Montag, 5. Oktober 2009

Schriftsatz meines Anwaltes an das Arbeitsgericht Herford

Die BWL Letter & Support GmbH (Strohmann: Holger Brandes) verklagt mich ja derzeit auf Unterlassung mancher Äusserungen in diesem Blog. Selbstverständlich galt es, dieser Unterlassungsklage entgegen zu treten. Well done: mein Rechtsanwalt hat den erforderlichen Schriftsatz formuliert, welcher heute an das Arbeitsgericht Herford versandt wurde:


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Der Form halber sei erwähnt: diese Veröffentlichung erfolgte -ohne- vorherige Absprache mit meinem Rechtsanwalt. Warum? Weil er mir vermutlich abgeraten hätte. Ein Widerspruch? Mitnichten. Ich berichte (selbst unter Beschuss durch Law Hunting) transparent, der Sache wegen. Der Weg ist das Ziel. Und ich bin mir sicher, daß das Ziel in erreichbare Nähe rückt. Möge sich die Gegenseite dieser Tatsache bewusst sein. Sie wiegt sich in Sicherheit aufgrund finanzieller Vorteile, immerhin wurde über Jahre hinweg enorm viel Geld mit diesem Geschäftsmodell der Abzocke verdient. Glücklicherweise unterschätzen die Betrüger, daß das Medium Internet nicht vergisst und präsent ist. Heute, morgen, und auch übermorgen noch.

Samstag, 3. Oktober 2009

Open Office startet Offensive!

OpenOffice.org und Abofallen


Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die damit anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Doch leider sind uns gegen dubiose Anbieter kostenpflichtiger Downloads rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Doch leider können wir nicht so helfen". Um unsere Nutzer trotzdem vor Abofallen zu schützen, möchten wir mit dieser Seite über das Problem informieren und die Möglichkeit bieten, zweifelhafte Anbieter an uns zu melden.
Bitte beachten Sie unbedingt auch die rechtlichen Hinweise.

Ihr Download von OpenOffice.org führte zu einem ungewollten Abovertrag?

Hier finden Sie hilfreiche Informationen:

Sie wollen uns dubiose Download-Seiten mit OpenOffice.org melden?

Schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org und schildern Sie uns Ihren Fall. Welche Daten wir weiterleiten, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Mithilfe!

Weitere Informationen zum Thema

Sollte ein Link nicht mehr zu der richtigen Infoseite führen, teilen Sie uns das bitte in einer kurzen E-Mail an abgezockt@openoffice.org mit.

Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die mit zweifelhaften Downloadseiten anderen das Geld aus der Tasche ziehen

OpenOffice.org gibt es auch völlig kostenfrei und ohne Abo, zum Beispiel bei uns unter http://de.openoffice.org. Hinter dieser Software steht eine internationale Open-Source-Community, welche die Office-Suite seit Jahren verbessert. Dafür engagieren sich viele ehrenamtlich in ihrer Freizeit, und zahlreiche Unternehmen stellen Programmierer für das Projekt bereit. Auf diese Weise hat sich OpenOffice.org mittlerweile zur führenden freien Office-Suite entwickelt.

Leider lockt die Popularität eines Produktes auch dubiose Anbieter auf den Plan

Wer über eine Internet-Suchmaschine oder andere Links auf die Seiten eines solchen "schwarzen Schafes" gelangt, der merkt oft gar nicht, dass er mit dem Herunterladen von OpenOffice.org ein mehrjähriges Abonnement mit Kosten von mehreren hundert € abschließt. Schon bald flattert eine Rechnung ins Haus - mit unmissverständlichen Mahnungen und oft harschem Verweis auf Rechtsanwälte und Inkassounternehmen. Wird nicht bezahlt, machen diese Firmen Druck.

Dieses Gebaren geht auf Kosten unserer Nutzer und beschädigt unseren guten Ruf

Es bringt darüber hinaus das Ansehen und den Gedanken der freien Software in Misskredit. Aus all diesen Gründen warnen wir auf unserer Webseite vor diesen Praktiken, selbst Presse und Fernsehen weisen auf das Problem der Abofallen hin. Nur reicht das längst nicht aus, wie mittlerweile hunderte von Anfragen und Beschwerden Betroffener allein bei uns belegen.

Doch leider können wir Ihnen nicht so helfen, wie wir wollen

Einerseits sind uns rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Rechtliche Hinweise" weiter unten. Andererseits wird OpenOffice.org als freie Software unter der Lizenz LGPL vertrieben, die auch den Verkauf des Programmes erlaubt. Diese Lizenzpraxis fördert die Weiterentwicklung und Verbreitung des Programms. Aber genau an diesem Punkt klinken sich Internet-Abzocker ein, die häufig über dutzende von Firmen im Ausland verteilt sind. Dabei schaffen sie es sogar oftmals, den gesetzlichen Vorgaben weitgehend zu entsprechen, so dass es selbst für Polizei, Staatsanwaltschaft und Verbraucherschutz schwierig ist, einzugreifen.

