Dienstag, 13. Oktober 2009

Live like horses (nein, nicht FineleGo) - off topic!

In zahlreichen Mails erreichen mich Fragen zu meinem Privatleben. In der Regel beantworte ich diese nicht, da sie im Kontext uninteressant sind. Ich bin der Ansicht, daß ich alleine durch den Blog, den ich unter meinem realen Namen schreibe, schon weitaus mehr preisgebe, als irgendwer von mir verlangen dürfte. Und dennoch gebe ich mich als Fan von Sir Elton John zu erkennen und lasse es mir nicht nehmen, einen meiner Favoriten zu posten. Vorsorglich: der Song namens "Live like horses" soll keine Anspielung auf den Pferdehändler aus dem Kalletal sein:

Montag, 12. Oktober 2009

Nun muss Herr Brandes DOCH persönlich erscheinen!


Man muss es sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: da bittet die Gegenseite darum, den anstehenden Kammertermin vor dem Arbeitsgericht Herford, welcher am 06.11.2009 anberaumt war, aufgrund der Dringlichkeit vorzuverlegen und erhält einen neuen, früheren Termin. In der Zwischenzeit jedoch bucht Strohmann Brandes noch schnell einen Urlaub, um nicht persönlich zum Termin erscheinen zu müssen. Das wir uns das nicht gefallen lassen würden hätte die Gegenseite eigentlich ahnen können.

Mein Anwalt regte also an, den Termin zu verlegen und erneut das persönliche Erscheinen des Geschäftsführers anzuordnen (Seite 1, Seite 2). Mit Erfolg! Das Arbeitsgericht Herford folgte der Einlassung meines Anwaltes, somit findet der neue Termin am

Donnerstag, 12. November 2009 um 12.00 Uhr

statt. Sehr schön zu sehen, daß das Arbeitsgericht Herford offenbar unserer Auffassung folgte, daß Herr Brandes im Verfahren einfach zu wichtig ist, um auf ihn verzichten zu können. Ich könnte mir auch vorstellen, daß so manch ehemaliger Mitarbeiter daran interessiert sein wird, was Herr Brandes eigentlich mit dem Versuch, mich mundtot zu machen, erreichen möchte und wie er dem Gericht glaubhaft machen mag, daß das, was ich hier in meinem Blog schreibe, Unwahrheiten sind, die es gesetzlich zu verbieten lassen gilt. Ich würde mich über zahlreiches Erscheinen freuen, wir könnten dann danach noch einen Cappuchino trinken gehen und uns an die guten, alten Zeiten erinnern!

Sonntag, 11. Oktober 2009

Das Kalletaler Dreieck, oder: Vorsicht, Satire (!?)



Quelle: Videokanal von "Nutzlosbranche", aktueller Bericht auf Abzocknews.de, eines der in meinen Augen besten Portale zum Thema Internetabzocke (nicht rot werden, Adrian!).

Samstag, 10. Oktober 2009

ICQ - oder: über die Leichtigkeit des Seins

Seit geraumer Zeit penetriert mich ein User unter dem Nickname "///" per ICQ und versucht mir zwingend klarzumachen, daß er auch ein Insider ist und nun bereit sei, sich zu outen. Dummerweise stellte er mehr Fragen an mich als auf von mir gestellte Fragen zur Prüfung der Glaubhaftmachung zu antworten, so daß ich skeptisch wurde und ihm unvermittelt sagte, ich halte ihn für einen Troll.

Nun, nachdem einige Tage Ruhe herrschte sprach er mich per ICQ heute erneut an - und den nachfolgenden Mitschnitt möchte ich meiner geneigten Leserschaft nicht vorenthalten. Immerhin scheint die Gegenseite alle Mittel auszuschöpfen, um mich zu beeindrucken, denn anders kann ich den vorliegenden Mitschnitt nicht einordnen. Wer Lust, Zeit und Muße hat möge recherchieren, wer sich hinter dem ICQ-Pseuydonym "///" verbirgt und mag mich gerne informieren. Ich bin nämlich derzeit weiterhin mit Recherchen beschäftigt, und von denen lasse ich mich definitiv nicht ablenken...


Mitschnitt vom 10.10.2009: Seite 1, Seite 2
Mitschnitt vom 11.10.2009: Seite 1, Seite 2

Nachtrag vom 11.10.2009: Mit "///" wird es mir schlichtweg zu dumm, so daß ich keine weitere Konversation mit der Person betreiben werde. Dazu ist mir meine Zeit schlichtweg zu kostbar. Weitere Recherchen, um wen es sich nun eigentlich gehandelt hat, sind also nicht erforderlich. Dennoch danke an die werte Leserschaft für die Bemühungen!

Freitag, 9. Oktober 2009

Frank Babenhauserheide: persönliches Erscheinen vor Gericht angeordnet

Soeben erreichte mich die Information, daß es im Februar des kommenden Jahres einen weiteren der zahlreichen Gerichtstermine gegen das Firmennetzwerk um Megadownloads vor dem Arbeitsgericht Herford geben wird. Hier konkret geht es um eine fristlose Kündigung einer Mitarbeiterin, die -vermeintlich- für die Firma IDS Wirtschaftsdienste tätig gewesen sein soll, obwohl sie ausschließlich in der Abzockzentrale Vlotho tätig war (ich berichtete bereits über die sogenannten Kombiverträge). Das Schöne daran ist: erstmals ist das persönliche Erscheinen von Frank Babenhauserheide gerichtlicherseits angeordnet worden.

Der Termin vor dem Arbeitsgericht Herford wird in diesem Blog natürlich rechtzeitig nachgereicht. Meine Erfahrungen zeigten ja bereits, daß sich die Termine hin und wieder noch ändern, so wie übrigens auch die beiden anderen (aktuell) anstehenden Verhandlungen gekündigter Mitarbeiterinnen. Diese beiden Verhandlungen wurden NACHverlegt und finden somit erst im November statt - nach meiner Verhandlung am nächsten Freitag. Ein Schelm, wer Böses denkt.

Mittwoch, 7. Oktober 2009

Offener Brief an Dr. Robert & Valentin Fritzmann

Werter Herr Dr. Robert Fritzmann,
werter Sohnemann Valentin Fritzmann,


gestatten Sie mir zunächst einen Rückblick. Im Oktober 2008 ersannten Sie die Gründung einer neuen GmbH in Deutschland, um die Abzocke mega-downloads.net abrechnungstechnisch weiter zu betreiben, in dem Sie das Stammkapital in Höhe von 25.000 EUR über einen in Ihr Firmengeflecht involviertes Unternehmen (Strohmann: Helmut Steffel) auf das Privatkonto meiner Frau überwiesen. Da Ihr "Deutschland-Chef" (Frank Babenhauserheide) bereits entsprechende Vorkehrungen traf in Form von haltlosen Versprechungen ("hey, wir bauen ein Callcenter in Hannover auf!") sinnten Sie sich in trügerischer Sicherheit.

