demnach bei Unklarheiten bezüglich des Vertrags oder der Forderung sich an das entsprechende Inkassobüro zu wenden.


Im Falle wenn Sie uns bei der Polizei anzeigen, werden wir selbstverständlich mit der Polizei kooperieren um dieses Missverständnis schnellstmöglich zu bereinigen.
Durch das Auflegen unserer Geschäftsbedingungen wird die Polizei feststellen, dass alles mit rechten Dingen abläuft.

In diesem Fall werden Sie aufgrund einer falschen Anzeige, angezeigt werden.
-- Mit freundlichen Grüßen,"

Ihr Mega-Downloads.net Support Team http://www.mega-downloads.net


(Quelle: Sat 1 - Forum)

Diese Art der Drohung und Einschüchterung erreicht definitiv eine neue Qualität, der Druck wird massiv erhöht und ich kann nur jedem Geschädigten raten, sich von solchem Blödsinn nicht beeindrucken zu lassen.

Akte 09 vom 15.09.2009 auf YouTube

Abzocker sind medienscheu. Warum eigentlich?

Bedenkt man, daß in den Medien Werbung zur besten Sendezeit teuer bezahlt werden muss und doch eigentlich das Motto "Wer nicht wirbt, der stirbt!" gilt stellt sich zwangsläufig die Frage, warum ein Herr "Rechtsanwalt" Hasenbäumer oder auch der Geschäftsführer der Collector GmbH, Bernd Rogalski, dieses Angebot von Sat 1 nicht dankend angenommen hat. Immerhin wäre die Möglichkeit gewesen, kostenlos (!) ansonsten teuer bezahlte Werbung zu machen oder die jeweiligen Unternehmungen zumindestens ins rechte Licht zu rücken.

Anstatt jedoch diese Möglichkeit zu nutzen versteckten sich beide und verbaten sich sowohl Ton- als auch Bildaufnahmen. Der sonst so rhetorisch geschickte "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer bat um Verständnis, er sei nicht medienerfahren (bin ich auch nicht, bye the way!), Collector-Strohmann Bernd Rogalski setzte hingegen noch einen oben drauf: ein Fax an die Akte-Redaktion mit der Bitte, mir doch Fragen zu stellen, die ich selbstverständlich vor laufender Kamera beantwortete . Meine Herren: besser kann man sich einfach nicht blamieren. Einerseits tausende vermeintliche Kunden einschüchtern mit einer gewaltigen Mahn- und Drohkulisse, andererseits nicht den Arsch Hintern in der Hose zu haben, klar Stellung zu beziehen. Immerhin hätten Sie die Möglichkeit gehabt, erschöpfend Auskunft zu geben - und Ihr Firmengeflecht zu erklären. Ups, ich vergaß: da gibts ja noch den Maulkorb von Frank Babenhauserheide. Immerhin sitzt ihm offensichtlich Dr. Robert Fritzmann im Nacken und Sohnemann Valentin bangt um seine Projekte. Eine verfahrene Kiste, oder?

Mein Fazit: Peinlich, setzen, 6!

Dienstag, 15. September 2009

Akte 09 berichtet weiter: heute abend, 22.20 Uhr auf Sat 1


Wer nun dachte, daß ich mich von der Drohkulisse und dem Law Hunting beeinflussen lasse, den muss ich leider erneut enttäuschen. Stattdessen empfehle ich den Lesern, heute abend um 22.20 Uhr Sat 1 / Akte 09 zu schauen, denn es geht definitiv in Form der Berichterstattung weiter.

Es wäre ja noch schöner, wenn sich die Nutzlosbranche dadurch freirudern könnte, in dem sie versucht, Kritiker durch das Überziehen mit Klagen mundtot zu machen. Sorry, das funktioniert mit mir leider nicht. Mögen sich die Abzocker an diese Tatsache gewöhnen.

Montag, 14. September 2009

Hat Fritzmann Megadownloads verkauft?

In den letzten Tagen häufen sich anonyme Hinweise, die mich per Mail erreichten, daß Valentin Fritzmann (InQnet GmbH, Wien) das Projekt mega-downloads.net verkauft haben soll. Die Hinweise verdichten sich, daß der neue Besitzer offensichtlich ein alter Bekannter ist: Christopher Metz, Wien/Dubai. Immerhin verkaufte dieser das Abzockprojekt damals an Valentin Fritzmann; man könnte also von einem Rückkauf sprechen. Die aktuellen Entwicklungen im Firmengeflecht sprechen eine deutliche Sprache und lassen erste Rückschlüsse zu. Ich werde weiter recherchieren und berichten.

(wird fortgesetzt)