Verbraucherschutzzentralen raten...

Reagieren Sie nicht auf Rechnungen, Mahnungen und Drohbriefe. Denn in der Regel kommt es, trotz großartiger Ankündigungen der Anbieter, zu keinem Gerichtsverfahren. Aber informieren Sie sich vorsorglich auch darüber, wann und wie Sie in anders gelagerten Fällen rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen. Dazu haben wir entsprechende Links für Sie zusammengestellt. Ergänzend tun wir das uns Mögliche, den Missbrauch des Namens OpenOffice.org weiter einzudämmen, und Sie können dabei mithelfen. Damit reduzieren Sie letztlich auch das Risiko, solchen Anbietern womöglich selbst einmal oder vielleicht erneut ungewollt auf den Leim zu gehen.

Wie können Sie konkret helfen?

Wir sammeln alle Hinweise auf dubiose Fälle und Internetseiten. Diese leiten wir an interessierte Suchmaschinen weiter, um so die Möglichkeit zu schaffen, zwielichtige Downloadseiten aus den Werbeeinblendungen zu entfernen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung in Form von Internetadressen entsprechender Anbieter. Wir brauchen aber auch Informationen wie Screenshots der entsprechenden Seite, Kopien von Rechnungen, Mahnungen, E-Mails usw. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen.

Sind Sie bereits von einem OpenOffice.org-Abzocker betroffen?

Auf dieser Seite haben wir Informationen für Sie zusammengestellt. Darunter Verhaltensweisen, wie beispielsweise die Empfehlungen der Verbraucherschutzzentralen.
Möchten Sie uns Ihren Fall melden? Dann schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Unterstützung!

Rechtliche Hinweise - bitte unbedingt lesen

  • Wir dürfen keine Rechtsberatung erteilen! Für qualifizierten juristischen Rat wenden Sie sich bitte an die Verbraucherschutzzentralen oder einen Rechtsanwalt.
  • Sämtliche zugesandten Fälle werden bei uns lediglich intern zum Zweck der Kenntnis über unseriöse Anbieter gespeichert. Keinesfalls geben wir dabei Ihre persönlichen Daten ungefragt an Dritte weiter, auch nicht an die Suchmaschinen.
  • So bemüht wir auch sind, es gibt leider keinen Rechtsanspruch und keine Garantie auf Abschaltung oder Verfolgung der betroffenen Anbieter.
  • Informieren Sie sich unbedingt - beispielsweise bei den Verbraucherzentralen oder einem Rechtsanwalt - wann und wie Sie rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen.
  • Wir werden niemals in Ihrem Namen mit den Anbietern kommunizieren. Etwaige Rechtsmittel können ausschließlich Sie einlegen, Erklärungen können ausschließlich von Ihnen gegenüber Ihrem "Vertragspartner" erfolgen!
  • Eine Meldung an uns hat insoweit keinerlei Rechtskraft.

Eine kleine Bitte zum Schluss

Es wäre bedauerlich, wenn dubiose Anbieter weiterhin dem Ruf von OpenOffice.org und freier Software im Allgemeinen schaden würden. Deshalb informieren Sie bitte Ihre Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen über dieses Problem und dass man etwas dagegen tun kann. Weisen Sie bitte auch darauf hin, wie man OpenOffice.org ohne Risiko von Abofallen downloaden kann - nämlich einfach und kostenfrei über die Homepage der Community unter http://de.openoffice.org

(Quelle: http://de.openoffice.org/abgezockt/)

Leider ohne Ton und in schlechter Bildqualität, aber im Kontext deutlich zu sehen, wie hier Internetnutzer in die Abofalle tappen (hier am Beispiel von Open Office):



Es versteht sich von selbst, daß ich bereits mit Florian Effenberger in engem Kontakt stehe. Immerhin nutzte mega-downloads.net auch Open Office als Lockmittel, um Nutzer in die Abofalle zu führen. An dieser Stelle erlaube ich mir den Hinweis, daß es sinnvoll ist, sich bei Open Office zu melden und dessen Aufruf zu folgen. Mehr dazu dann, wenn die Zeit für offizielle Informationen reif ist. Nur soviel: es wird spannend - und bald eine Bombe platzen.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Dankeschön, Internet!


Oft verteufelt, häufig geliebt: das Medium Internet. In einem anderen Artikel beschrieb ich bereits die Macht, die von diesem Medium ausgeht und wurde in zahlreichen Beiträgen nicht müde zu betonen, daß es durchaus in der Lage ist Synergien zu bilden, Gleichgesinnte zusammenzuführen. Und auch heute muss ich, quasi gebetsmühlenartig, noch einmal darauf hinweisen.