Dumm gelaufen, daß ich irgendwann erkannte, was wirklich läuft, oder? Dumm eigentlich, daß Sie versuchten, stets zu betonen, mit mega-downloads.net. nichts zu tun zu haben. Weiterhin war es nicht pfiffig zu versuchen, mich durch die von Ihnen eingesetzten, diletantisch agierenden Strohmännern mit Klagen zu überziehen. Denn: Ihr Versuch, sich aus der Verantwortung zu stehlen, wird fehlschlagen. Warum? Nun - Sie schicken einen Ralf Hasenbäumer ins Rennen, der einfach mal behaupten soll, ich habe 75.000 Euro unterschlagen und nennen als "Zeugen" den Strohmann Steffel, der -angeblich- eine Übersicht über die Konten hatte und dem aufgefallen sei, daß das Geld von mir vereinnahmt wurde.


Um Ihrer ersichtlichen Erinnerungsschwäche auf die Sprünge zu helfen sei an dieser Stelle betont, daß von mir authorisiert nur ein einziger Mitarbeiter der InQnet GmbH (dessen Betreiber Valentin Fritzmann ist) Zugriff auf die Konten hatte: namentlich Reinhard Pils. Sämtlicher Mailkontakt liegt den Ermittlungsbehörden vor. Es ist müßig zu erwähnen, daß der Schriftverkehr unter einer mega-downloads-Adresse erfolgte, oder?

Sollten Sie der Ansicht sein, daß der Verkauf von mega-downloads.net an den Urheber, von dem Sie derzeit das Projekt kauften (ich berichtete bereits) nun vor Strafe schützen würde, so muss ich Sie enttäuschen. Und seien Sie sich der Tatsache versichert, daß ich amüsiert zur Kenntnis nehme, bis heute keine Klage von Ihnen erhalten zu haben. Der Grund für diese Tatsache ist jedoch offensichtlich und für jeden, der halbwegs im Thema ist, nachvollziehbar.

Bleibt die Frage offen, in welche Richtung sich Ihre "Vogel-Strauß"-Taktik bewegen wird und wann sich Ihre Strohmänner rund um den ehemaligen Schützenkönig Frank Babenhauserheide abwenden oder aber Sie, Ihrerseits, die Reissleine ziehen und den Kontakt canceln.Seien Sie sich, was auch immer passieren mag in naher Zukunft, der Tatsache bewußt, daß Ihr Geschäftsmodell ausgedient hat. Wetten?

P.S.: Gerne gebe ich Ihnen die Möglichkeit der Gegendarstellung - und bin mir sicher, daß nicht nur mich ein offizielles Statement interessieren würde. Trauen Sie sich!

Wo ist eigentlich der aktuelle Firmensitz der L & H GmbH?


Ich erwähnte bereits in einem Artikel, daß mich jede Menge Mails von Geschädigten erreichten, deren Einschreiben/Rückschein an die L & H GmbH als "unzustellbar" zurückkamen. Laut aktuellem Handelsregisterauszug ist der Firmensitz aber nach wie vor an der Färberstraße 3 in Hannover. Dankenswerterweise machte ein treuer Leser meines Blogs einen Abstecher an die Färberstraße 3 und teilte mir heute mit, daß:
  • an der angebenen Adresse kein Klingel- oder Briefkastenschild der L & H GmbH vorhanden sei
  • keine sonstigen Firmenschilder vorhanden seien
und weiterhin
  • die zufällig vorbeikommende Postmitarbeiterin auf Nachfrage äusserte, daß bereits seit Wochen keinerlei Post mehr an die Adresse geliefert würde.

Vermieterin der Büroräume war (zu meiner Zeit) Bennette Buchwald, die an gleicher Anschrift u.a. die PBS Verwaltungs GmbH führte. Diese Firma scheint offenbar auch ausgeflogen zu sein. Wie gesagt: keinerlei Firmenschilder an den Briefkästen oder Klingelschildern.

Sollten die Firmen gar ins benachbarte Nordrhein-Westfalen verlegt worden sein, um sich den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover (=Niedersachsen) zu entziehen?

Für sachdienliche Hinweise, wo nun der "Firmensitz" der L & H GmbH ist, bedanke ich mich im Voraus!

Dienstag, 6. Oktober 2009

Neuigkeiten von den Ermittlungsbehörden

Gute Neuigkeiten erreichen mich aus Hannover. Während viele ja vermutet haben, daß die Ermittlungen nur schleppend vorangehen würden aufgrund der Komplexität des mafiös anmutenden Netzwerkes rund um Megadownloads, umso erfreulicher sind die Informationen, die ich seitens der Ermittler erhalten habe.

Es ist eben NICHT so, daß die Ermittlungen schleppend voran gehen würden, im Gegenteil. Die Bearbeitung der zahlreichen Geschädigten nach öffentlichem Aufruf der Staatsanwaltschaft Hannover dauert allerdings eine Weile. Bislang meldeten sich rund 20.000 (in Worten: zwanzigtausend!) Geschädigte - was dazu führte, daß die Ermittlungen ausgeweitet wurden. War zunächst ausschließlich die L & H GmbH im Visier der Staatsanwaltschaft, so geht es mittlerweile auch um die Hintermänner. Die Ermittler haben also die Komplexität erkannt und schauen über den Tellerrand, was der Sache an sich mehr als dienlich ist.

Um es anders zu formulieren: die Schlinge zieht sich immer fester zu; Fritzmann, Babenhauserheide, Hasenbäumer, Brandes und Co. dürfen sich auf so einiges gefasst machen, wenn das laufende Ermittlungsverfahren aus Niedersachsen tatsächlich nach Nordrhein-Westfalen abgegeben werden sollte. Das wäre eine logische Konsequenz, denn der Tatort ist Vlotho - die Firmenzentrale vom Deutschland-Chef Frank Babenhauserheide.