Warum? Nun, die derzeitigen Entwicklungen gestalten sich durchaus positiv für uns in Sachen mega-downloads.net. Vieles wird nun nicht mehr sofort nach Kenntnis veröffentlicht, da es auch für mich zu taktieren gilt. Immerhin gilt es für mich erst einmal, die Klageflut zu bewältigen. Manch einer mag es "Law Hunting" nennen (ich tue es jedenfalls definitiv); aber das tangiert mich einfach nicht. Wer ein wenig im Thema ist und sich meinen Blog aufmerksam zu Gemüte führt wird schnell feststellen, daß die Klagen lediglich einen simplen Versuch darstellen, meine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Mögen die Abzocker so weitermachen - es ist einfach nur ein billiger Versuch, vom eigentlichen Thema abzulenken und mich mundtot machen zu wollen. Das wird nicht gelingen!

Ich jedenfalls habe das Medium Internet nie so geliebt wie zur Zeit des Gegenwindes durch die Abzocker. Warum? Nun, die Gegenseite nutzt das Medium zwar, um Leute abzuzocken und fühlt sich in der vermeintlichen Grauzone noch sicher - glücklicherweise unterschätzt sie aber zeitgleich das Medium an sich in ihrer ganzen Vielfalt. Richtig: es gibt eine funktionierende "Subkultur" fernab der Abzockbranche, die weitaus mächtiger ist.

Wollen wir wetten?

Mittwoch, 30. September 2009

Erneute Verlegung des Kammertermins (Arbeitsgericht Herford)

Heute erreichte mich ein Schreiben des Arbeitsgerichts Herford mit dem Hinweis, daß der für den 23. Oktober 2009 anberaumte Termin aus dienstlichen Gründen aufgehoben wurde. Neuer Termin ist nun am Freitag, 16. Oktober 2009 um 12.00 Uhr, Saal 1.

Dienstag, 29. September 2009

Thema Klageerwiderung: Aufruf an die Zeugen!

Mein Anwalt bereitet derzeit die Klageerwiderung(en) vor. Nun benötige ich von jenen, die bereits die Bereitschaft bekundet haben, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen, die ladungsfähigen Adressen. Einige liegen mir bereits vor, andere benötige ich noch. Über eine zeitnahe Zusendung per Mail würde ich mich also freuen. Die weitere Vorgehensweise erläutere ich den Involvierten gerne telefonisch oder auch per Mail. Vielen Dank vorab!

Hinweis: zu diesem Artikel gibt es nicht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen, da sich mein Aufruf lediglich an die involvierten Personen richtet und ich der Ansicht bin, daß die Abzocker, die gerne als "Anonym" schreiben, in diesem Beitrag nichts verloren haben. Danke für Ihr Verständnis!

L & H GmbH unter der Firmenanschrift nicht mehr erreichbar?

Täglich erreichen mich mehr Mails mit der Info, daß Einschreiben, welche an die L & H GmbH gerichtet wurden, als unzustellbar zurückgesandt wurden. Auch im Sat 1-Forum werden diese Stimmen lauter und lauter. Da hier definitiv auch Leser aus dem Raum Hannover mitlesen würde ich mich über eine Mitteilung freuen, ob an der Färberstr. 3 in Hannover überhaupt noch ein Firmenschild der L & H GmbH prangt oder ob die L & H GmbH mittlerweile, wie vermutet, ausgeflogen ist. Jene, die ein Einschreiben / Rückschein an die L & H GmbH sandten und den vorgenannten Hinweis erhielten möchte ich bitten, mir einen Scan per Mail zu schicken. Vielen Dank vorab!

Montag, 28. September 2009

Interessengemeinschaft gegen Internetabzocke

Wäre ich nicht im März diesen Jahres mehr oder weniger zufällig auf diesen Blog aufmerksam geworden, so wäre ich heute vermutlich noch immer als Strohmann einer der größten Internet-Abzockunternehmen tätig. Ich erwähnte bereits wie schwer es ist, hinter die Kulissen zu schauen, denn die Internet-Mafia versteht es vorzüglich zu verschleiern, eine vermeintliche heile und rechtlich korrekte Welt nach außen aufzubauen, insbesondere für Mitarbeiter gleichwelche Position sie auch inne haben. Eingeweiht werden offenbar nur jene, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum Ausdruck bringen, sie würden mitziehen. Offenbar erkennen die Macher recht schnell, wer zu ködern ist - und wer nicht. Immerhin haben sie ein Auge dafür. Oder aber sie glauben es zu haben, wie sich in meinem Falle zeigt.

Meine Recherchen weiteten sich seitdem aus, damit ich mir ein neutrales Bild verschaffen konnte - und ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle unter anderem aber im Besonderen an Adrian Fuchs von abzocknews.de, der als ausgewiesener Experte gilt und immer ein offenes Ohr für mich hat. Es gibt viele weitere Portale wie z.B. die BooCompany, Nicht Abzocken e.V., Rotglut.org, abofallen.biz, gomopa.net- die Liste könnte beliebig fortgeführt werden; unter anderem von den Seiten der Verbraucherschutzzentralen, diversen Rechtsanwälten, die sich vehement mit dem Thema Internetabzocke beschäftigen und teilweise sogar eine kostenlose Hotline eingerichtet haben.

Auch die Medien, ob nun Print oder TV, berichten und recherchieren zunehmend über das Geschäftsmodell der Abzocker, das öffentliche Interesse steigt rasant an in Form der Berichterstattung - und die Medien gleichwelcher Couleur tragen diesem öffentlichen Interesse Rechnung.

Und dennoch fallen tagtäglich wieder Internetnutzer auf die Masche herein.

Bis heute erreichten mich exakt 1.984 Mails seit Bestehen dieses Blogs. Bedenkt man, daß dieser erst seit dem 04.08.2009 online ist, so ist das schon beachtlich. Wer meldet sich - und warum? Mich erreichen viele Mails von Geschädigten, die stets die gleichen Fragen stellen (siehe FAQ), mich erreichen Mails von Juristen, die Tips und Ansätze geben, mich erreichen Mails von Unbeteiligten, die nicht verstehen können, wie eine solche Abzocke überhaupt möglich ist, mich erreichen Mails von Steuerberatern, Computer-Spezialisten, Privatdetektiven, Medienvertretern (Print, TV) und anderen Blogbetreibern, die sich ebenfalls dem Thema Abo-Abzocke verschrieben haben. Ich danke jedem einzelnen an dieser Stelle für die Tips, Infos, Recherchen und nicht zuletzt dem Zuspruch, weiterzumachen und sich nicht beirren zu lassen (Thema: Law Hunting). Und nicht zuletzt erreichen mich Mails von Insidern, die aufgrund der Berichterstattung bereit sind, nun auch auszupacken. Danke schön!

Aufgrund der Reaktionen möchte ich erneut über den virtuellen Tellerrand schauen. Was wäre, wenn sich diese bunte Mischung aus Interessierten zu einer Interessengemeinschaft zusammenfinden würde, wenn nicht jeder ambitionierte Blogbetreiber, Rechtsanwalt, Geschädigte, Medienvertreter, Verbraucherschützer, Computer-Spezialist oder Vertreter aus Politik und Wirtschaft dieser Interessengemeinschaft sein eigenes Süppchen kochen würde?

Nun, ich wage zu vermuten, daß eine Kanalisation dazu führen könnte, der Internet-Abzocke recht schnell ein Ende zu bereiten. Das Zusammenbringen von Kompetenzen, der zeitnahe Austausch von Informationen über den ständigen Wechsel von Firmennamen, Strohmännern, Firmengeflechten und weiteren Informationen würde in meinen Augen ein probates Mittel sein, schnell und effektiv zu reagieren. Hierbei soll jedes bestehende Portal selbstverständlich eigenständig bleiben, dem Nutzer hingegen EINE Plattform bieten, die es derzeit noch nicht gibt. Bündelung von Kompetenzen fände ich spannend.

Samstag, 26. September 2009

Bericht über ProInkasso GmbH im MDR

Da mich immer noch Mails zum Thema ProInkasso GmbH erreichen hier noch einmal ein weiterer Fernsehbericht (MDR um 12) verbunden mit der deutlichen Empfehlung, sich nicht einschüchtern zu lassen, wenn ein ach so hochwichtiges Schreiben der ProInkasso GmbH eintrifft:

Freitag, 25. September 2009

Ein Blick über den Tellerrand, oder: was wäre, wenn?

Zahlreiche Rechnungsempfänger in Deutschland, Österreich und der Schweiz schwören, nie auf der Seite mega-downloads.net gewesen zu sein und dennoch eine Rechnung erhalten zu haben. Privatdetektiv Christian Kölle hat zusammen mit RTL getestet, wie einfach es ist, an sensible Daten von Internetnutzern zu gelangen. Nachfolgend die beiden Beiträge:





Wagen wir einen Blick über den Tellerrand: was wäre, wenn auch im Geflecht um Megadownloads so verfahren würde? Es würde neben den Tricks mit den Landingpages erklären, warum das Geschäft auch heute noch offenbar rentabel ist und floriert. Ob tatsächlich innerhalb der Connection um Babenhauserheide & Co. so agiert wird oder wurde kann ich nicht beurteilen. Die Möglichkeit besteht jedenfalls - gerade in Hinblick auf die Tatsache, daß eigentlich jeder Mitarbeiter uneingeschränkten Zugriff auf die Kundendaten hatte. Das soll natürlich nicht von der Verantwortlichkeit derer ablenken, die dieses Geschäftsmodell (ich nannte es deutlich Wirtschaftskriminalitat und stehe dazu) betreiben, es könnte aber eine weitere Quelle sein, um die Einnahmen neben der bekannten kriminellen Masche noch weiter zu erhöhen. Was wäre, wenn?

Donnerstag, 24. September 2009

Abzocker unterliegen vor Gericht: Konten bleiben eingefroren

Wie heute die Neue Westfälische Zeitung titelt unterliegt Herr Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder vor dem Landgericht Hildesheim. Hier legte er nämlich im Auftrag der Abzocker Beschwerde ein, da die Konten der L & H GmbH seitens der Staatsanwaltschaft Hannover eingefroren wurden.