Bis es soweit ist freut sich die Staatsanwaltschaft Hannover weiterhin über Geschädigte, die auf Megadownloads hereingefallen sind. Mögen sich diese, sofern noch nicht geschehen, bitte schriftlich unter Angabe des Aktenzeichens melden:

  • Staatsanwaltschaft Hannover
  • Postfach 109
  • 30001 Hannover
  • Aktenzeichen: 5302 Js 41769/09
In diesem Zusammenhang ist nicht unerheblich, daß bereits ein erstes, renommiertes Unternehmen aus dem Bereich Software Strafantrag gegen den Betreiber von mega-downloads.net stellte. Das Thema Urheberrechtsverletzung sollte nicht unterschätzt werden. Bedenkt man, daß es exakt 320 sogenannte Landingpages gibt, über die arglose Internetnutzer in die Abofalle geraten sind, so mag man sich ausmalen was passiert, wenn weitere Unternehmen Strafantrag stellen. Ich nenne als Beispiel nur mal Microsoft.

Um abschließend mit einem Vorurteil aufzuräumen, welches seitens der Abzocker immer wieder gerne in den Kommentaren geschürt wird: weder gegen mich, noch gegen meine Frau wird aktuell ermittelt. Diese Information erhielt mein Rechtsanwalt auf Nachfrage seitens der Kripo Hannover.

Persönliches Erscheinen von Strohmann Brandes aufgehoben

Das Arbeitsgericht Herford hat das persönliche Erscheinen von Holger Brandes aufgehoben. Hintergrund: leider ist Herr Brandes zum vorgezogenen Termin im Urlaub. Sein Anwalt wollte also um erneute Terminverschiebung bitten, dieser Bitte kam das Gericht aber nicht nach und beschloss also, das persönliche Erscheinen von Strohmann Brandes aufzuheben. Schade. Ich hätte ihn allzu gerne mal wiedergesehen.

Einfach mal "danke" sagen...

Im Trubel und Stress wird vieles als selbstverständlich hingenommen, es geht einfach unter. Man weiß eigentlich, daß ein "danke" fällig wäre, vergisst es aber zu formulieren. Menschlich. Ich nehme mir jetzt einfach mal die Zeit, ein "DANKESCHÖN" loszuwerden, allerdings ist das nicht so einfach. Nicht, weil ich nicht zu formulieren wüsste, sondern vielmehr, weil ich vorsichtig sein muss in der Umschreibung derer, die es angeht. Ich versuche es dennoch und danke folgenden Personen/Firmen/Institutionen:
  • Herrn Rotwild für den ständigen Kontakt
  • Herrn Robinson Crusoe für die in die Tiefe gehenden Recherchen
  • den Nelken im T(h)al für eine aufrichtige Berichterstattung
  • einem -"...king" aus Ostwestfalen für ordentlichen Journalismus in den Printmedien
  • einer Kopfkranken (Insider)
  • einer Mama (Glückwunsch nochmal!)
  • einer Azubine, die kämpft und alle Achtung verdient
  • einer Mitarbeiterin, die redet, wie ihr der Schnabel gewachsen ist
  • viele Mitstreiter(innen), die genauso drauf sind und sich nicht den Mund verbieten lassen
  • diejenigen, die sich die Mühe machen, Kommentare zu schreiben
  • Herrn G. aus H. für den Eifer bei den Ermittlungen
  • all jene, die hier mitlesen und mir selbstlos Infos zukommen lassen, der Sache wegen
und nicht zuletzt meinen Anwalt, der sich gar mit seinem Mandanten an einem Sonntag zusammensetzt um Dinge zu besprechen, während Tante Käthe und Onkel Egon vermutlich schick beim Käffchen sitzen.

An alle: DANKE! Es ist ein gutes Gefühl, euch/Sie im Rücken zu haben.

Geschäftsführer der L & H GmbH: Andreas Schilling steigt aus?

Mag man aktuellen Gerüchten Glauben schenken, so wird der aktuelle Geschäftsführer der L & H GmbH, Andreas Schilling, vermutlich zum Jahresende aussteigen. Sollte dem so sein, so ein gut gemeinter Rat an dieser Stelle: NOCH besteht vielleicht die Möglichkeit, die eigene Haut zu retten. Sind Sie, Herr Schilling, tatsächlich ein überzeugter Abzocker? Ich glaube nicht. Vielmehr glaube ich, daß Sie das Netzwerk nicht durchschaut haben und den Versprechungen  eines  Frank Babenhauserheide erneut blind gefolgt sind. Besinnen Sie sich, lesen Sie, werden Sie wach. NOCH gibt es vermutlich die Chance, auszusteigen; es wird jedoch zunehmend schwerer aufgrund der Beweislast. Vielleicht denken Sie einfach mal in Ruhe darüber nach, ob das, was hier derzeit passiert, in Ihrem Interesse ist. Gerne biete ich Ihnen hier ein Podium, klar Stellung zu beziehen. Verstehen Sie dieses Angebot gerne als "Strohalm".

KLP-Group, oder: die Macht der Kommentare

Ich werde ja nicht müde zu betonen, daß die Kommentare in meinem Blog das Salz in der Suppe sind. Erneut zeigte sich, daß das tatsächlich so ist: Ich formulierte vor Wochen einen Beitrag zum Thema KLP-Group, heute erreichte mich/uns ein Kommentar mit dem Hinweis auf einen Fernsehbeitrag, den ich natürlich gerne noch einmal an exponierter Stelle veröffentliche. Meine Vermutungen rund um KLP-Group äusserte ich bereits; möge meine geneigte Leserschaft ein wenig scrollen. An Wertungen mag ich mich nicht beteiligen. Stattdessen freue ich mich über die Tatsache, daß mittlerweile das Landeskriminalamt Düsseldorf treuer Leser meines Blogs ist. Herzlich willkommen!



An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an jene, die sich (wenn auch anonym) durch das Posten von Beiträgen mithilfe der Kommentar-Funktion einbringen. Ich weiß das sehr zu schätzen - und grübelte dennoch lange darüber nach, ob ich die Möglichkeit, anonyme Kommentare zuzulassen, überhaupt zulassen wolle. Meine Entscheidung gibt mir offensichtlich recht. Manch einer, der im Thema ist will sich halt (noch?) nicht outen, und das respektiere ich. Umso schöner, daß er dennoch ein Interesse an der Aufklärung hat und halt auf dem Weg über die anonyme Kommentar-Funktion dennoch Gehör findet. Meine Erfahrungen seit Bestehen dieses Blogs zeigen also, daß es ein öffentliches, berechtigtes Interesse an diesem Thema gibt. Das zeigen einerseits die Besucherzahlen, andererseits die fundierten Kommentare in den verschiedenen Beiträgen. Und nicht zuletzt die zahlreichen Mails, die mich erreichen. Symbiose halt.

Montag, 5. Oktober 2009

Schriftsatz meines Anwaltes an das Arbeitsgericht Herford

Die BWL Letter & Support GmbH (Strohmann: Holger Brandes) verklagt mich ja derzeit auf Unterlassung mancher Äusserungen in diesem Blog. Selbstverständlich galt es, dieser Unterlassungsklage entgegen zu treten. Well done: mein Rechtsanwalt hat den erforderlichen Schriftsatz formuliert, welcher heute an das Arbeitsgericht Herford versandt wurde:


Seite 1
Seite 2
Seite 3
Seite 4
Seite 5
Seite 6

Der Form halber sei erwähnt: diese Veröffentlichung erfolgte -ohne- vorherige Absprache mit meinem Rechtsanwalt. Warum? Weil er mir vermutlich abgeraten hätte. Ein Widerspruch? Mitnichten. Ich berichte (selbst unter Beschuss durch Law Hunting) transparent, der Sache wegen. Der Weg ist das Ziel. Und ich bin mir sicher, daß das Ziel in erreichbare Nähe rückt. Möge sich die Gegenseite dieser Tatsache bewusst sein. Sie wiegt sich in Sicherheit aufgrund finanzieller Vorteile, immerhin wurde über Jahre hinweg enorm viel Geld mit diesem Geschäftsmodell der Abzocke verdient. Glücklicherweise unterschätzen die Betrüger, daß das Medium Internet nicht vergisst und präsent ist. Heute, morgen, und auch übermorgen noch.

Samstag, 3. Oktober 2009

Open Office startet Offensive!

OpenOffice.org und Abofallen


Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die damit anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Doch leider sind uns gegen dubiose Anbieter kostenpflichtiger Downloads rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Doch leider können wir nicht so helfen". Um unsere Nutzer trotzdem vor Abofallen zu schützen, möchten wir mit dieser Seite über das Problem informieren und die Möglichkeit bieten, zweifelhafte Anbieter an uns zu melden.
Bitte beachten Sie unbedingt auch die rechtlichen Hinweise.

Ihr Download von OpenOffice.org führte zu einem ungewollten Abovertrag?

Hier finden Sie hilfreiche Informationen:

Sie wollen uns dubiose Download-Seiten mit OpenOffice.org melden?

Schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org und schildern Sie uns Ihren Fall. Welche Daten wir weiterleiten, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Mithilfe!

Weitere Informationen zum Thema

Sollte ein Link nicht mehr zu der richtigen Infoseite führen, teilen Sie uns das bitte in einer kurzen E-Mail an abgezockt@openoffice.org mit.

Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die mit zweifelhaften Downloadseiten anderen das Geld aus der Tasche ziehen

OpenOffice.org gibt es auch völlig kostenfrei und ohne Abo, zum Beispiel bei uns unter http://de.openoffice.org. Hinter dieser Software steht eine internationale Open-Source-Community, welche die Office-Suite seit Jahren verbessert. Dafür engagieren sich viele ehrenamtlich in ihrer Freizeit, und zahlreiche Unternehmen stellen Programmierer für das Projekt bereit. Auf diese Weise hat sich OpenOffice.org mittlerweile zur führenden freien Office-Suite entwickelt.

Leider lockt die Popularität eines Produktes auch dubiose Anbieter auf den Plan

Wer über eine Internet-Suchmaschine oder andere Links auf die Seiten eines solchen "schwarzen Schafes" gelangt, der merkt oft gar nicht, dass er mit dem Herunterladen von OpenOffice.org ein mehrjähriges Abonnement mit Kosten von mehreren hundert € abschließt. Schon bald flattert eine Rechnung ins Haus - mit unmissverständlichen Mahnungen und oft harschem Verweis auf Rechtsanwälte und Inkassounternehmen. Wird nicht bezahlt, machen diese Firmen Druck.

Dieses Gebaren geht auf Kosten unserer Nutzer und beschädigt unseren guten Ruf

Es bringt darüber hinaus das Ansehen und den Gedanken der freien Software in Misskredit. Aus all diesen Gründen warnen wir auf unserer Webseite vor diesen Praktiken, selbst Presse und Fernsehen weisen auf das Problem der Abofallen hin. Nur reicht das längst nicht aus, wie mittlerweile hunderte von Anfragen und Beschwerden Betroffener allein bei uns belegen.

Doch leider können wir Ihnen nicht so helfen, wie wir wollen

Einerseits sind uns rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Rechtliche Hinweise" weiter unten. Andererseits wird OpenOffice.org als freie Software unter der Lizenz LGPL vertrieben, die auch den Verkauf des Programmes erlaubt. Diese Lizenzpraxis fördert die Weiterentwicklung und Verbreitung des Programms. Aber genau an diesem Punkt klinken sich Internet-Abzocker ein, die häufig über dutzende von Firmen im Ausland verteilt sind. Dabei schaffen sie es sogar oftmals, den gesetzlichen Vorgaben weitgehend zu entsprechen, so dass es selbst für Polizei, Staatsanwaltschaft und Verbraucherschutz schwierig ist, einzugreifen.

Verbraucherschutzzentralen raten...

Reagieren Sie nicht auf Rechnungen, Mahnungen und Drohbriefe. Denn in der Regel kommt es, trotz großartiger Ankündigungen der Anbieter, zu keinem Gerichtsverfahren. Aber informieren Sie sich vorsorglich auch darüber, wann und wie Sie in anders gelagerten Fällen rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen. Dazu haben wir entsprechende Links für Sie zusammengestellt. Ergänzend tun wir das uns Mögliche, den Missbrauch des Namens OpenOffice.org weiter einzudämmen, und Sie können dabei mithelfen. Damit reduzieren Sie letztlich auch das Risiko, solchen Anbietern womöglich selbst einmal oder vielleicht erneut ungewollt auf den Leim zu gehen.

Wie können Sie konkret helfen?

Wir sammeln alle Hinweise auf dubiose Fälle und Internetseiten. Diese leiten wir an interessierte Suchmaschinen weiter, um so die Möglichkeit zu schaffen, zwielichtige Downloadseiten aus den Werbeeinblendungen zu entfernen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung in Form von Internetadressen entsprechender Anbieter. Wir brauchen aber auch Informationen wie Screenshots der entsprechenden Seite, Kopien von Rechnungen, Mahnungen, E-Mails usw. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen.

Sind Sie bereits von einem OpenOffice.org-Abzocker betroffen?

Auf dieser Seite haben wir Informationen für Sie zusammengestellt. Darunter Verhaltensweisen, wie beispielsweise die Empfehlungen der Verbraucherschutzzentralen.
Möchten Sie uns Ihren Fall melden? Dann schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Unterstützung!