Dumm gelaufen: das Landgericht Hildesheim verwarf die Beschwerde, wie gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage der NW bestätigte. Hätte das Gericht die Konten freigegeben, so wären die Ermittlungen sicherlich erschwert worden. Die Entscheidung des Landgerichts Hildesheim zeigt hier deutlich, daß man nah dran ist, der Abzocke endlich ein Ende zu bereiten. Es sind desweiteren offenbar mehrere Verfahren im Kreis Herford gegen mehrere Personen anhängig wegen Verdachts des Betruges und der Geldwäsche.

Nun, ich erinnere in diesem Zusammenhang an die eidesstattlichen Versicherungen von Verkehrsanwalt Ralf Hasenbäumer, der bislang als Firmenanwalt rund um Babenhauserheide auftrat, im Rahmen des Erlasses der Einstweiligen Verfügung (ohne vorherige Anhörung) gegen mich seitens des Landgerichts Bielefeld. Hier verschwieg er wissentlich dem Landgericht Bielefeld, daß gerade erst ein Verfahren gegen Frank Babenhauserheide (Vorwurf: Geldwäsche) nach Hannover abgegeben wurde. Dies bestätigte übrigens der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der NW.

Ein Monolog, im Kausalzusammenhang, sei mir an dieser Stelle vergönnt:

Es ist schon beachtlich, wie Menschen  tatsächlich in der Lage sind, solche Wege zu gehen. Sei es nun ein Rechtsanwalt, ein Deutschland-Chef der Abzocke, Inkasso-Strohmänner oder andere. Das, was hier derzeit passiert, ist in gewisser Weise einzigartig und zeitgleich etwas, was permanent kopiert wird. Es ist perfide und krank. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dies nicht toleriert wird und der Kampf gegen diese Abzocke Sinn macht. Übrigens, werter Herr Verkehrsanwalt Hasenbäumer: dieses Urteil des LG Hildesheim wird nicht das letzte sein, welches auch Ihnen aufzeigt, an Ihre Grenzen gekommen zu sein. Wir sehen uns vor Gericht, nicht wahr?

Hinweis vom 25.09.2009: dieser Artikel wurde von mir nach dem erneuten Wunsch auf Unterlassung (Seite 1, Seite 2, Seite 3) verändert, da offensichtlich nicht Verkehrsanwalt Hasenbäumer derjenige war, der Widerspruch gegen den Beschlagnahmebeschluss der Konten einlegte, sondern Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder, Bielefeld. Selbstverständlich bin ich für diese Information dankbar und habe daher den Beitrag aktualisiert (auch, wenn sich thematisch nichts ändert).

Mittwoch, 23. September 2009

Endlich ist es soweit: Klageschrift angekommen - L & H GmbH ./. Frickemeier

Endlich liegt die seit Monaten angekündigte Anklageschrift vor - und entpuppt sich als lächerliches Windei. Die Klage lautet auf "Schadenersatz", nicht, wie ach so wichtig und gebetsmühlenartig seitens des "Rechtsanwaltes" Ralf Hasenbäumer in den Medien propagiert, auf Unterschlagung. Interessant ist dabei der Umstand, daß in der Klagebegründung nicht ein Wort in Richtung Fritzmann / InQnet, Wien verloren wird. Es soll dem Gericht weisgemacht werden, daß angeblich Helmut Steffel Überblick über die Konten gehabt hätte.

Es ist schon sehr einfältig, den Versuch zu unternehmen, erneut zu verschleiern und einen Strohmann á la Steffel zu erwähnen; billig geradezu. Nicht weniger amüsant sind die benannten Zeugen:
  • "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer
  • Frank Babenhauserheide
Falls nun jemand der Ansicht ist, die Listenfunktion wäre defekt: nein, exakt diese beiden "Persönlichkeiten" sind in der Klage als Zeugen angegeben. Neben einem Mitarbeiter der Dresdner Bank, der bestätigen wird, daß ich Barabhebungen (die ich nie bestritten habe) vorgenommen habe.

Ich werde nun die Klageerwiderung in Angriff nehmen, nachdem sich mein Zwerchfell beruhigt hat. Natürlich werde ich anwaltlich vertreten werden, alleine aufgrund der Tatsache, daß die Klage vor dem Landgericht Bielefeld (Aktenzeichen: 5 O 322/09) anhängig ist muss ein Rechtsanwalt mit im Boot sein.

Ab morgen geht es in die Offensive (ja - das hier bislang ist nur Geplänkel gewesen) - und morgen gibt es eine weitere, erfreuliche Meldung kundzutun. Heute halte ich mich nach Absprache aber noch bedeckt. Nur soviel: es wird eng für die Abzocker!

Offener Brief: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Neuber!

Ich freue mich darüber, daß Sie fleissiger Leser meines Blogs sind, so wie ich mich über jeden einzelnen Leser freue, egal aus welchem Lager er kommt. Immerhin herrscht in Deutschland Demokratie, es gibt glücklicherweise das Recht auf freie Meinungsäusserung und nicht zuletzt finde ich die Tatsache spannend, mit Menschen unterschiedlicher Meinungen und Ansichten in den offenen Dialog zu treten.  Das macht für mich unter anderem Demokratie aus.