Rechtliche Hinweise - bitte unbedingt lesen

  • Wir dürfen keine Rechtsberatung erteilen! Für qualifizierten juristischen Rat wenden Sie sich bitte an die Verbraucherschutzzentralen oder einen Rechtsanwalt.
  • Sämtliche zugesandten Fälle werden bei uns lediglich intern zum Zweck der Kenntnis über unseriöse Anbieter gespeichert. Keinesfalls geben wir dabei Ihre persönlichen Daten ungefragt an Dritte weiter, auch nicht an die Suchmaschinen.
  • So bemüht wir auch sind, es gibt leider keinen Rechtsanspruch und keine Garantie auf Abschaltung oder Verfolgung der betroffenen Anbieter.
  • Informieren Sie sich unbedingt - beispielsweise bei den Verbraucherzentralen oder einem Rechtsanwalt - wann und wie Sie rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen.
  • Wir werden niemals in Ihrem Namen mit den Anbietern kommunizieren. Etwaige Rechtsmittel können ausschließlich Sie einlegen, Erklärungen können ausschließlich von Ihnen gegenüber Ihrem "Vertragspartner" erfolgen!
  • Eine Meldung an uns hat insoweit keinerlei Rechtskraft.

Eine kleine Bitte zum Schluss

Es wäre bedauerlich, wenn dubiose Anbieter weiterhin dem Ruf von OpenOffice.org und freier Software im Allgemeinen schaden würden. Deshalb informieren Sie bitte Ihre Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen über dieses Problem und dass man etwas dagegen tun kann. Weisen Sie bitte auch darauf hin, wie man OpenOffice.org ohne Risiko von Abofallen downloaden kann - nämlich einfach und kostenfrei über die Homepage der Community unter http://de.openoffice.org

(Quelle: http://de.openoffice.org/abgezockt/)

Leider ohne Ton und in schlechter Bildqualität, aber im Kontext deutlich zu sehen, wie hier Internetnutzer in die Abofalle tappen (hier am Beispiel von Open Office):



Es versteht sich von selbst, daß ich bereits mit Florian Effenberger in engem Kontakt stehe. Immerhin nutzte mega-downloads.net auch Open Office als Lockmittel, um Nutzer in die Abofalle zu führen. An dieser Stelle erlaube ich mir den Hinweis, daß es sinnvoll ist, sich bei Open Office zu melden und dessen Aufruf zu folgen. Mehr dazu dann, wenn die Zeit für offizielle Informationen reif ist. Nur soviel: es wird spannend - und bald eine Bombe platzen.

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Dankeschön, Internet!


Oft verteufelt, häufig geliebt: das Medium Internet. In einem anderen Artikel beschrieb ich bereits die Macht, die von diesem Medium ausgeht und wurde in zahlreichen Beiträgen nicht müde zu betonen, daß es durchaus in der Lage ist Synergien zu bilden, Gleichgesinnte zusammenzuführen. Und auch heute muss ich, quasi gebetsmühlenartig, noch einmal darauf hinweisen.

Warum? Nun, die derzeitigen Entwicklungen gestalten sich durchaus positiv für uns in Sachen mega-downloads.net. Vieles wird nun nicht mehr sofort nach Kenntnis veröffentlicht, da es auch für mich zu taktieren gilt. Immerhin gilt es für mich erst einmal, die Klageflut zu bewältigen. Manch einer mag es "Law Hunting" nennen (ich tue es jedenfalls definitiv); aber das tangiert mich einfach nicht. Wer ein wenig im Thema ist und sich meinen Blog aufmerksam zu Gemüte führt wird schnell feststellen, daß die Klagen lediglich einen simplen Versuch darstellen, meine Glaubwürdigkeit in Frage zu stellen. Mögen die Abzocker so weitermachen - es ist einfach nur ein billiger Versuch, vom eigentlichen Thema abzulenken und mich mundtot machen zu wollen. Das wird nicht gelingen!

Ich jedenfalls habe das Medium Internet nie so geliebt wie zur Zeit des Gegenwindes durch die Abzocker. Warum? Nun, die Gegenseite nutzt das Medium zwar, um Leute abzuzocken und fühlt sich in der vermeintlichen Grauzone noch sicher - glücklicherweise unterschätzt sie aber zeitgleich das Medium an sich in ihrer ganzen Vielfalt. Richtig: es gibt eine funktionierende "Subkultur" fernab der Abzockbranche, die weitaus mächtiger ist.

Wollen wir wetten?

Mittwoch, 30. September 2009

Erneute Verlegung des Kammertermins (Arbeitsgericht Herford)

Heute erreichte mich ein Schreiben des Arbeitsgerichts Herford mit dem Hinweis, daß der für den 23. Oktober 2009 anberaumte Termin aus dienstlichen Gründen aufgehoben wurde. Neuer Termin ist nun am Freitag, 16. Oktober 2009 um 12.00 Uhr, Saal 1.

Dienstag, 29. September 2009

Thema Klageerwiderung: Aufruf an die Zeugen!

Mein Anwalt bereitet derzeit die Klageerwiderung(en) vor. Nun benötige ich von jenen, die bereits die Bereitschaft bekundet haben, sich als Zeugen zur Verfügung zu stellen, die ladungsfähigen Adressen. Einige liegen mir bereits vor, andere benötige ich noch. Über eine zeitnahe Zusendung per Mail würde ich mich also freuen. Die weitere Vorgehensweise erläutere ich den Involvierten gerne telefonisch oder auch per Mail. Vielen Dank vorab!

Hinweis: zu diesem Artikel gibt es nicht die Möglichkeit, Kommentare zu hinterlassen, da sich mein Aufruf lediglich an die involvierten Personen richtet und ich der Ansicht bin, daß die Abzocker, die gerne als "Anonym" schreiben, in diesem Beitrag nichts verloren haben. Danke für Ihr Verständnis!

L & H GmbH unter der Firmenanschrift nicht mehr erreichbar?

Täglich erreichen mich mehr Mails mit der Info, daß Einschreiben, welche an die L & H GmbH gerichtet wurden, als unzustellbar zurückgesandt wurden. Auch im Sat 1-Forum werden diese Stimmen lauter und lauter. Da hier definitiv auch Leser aus dem Raum Hannover mitlesen würde ich mich über eine Mitteilung freuen, ob an der Färberstr. 3 in Hannover überhaupt noch ein Firmenschild der L & H GmbH prangt oder ob die L & H GmbH mittlerweile, wie vermutet, ausgeflogen ist. Jene, die ein Einschreiben / Rückschein an die L & H GmbH sandten und den vorgenannten Hinweis erhielten möchte ich bitten, mir einen Scan per Mail zu schicken. Vielen Dank vorab!

Montag, 28. September 2009

Interessengemeinschaft gegen Internetabzocke

Wäre ich nicht im März diesen Jahres mehr oder weniger zufällig auf diesen Blog aufmerksam geworden, so wäre ich heute vermutlich noch immer als Strohmann einer der größten Internet-Abzockunternehmen tätig. Ich erwähnte bereits wie schwer es ist, hinter die Kulissen zu schauen, denn die Internet-Mafia versteht es vorzüglich zu verschleiern, eine vermeintliche heile und rechtlich korrekte Welt nach außen aufzubauen, insbesondere für Mitarbeiter gleichwelche Position sie auch inne haben. Eingeweiht werden offenbar nur jene, die im Rahmen ihrer Tätigkeit zum Ausdruck bringen, sie würden mitziehen. Offenbar erkennen die Macher recht schnell, wer zu ködern ist - und wer nicht. Immerhin haben sie ein Auge dafür. Oder aber sie glauben es zu haben, wie sich in meinem Falle zeigt.

Meine Recherchen weiteten sich seitdem aus, damit ich mir ein neutrales Bild verschaffen konnte - und ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle unter anderem aber im Besonderen an Adrian Fuchs von abzocknews.de, der als ausgewiesener Experte gilt und immer ein offenes Ohr für mich hat. Es gibt viele weitere Portale wie z.B. die BooCompany, Nicht Abzocken e.V., Rotglut.org, abofallen.biz, gomopa.net- die Liste könnte beliebig fortgeführt werden; unter anderem von den Seiten der Verbraucherschutzzentralen, diversen Rechtsanwälten, die sich vehement mit dem Thema Internetabzocke beschäftigen und teilweise sogar eine kostenlose Hotline eingerichtet haben.

Auch die Medien, ob nun Print oder TV, berichten und recherchieren zunehmend über das Geschäftsmodell der Abzocker, das öffentliche Interesse steigt rasant an in Form der Berichterstattung - und die Medien gleichwelcher Couleur tragen diesem öffentlichen Interesse Rechnung.

Und dennoch fallen tagtäglich wieder Internetnutzer auf die Masche herein.

Bis heute erreichten mich exakt 1.984 Mails seit Bestehen dieses Blogs. Bedenkt man, daß dieser erst seit dem 04.08.2009 online ist, so ist das schon beachtlich. Wer meldet sich - und warum? Mich erreichen viele Mails von Geschädigten, die stets die gleichen Fragen stellen (siehe FAQ), mich erreichen Mails von Juristen, die Tips und Ansätze geben, mich erreichen Mails von Unbeteiligten, die nicht verstehen können, wie eine solche Abzocke überhaupt möglich ist, mich erreichen Mails von Steuerberatern, Computer-Spezialisten, Privatdetektiven, Medienvertretern (Print, TV) und anderen Blogbetreibern, die sich ebenfalls dem Thema Abo-Abzocke verschrieben haben. Ich danke jedem einzelnen an dieser Stelle für die Tips, Infos, Recherchen und nicht zuletzt dem Zuspruch, weiterzumachen und sich nicht beirren zu lassen (Thema: Law Hunting). Und nicht zuletzt erreichen mich Mails von Insidern, die aufgrund der Berichterstattung bereit sind, nun auch auszupacken. Danke schön!

Aufgrund der Reaktionen möchte ich erneut über den virtuellen Tellerrand schauen. Was wäre, wenn sich diese bunte Mischung aus Interessierten zu einer Interessengemeinschaft zusammenfinden würde, wenn nicht jeder ambitionierte Blogbetreiber, Rechtsanwalt, Geschädigte, Medienvertreter, Verbraucherschützer, Computer-Spezialist oder Vertreter aus Politik und Wirtschaft dieser Interessengemeinschaft sein eigenes Süppchen kochen würde?

Nun, ich wage zu vermuten, daß eine Kanalisation dazu führen könnte, der Internet-Abzocke recht schnell ein Ende zu bereiten. Das Zusammenbringen von Kompetenzen, der zeitnahe Austausch von Informationen über den ständigen Wechsel von Firmennamen, Strohmännern, Firmengeflechten und weiteren Informationen würde in meinen Augen ein probates Mittel sein, schnell und effektiv zu reagieren. Hierbei soll jedes bestehende Portal selbstverständlich eigenständig bleiben, dem Nutzer hingegen EINE Plattform bieten, die es derzeit noch nicht gibt. Bündelung von Kompetenzen fände ich spannend.

Samstag, 26. September 2009

Bericht über ProInkasso GmbH im MDR

Da mich immer noch Mails zum Thema ProInkasso GmbH erreichen hier noch einmal ein weiterer Fernsehbericht (MDR um 12) verbunden mit der deutlichen Empfehlung, sich nicht einschüchtern zu lassen, wenn ein ach so hochwichtiges Schreiben der ProInkasso GmbH eintrifft:

Freitag, 25. September 2009

Ein Blick über den Tellerrand, oder: was wäre, wenn?

Zahlreiche Rechnungsempfänger in Deutschland, Österreich und der Schweiz schwören, nie auf der Seite mega-downloads.net gewesen zu sein und dennoch eine Rechnung erhalten zu haben. Privatdetektiv Christian Kölle hat zusammen mit RTL getestet, wie einfach es ist, an sensible Daten von Internetnutzern zu gelangen. Nachfolgend die beiden Beiträge:





Wagen wir einen Blick über den Tellerrand: was wäre, wenn auch im Geflecht um Megadownloads so verfahren würde? Es würde neben den Tricks mit den Landingpages erklären, warum das Geschäft auch heute noch offenbar rentabel ist und floriert. Ob tatsächlich innerhalb der Connection um Babenhauserheide & Co. so agiert wird oder wurde kann ich nicht beurteilen. Die Möglichkeit besteht jedenfalls - gerade in Hinblick auf die Tatsache, daß eigentlich jeder Mitarbeiter uneingeschränkten Zugriff auf die Kundendaten hatte. Das soll natürlich nicht von der Verantwortlichkeit derer ablenken, die dieses Geschäftsmodell (ich nannte es deutlich Wirtschaftskriminalitat und stehe dazu) betreiben, es könnte aber eine weitere Quelle sein, um die Einnahmen neben der bekannten kriminellen Masche noch weiter zu erhöhen. Was wäre, wenn?

Donnerstag, 24. September 2009

Abzocker unterliegen vor Gericht: Konten bleiben eingefroren

Wie heute die Neue Westfälische Zeitung titelt unterliegt Herr Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder vor dem Landgericht Hildesheim. Hier legte er nämlich im Auftrag der Abzocker Beschwerde ein, da die Konten der L & H GmbH seitens der Staatsanwaltschaft Hannover eingefroren wurden.