Ich habe Ihrem Wunsch entsprechend den direkten (!) Link zu dem Satire-Beitrag (er wurde als solcher explizit formuliert) entfernt. Ihrer neuen Forderung, die mich per Fax erreichte, werde ich aber zunächst nicht nachkommen, da Sie eine für mich nicht nachvollziehbare Vermutung in den Raum stellen. Sie schreiben nämlich von einer "liebevollen, aber sicherlich rechtswidrigen Betrachtung dieses Herren".

Zugegebenerweise bin ich nun ein wenig verwirrt, denn ich bin kein Jurist. "Liebevoll" und "rechtswidrig" schließt sich aber meinem Rechtsempfinden  zufolge irgendwie aus. Sehen Sie das anders? War es vielleicht nur unglücklich formuliert? Falls dem so sein sollte, so gebe ich Ihnen gerne die Möglichkeit, Ihre Ausführungen erneut zu formulieren und mir darzulegen, wie sich die Rechtswidrigkeit aus Ihrer geschätzten Sicht nun tatsächlich darstellt. Nichts liegt mir nämlich ferner, als mir rechtswidrige Inhalte zu eigen zu machen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Claus Frickemeier

Dienstag, 22. September 2009

Vorsicht, Satire!


Ich lese ja nun häufig auf anderen Portalen, die sich mit dem Thema Megadownloads oder auch sonstiger Internet-Abzocke beschäftigen. Lesen bildet nämlich. Heute abend habe ich erstmals meine Tastatur mit heißem Kaffee versaut, weil mich diese Satire losprusten ließ:


Auch, wenn ich an dieser Stelle deutlich betone, daß mir die Schreibweise der Anti Abzock Zentrale (erreichbar unter der URL: http://www.antiabzockzentrale.co.cc) einfach nicht schmeckt (sorry, Jungs!) und ich mich davon deutlich distanziere, so halte ich den Beitrag inhaltlich für großes Kino, rein thematisch betrachtet. Nun, die Tastatur ist wieder sauber und ich widme mich den weiteren Recherchen. Heute scheint der Tag der Satire zu sein, wie sich auch hier nachlesen lässt. Man muss auch mal gute Miene zum bösen Spiel machen ;-)

Sie fragen sich, warum ich soeben die direkten Links entfernt habe? Nun - mich erreichte eine Mail des Rechtsanwaltes Andreas Neuber,  und zwar mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrter Frickemeier,

auf Ihrem bekannten Blog haben Sie einen Beitrag "Vorsicht Satire!" eingesetzt. In diesem Beitrag verlinken Sie direkt auf die Seiten der sog. "Antiabzockzentrale".

Auf diesem Blog und auch in diesem Beitrag werden Bilder (Fotomontagen) von mir ohne (!!) meine Einwilligung eingestellt. Dies ist nach §§ 20 ff KUG unzulässig und rechtswidrig. Dadurch, dass Sie direkt dorthin verlinken, machen Sie sich die rechtswidrigen Inhalten zu eigen.

Ich bitte Sie, dies sofort zu unterlassen.

--
Mit freundlichen Grüssen
Andreas Neuber
Rechtsanwalt
www.pnw.de

Selbstverständlich bin ich Ihrer Bitte sofort nachgekommen und habe die direkten Verlinkungen umgehend entfernt.  Was natürlich nichts an der Tatsache ändert, daß diese Satire dennoch lesenswert ist - und auch ohne direkten Link lesenswert bleibt.

Mahnungen der ProInkasso GmbH - oder: jedem seinen Hasenbäumer!

Was passiert im Rahmen geplanter Inszenierungen rund um die Mahn- und Drohkulisse, wenn Geneppte von Megadownloads nicht auf die Inkassoschreiben reagieren? Genau: es folgt ein hochwichtiges Rechtsanwaltsschreiben, in dem der Druck noch einmal erhöht wird in der Hoffnung, daß der Geneppte eingeschüchtert seine Zahlung vornimmt. Aktuell übernimmt diese Rolle die Schwester des Betreibers der ProInkasso GmbH, "Rechtsanwältin" Kristina Straßburg. Ist "Rechtsanwalt" Olaf Tank etwa aus dem Rennen? Immerhin schreibt er für die anderen Abzock-Projekte, für die die ProInkasso GmbH ansonsten mahnt, doch die hochwichtigen Schreiben. Apropos "Rechtsanwalt" Olaf Tank:

Wie Abzocknews.de berichtet, ist die "Kanzlei" nicht nur umgezogen, sondern hat auch still und heimlich noch eben zwei englische Limited´s gegründet, in denen er als Director eingetragen ist. Wer sich ein wenig mit den Strukturen und der Art und Weise der Kooperation zwischen Betreibern, Strohmännern, Inkasso-Unternehmen und involvierten Rechtsanwälten beschäftigt der dürfte zum Ergebnis kommen, daß uns Großes bevorsteht...