Dumm gelaufen: das Landgericht Hildesheim verwarf die Beschwerde, wie gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage der NW bestätigte. Hätte das Gericht die Konten freigegeben, so wären die Ermittlungen sicherlich erschwert worden. Die Entscheidung des Landgerichts Hildesheim zeigt hier deutlich, daß man nah dran ist, der Abzocke endlich ein Ende zu bereiten. Es sind desweiteren offenbar mehrere Verfahren im Kreis Herford gegen mehrere Personen anhängig wegen Verdachts des Betruges und der Geldwäsche.

Nun, ich erinnere in diesem Zusammenhang an die eidesstattlichen Versicherungen von Verkehrsanwalt Ralf Hasenbäumer, der bislang als Firmenanwalt rund um Babenhauserheide auftrat, im Rahmen des Erlasses der Einstweiligen Verfügung (ohne vorherige Anhörung) gegen mich seitens des Landgerichts Bielefeld. Hier verschwieg er wissentlich dem Landgericht Bielefeld, daß gerade erst ein Verfahren gegen Frank Babenhauserheide (Vorwurf: Geldwäsche) nach Hannover abgegeben wurde. Dies bestätigte übrigens der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der NW.

Ein Monolog, im Kausalzusammenhang, sei mir an dieser Stelle vergönnt:

Es ist schon beachtlich, wie Menschen  tatsächlich in der Lage sind, solche Wege zu gehen. Sei es nun ein Rechtsanwalt, ein Deutschland-Chef der Abzocke, Inkasso-Strohmänner oder andere. Das, was hier derzeit passiert, ist in gewisser Weise einzigartig und zeitgleich etwas, was permanent kopiert wird. Es ist perfide und krank. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dies nicht toleriert wird und der Kampf gegen diese Abzocke Sinn macht. Übrigens, werter Herr Verkehrsanwalt Hasenbäumer: dieses Urteil des LG Hildesheim wird nicht das letzte sein, welches auch Ihnen aufzeigt, an Ihre Grenzen gekommen zu sein. Wir sehen uns vor Gericht, nicht wahr?

Hinweis vom 25.09.2009: dieser Artikel wurde von mir nach dem erneuten Wunsch auf Unterlassung (Seite 1, Seite 2, Seite 3) verändert, da offensichtlich nicht Verkehrsanwalt Hasenbäumer derjenige war, der Widerspruch gegen den Beschlagnahmebeschluss der Konten einlegte, sondern Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder, Bielefeld. Selbstverständlich bin ich für diese Information dankbar und habe daher den Beitrag aktualisiert (auch, wenn sich thematisch nichts ändert).

Mittwoch, 23. September 2009

Endlich ist es soweit: Klageschrift angekommen - L & H GmbH ./. Frickemeier

Endlich liegt die seit Monaten angekündigte Anklageschrift vor - und entpuppt sich als lächerliches Windei. Die Klage lautet auf "Schadenersatz", nicht, wie ach so wichtig und gebetsmühlenartig seitens des "Rechtsanwaltes" Ralf Hasenbäumer in den Medien propagiert, auf Unterschlagung. Interessant ist dabei der Umstand, daß in der Klagebegründung nicht ein Wort in Richtung Fritzmann / InQnet, Wien verloren wird. Es soll dem Gericht weisgemacht werden, daß angeblich Helmut Steffel Überblick über die Konten gehabt hätte.

Es ist schon sehr einfältig, den Versuch zu unternehmen, erneut zu verschleiern und einen Strohmann á la Steffel zu erwähnen; billig geradezu. Nicht weniger amüsant sind die benannten Zeugen:
  • "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer
  • Frank Babenhauserheide
Falls nun jemand der Ansicht ist, die Listenfunktion wäre defekt: nein, exakt diese beiden "Persönlichkeiten" sind in der Klage als Zeugen angegeben. Neben einem Mitarbeiter der Dresdner Bank, der bestätigen wird, daß ich Barabhebungen (die ich nie bestritten habe) vorgenommen habe.

Ich werde nun die Klageerwiderung in Angriff nehmen, nachdem sich mein Zwerchfell beruhigt hat. Natürlich werde ich anwaltlich vertreten werden, alleine aufgrund der Tatsache, daß die Klage vor dem Landgericht Bielefeld (Aktenzeichen: 5 O 322/09) anhängig ist muss ein Rechtsanwalt mit im Boot sein.

Ab morgen geht es in die Offensive (ja - das hier bislang ist nur Geplänkel gewesen) - und morgen gibt es eine weitere, erfreuliche Meldung kundzutun. Heute halte ich mich nach Absprache aber noch bedeckt. Nur soviel: es wird eng für die Abzocker!

Offener Brief: Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Neuber!

Ich freue mich darüber, daß Sie fleissiger Leser meines Blogs sind, so wie ich mich über jeden einzelnen Leser freue, egal aus welchem Lager er kommt. Immerhin herrscht in Deutschland Demokratie, es gibt glücklicherweise das Recht auf freie Meinungsäusserung und nicht zuletzt finde ich die Tatsache spannend, mit Menschen unterschiedlicher Meinungen und Ansichten in den offenen Dialog zu treten.  Das macht für mich unter anderem Demokratie aus.

Ich habe Ihrem Wunsch entsprechend den direkten (!) Link zu dem Satire-Beitrag (er wurde als solcher explizit formuliert) entfernt. Ihrer neuen Forderung, die mich per Fax erreichte, werde ich aber zunächst nicht nachkommen, da Sie eine für mich nicht nachvollziehbare Vermutung in den Raum stellen. Sie schreiben nämlich von einer "liebevollen, aber sicherlich rechtswidrigen Betrachtung dieses Herren".

Zugegebenerweise bin ich nun ein wenig verwirrt, denn ich bin kein Jurist. "Liebevoll" und "rechtswidrig" schließt sich aber meinem Rechtsempfinden  zufolge irgendwie aus. Sehen Sie das anders? War es vielleicht nur unglücklich formuliert? Falls dem so sein sollte, so gebe ich Ihnen gerne die Möglichkeit, Ihre Ausführungen erneut zu formulieren und mir darzulegen, wie sich die Rechtswidrigkeit aus Ihrer geschätzten Sicht nun tatsächlich darstellt. Nichts liegt mir nämlich ferner, als mir rechtswidrige Inhalte zu eigen zu machen!

Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Claus Frickemeier

Dienstag, 22. September 2009

Vorsicht, Satire!