Samstag, 19. September 2009

Anonyme Zusendung einer CD


Wer auch immer mir diese CD per Post schickte: ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich für die Zusendung! Der Inhalt wird derzeit ausgewertet, erste Ergebnisse lassen auf einen Insider schließen, der offenbar schon lange mit dem Thema mega-downloads.net betraut ist.
Den Inhalt der CD werde ich nach Abschluss der weiteren Recherchen gerne bekanntgeben. In der Zwischenzeit würde ich mich zwecks Einordnung freuen, wenn sich derjenige, der sich die Mühe machte, mir diese CD zu brennen und zuzusenden vielleicht noch einmal per Mail mit mir in Verbindung setzen würde. Die Stadt, in der die Zusendung aufgegeben wurde, lässt gewisse Rückschlüsse zu. An dieser Stelle bitte ich um Verständnis, daß ich (sollte sich der Zusender melden) nicht weiter ins Detail gehen kann. Schließlich könnte nun jeder per Mail behaupten, der Versender zu sein. Wie gesagt: über eine erneute Kontaktaufnahme würde ich mich freuen - und Quellenschutz ist definitiv zugesichert!

Slapstick: BWL Letter & Support GmbH drängelt in perfekter (?) Ausdrucksweise

Heute erreichte mich ein Schreiben (Seite 1, Seite 2) des Arbeitsgerichts Herfords zur Kenntnisnahme in Sachen Unterlassungsklage durch die BWL Letter & Support GmbH, welche am 06.11.2009 vor dem Arbeitsgericht Herford verhandelt werden soll. Ich komme nicht umhin, bei der Art und Weise der Formulierungen und Orthographie in diesem Zusammenhang von einem Slaptick zu sprechen, der in seiner unfreiwilligen Komik kaum zu toppen sein dürfte. Man möge sich die schriftlichen Vorträge des Rechtsanwaltes Türcke Satz für Satz auf der Zunge zergehen lassen. Ich ergehe mich nicht in Interpretationen zu Sätzen wie:


"Es muss davon ausgegangen werden, dass der Beklagte bei jeder Aktion weiterhin im Internet kommentiert und den Ruf, das Ansehen des Geschäftsführers und der Firma weiterhin bis dahin schädigt..."
oder:
"Es wird höflich gebeten, doch zu prüfen, ob nicht ein zeitlich näherer Kammertermin ausnahmsweise, notfalls an schon bisher verfügte Termine, "angehängt" werden kann?!"
oder:
"Der Antragsteller und der Unterzeichner wären dafür äußerst dankbar, dann es drohen täglich bis dahin in den nächsten 50 Tagen bis dahin weitere gegnerische, negative Internet-Veröffentlichungen, Verächtlichmachungen, Firmen-Schädigungen, etc -wie bisher..."

Werter Herr Alleinunterhalter und Geschäftsführer Brandes, Sie sollten sich langsam aber sicher mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung vertraut machen und aufhören, rumzujammern. Haben Sie gar Angst, daß mir in diesen 50 Tagen noch mehr beweisbare Informationen zugespielt werden und meine Recherchen noch weiter führen, als sie bereits gelangt sind? Ich freue mich jedenfalls auf ein Wiedersehen vor Gericht mit Ihnen und kann Ihnen schon heute versprechen, daß nicht nur ich mich freue.

Donnerstag, 17. September 2009

Bayrische Polizei warnt vor ProInkasso GmbH

STRAUBING. Bereits über das gesamte Jahr 2009 wandten sich Bürgerinnen und Bürger aus Niederbayern an die Polizei, da sie vermeintlich, unberechtigte Forderungen der "Proinkasso GmbH" erhielten.

Während sich die registrierten Fälle im ersten Halbjahr auf maximal zwei pro Monat beschränk-ten, konnte in den Monaten Juli und August ein leichter Anstieg der bei der Polizei gemeldeten Fälle verzeichnet werden. Im Rahmen der Anzeigenerstattungen werden regelmäßig Inkasso-schreiben der Proinkasso GmbH vorgelegt.

Die Forderungen der Proinkasso GmbH bewegen sich in der Regel zwischen 100,- und 180,- Euro. Im jüngsten Fall tritt die Proinkasso GmbH für eine Firma CC PROFI ein, welche in ihrer Forderung einen Vertragsabschluß per Telefon für ein Gewinnspiel zugrunde legt. Im Falle einer Nichtbezahlung verweist die Proinkasso GmbH auf Möglichkeiten wie Mahnbescheid, Vollstrek-kungsbescheid, Zwangsvollstreckung und Pfändung.

Gegenstand der Proinkasso GmbH ist grundsätzlich die Einziehung von Forderungen im Rahmen einer Inkassotätigkeit. Aus den Schreiben der Proinkasso GmbH wird deutlich, dass es sich um eine Forderung einer Fremdfirma gegen den Adressaten des Schreibens handelt. Neben Tele-fonangeboten spielen aber auch Forderungen bezüglich Internetdiensten eine gewichtige Rolle. Auch hier tritt die Proinkasso GmbH für Fremdfirmen in Erscheinung. Die Forderungen werden ohne jeden Anlass und beabsichtigt gestellt.

Internetdienste werden zwischenzeitlich für nahezu alle Kategorien angeboten. Diese können sich im ersten Moment als gratis tarnen und später dann als kostenpflichtig herausstellen. Jedoch befinden sich neben schwarzen Schafen natürlich viele seriöse Anbieter auf dem Markt. Schauen Sie sich deshalb Angebote vor dem Download oder einer Registrierung sehr genau an. Dies gilt insbesondere für die sogenannten AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen).

Die Polizei rät:

Prüfen Sie derartige Forderung genau. Schließen Sie zunächst aus, dass weitere im Haushalt lebende oder zugangsberechtigte Personen die veranschlagten Dienste in Anspruch genommen haben. Falls notwendig fordern Sie Unterlagen, welche die Forderung der Proinkasso GmbH begründen, ein. Dokumentieren Sie alle eigenen Handlungsschritte genau und nachvollziehbar.

Sollten Sie dennoch auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sein, können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch einlegen. Lassen Sie sich grundsätzlich nicht durch Mahnungen oder Drohungen durch ein Inkassobüro aus der Ruhe bringen. Gehen Sie nicht z.B. aus Unkenntnis oder Angst voreilig auf vorgeschlagene Ratenzahlungen ein. Suchen Sie gegebenenfalls Rat bei einem Rechtsbeistand. Auch die örtlichen Verbraucherschutzzentralen können Ihnen hier beratend zur Seite stehen.

Im Rahmen der Telefonwerbung möchte Sie die Polizei auf die geänderte Rechtslage hinweisen.

Nach dem neuen Recht wird klar­ge­stellt, dass ein Wer­be­an­ruf nur zu­läs­sig ist, wenn der An­ge­ru­fe­ne vor­her aus­drück­lich er­klärt hat, Wer­be­an­ru­fe er­hal­ten zu wol­len. Weiter dürfen An­ru­fer bei Wer­be­an­ru­fen ihre Ruf­num­mer nicht mehr un­ter­drü­cken, um ihre Iden­ti­tät zu ver­schlei­ern. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher erhielten auch mehr Mög­lich­kei­ten, Ver­trä­ge zu wi­der­ru­fen, die sie am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Ver­trä­ge über die Lie­fe­rung von Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten und Il­lus­trier­ten sowie über Wett- und Lot­te­rie-Dienst­leis­tun­gen kön­nen künf­tig wi­der­ru­fen wer­den, so wie es heute schon bei allen an­de­ren Ver­trä­gen mög­lich ist, die Ver­brau­cher am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Weitere Informationen zur geänderten Rechtslage können Sie auch über das Internet z.B. beim Bundesministerium der Justiz abrufen.
(Quelle: http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/101687)

Mittwoch, 16. September 2009

Neuer Betreiber, neue Drohungen: bitte auf der virtuellen Zunge zergehen lassen!

Die bisherige gewaltige Droh- und Mahnkulisse in Form massiver Einschüchterung geneppter "Kunden" von mega-downloads.net wird aktuell noch einmal getoppt und erreicht meiner Auffassung nach spätestens jetzt Züge, die um rechtliche Bewertung schreien. Beispiel gefällig?

Ein Opfer schrieb heute eine Mail an mega-downloads.net sowie an die ProInkasso GmbH mit dem Hinweis, er würde nicht einen Cent bezahlen. Die Antwort erfolgte prompt:

"Sehr geehrter Herr .....,

da Sie nun auch nach mehreren Zahlungsaufforderungen in Zahlungsverzug geraten sind, haben wir unser Inkassobüro beauftragt die Forderung gegen Sie zu übernehmen. Daher können wir Ihren Kundenakt nicht mehr einsehen.
Wir ersuchen Sie demnach bei Unklarheiten bezüglich des Vertrags oder der Forderung sich an das entsprechende Inkassobüro zu wenden.


Im Falle wenn Sie uns bei der Polizei anzeigen, werden wir selbstverständlich mit der Polizei kooperieren um dieses Missverständnis schnellstmöglich zu bereinigen.
Durch das Auflegen unserer Geschäftsbedingungen wird die Polizei feststellen, dass alles mit rechten Dingen abläuft.

In diesem Fall werden Sie aufgrund einer falschen Anzeige, angezeigt werden.
-- Mit freundlichen Grüßen,"

Ihr Mega-Downloads.net Support Team http://www.mega-downloads.net


(Quelle: Sat 1 - Forum)

Diese Art der Drohung und Einschüchterung erreicht definitiv eine neue Qualität, der Druck wird massiv erhöht und ich kann nur jedem Geschädigten raten, sich von solchem Blödsinn nicht beeindrucken zu lassen.

Akte 09 vom 15.09.2009 auf YouTube