Ich lese ja nun häufig auf anderen Portalen, die sich mit dem Thema Megadownloads oder auch sonstiger Internet-Abzocke beschäftigen. Lesen bildet nämlich. Heute abend habe ich erstmals meine Tastatur mit heißem Kaffee versaut, weil mich diese Satire losprusten ließ:


Auch, wenn ich an dieser Stelle deutlich betone, daß mir die Schreibweise der Anti Abzock Zentrale (erreichbar unter der URL: http://www.antiabzockzentrale.co.cc) einfach nicht schmeckt (sorry, Jungs!) und ich mich davon deutlich distanziere, so halte ich den Beitrag inhaltlich für großes Kino, rein thematisch betrachtet. Nun, die Tastatur ist wieder sauber und ich widme mich den weiteren Recherchen. Heute scheint der Tag der Satire zu sein, wie sich auch hier nachlesen lässt. Man muss auch mal gute Miene zum bösen Spiel machen ;-)

Sie fragen sich, warum ich soeben die direkten Links entfernt habe? Nun - mich erreichte eine Mail des Rechtsanwaltes Andreas Neuber,  und zwar mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrter Frickemeier,

auf Ihrem bekannten Blog haben Sie einen Beitrag "Vorsicht Satire!" eingesetzt. In diesem Beitrag verlinken Sie direkt auf die Seiten der sog. "Antiabzockzentrale".

Auf diesem Blog und auch in diesem Beitrag werden Bilder (Fotomontagen) von mir ohne (!!) meine Einwilligung eingestellt. Dies ist nach §§ 20 ff KUG unzulässig und rechtswidrig. Dadurch, dass Sie direkt dorthin verlinken, machen Sie sich die rechtswidrigen Inhalten zu eigen.

Ich bitte Sie, dies sofort zu unterlassen.

--
Mit freundlichen Grüssen
Andreas Neuber
Rechtsanwalt
www.pnw.de

Selbstverständlich bin ich Ihrer Bitte sofort nachgekommen und habe die direkten Verlinkungen umgehend entfernt.  Was natürlich nichts an der Tatsache ändert, daß diese Satire dennoch lesenswert ist - und auch ohne direkten Link lesenswert bleibt.

Mahnungen der ProInkasso GmbH - oder: jedem seinen Hasenbäumer!

Was passiert im Rahmen geplanter Inszenierungen rund um die Mahn- und Drohkulisse, wenn Geneppte von Megadownloads nicht auf die Inkassoschreiben reagieren? Genau: es folgt ein hochwichtiges Rechtsanwaltsschreiben, in dem der Druck noch einmal erhöht wird in der Hoffnung, daß der Geneppte eingeschüchtert seine Zahlung vornimmt. Aktuell übernimmt diese Rolle die Schwester des Betreibers der ProInkasso GmbH, "Rechtsanwältin" Kristina Straßburg. Ist "Rechtsanwalt" Olaf Tank etwa aus dem Rennen? Immerhin schreibt er für die anderen Abzock-Projekte, für die die ProInkasso GmbH ansonsten mahnt, doch die hochwichtigen Schreiben. Apropos "Rechtsanwalt" Olaf Tank:

Wie Abzocknews.de berichtet, ist die "Kanzlei" nicht nur umgezogen, sondern hat auch still und heimlich noch eben zwei englische Limited´s gegründet, in denen er als Director eingetragen ist. Wer sich ein wenig mit den Strukturen und der Art und Weise der Kooperation zwischen Betreibern, Strohmännern, Inkasso-Unternehmen und involvierten Rechtsanwälten beschäftigt der dürfte zum Ergebnis kommen, daß uns Großes bevorsteht...

Samstag, 19. September 2009

Anonyme Zusendung einer CD


Wer auch immer mir diese CD per Post schickte: ich bedanke mich an dieser Stelle recht herzlich für die Zusendung! Der Inhalt wird derzeit ausgewertet, erste Ergebnisse lassen auf einen Insider schließen, der offenbar schon lange mit dem Thema mega-downloads.net betraut ist.
Den Inhalt der CD werde ich nach Abschluss der weiteren Recherchen gerne bekanntgeben. In der Zwischenzeit würde ich mich zwecks Einordnung freuen, wenn sich derjenige, der sich die Mühe machte, mir diese CD zu brennen und zuzusenden vielleicht noch einmal per Mail mit mir in Verbindung setzen würde. Die Stadt, in der die Zusendung aufgegeben wurde, lässt gewisse Rückschlüsse zu. An dieser Stelle bitte ich um Verständnis, daß ich (sollte sich der Zusender melden) nicht weiter ins Detail gehen kann. Schließlich könnte nun jeder per Mail behaupten, der Versender zu sein. Wie gesagt: über eine erneute Kontaktaufnahme würde ich mich freuen - und Quellenschutz ist definitiv zugesichert!

Slapstick: BWL Letter & Support GmbH drängelt in perfekter (?) Ausdrucksweise

Heute erreichte mich ein Schreiben (Seite 1, Seite 2) des Arbeitsgerichts Herfords zur Kenntnisnahme in Sachen Unterlassungsklage durch die BWL Letter & Support GmbH, welche am 06.11.2009 vor dem Arbeitsgericht Herford verhandelt werden soll. Ich komme nicht umhin, bei der Art und Weise der Formulierungen und Orthographie in diesem Zusammenhang von einem Slaptick zu sprechen, der in seiner unfreiwilligen Komik kaum zu toppen sein dürfte. Man möge sich die schriftlichen Vorträge des Rechtsanwaltes Türcke Satz für Satz auf der Zunge zergehen lassen. Ich ergehe mich nicht in Interpretationen zu Sätzen wie:


"Es muss davon ausgegangen werden, dass der Beklagte bei jeder Aktion weiterhin im Internet kommentiert und den Ruf, das Ansehen des Geschäftsführers und der Firma weiterhin bis dahin schädigt..."
oder:
"Es wird höflich gebeten, doch zu prüfen, ob nicht ein zeitlich näherer Kammertermin ausnahmsweise, notfalls an schon bisher verfügte Termine, "angehängt" werden kann?!"
oder:
"Der Antragsteller und der Unterzeichner wären dafür äußerst dankbar, dann es drohen täglich bis dahin in den nächsten 50 Tagen bis dahin weitere gegnerische, negative Internet-Veröffentlichungen, Verächtlichmachungen, Firmen-Schädigungen, etc -wie bisher..."

Werter Herr Alleinunterhalter und Geschäftsführer Brandes, Sie sollten sich langsam aber sicher mit dem Recht auf freie Meinungsäusserung vertraut machen und aufhören, rumzujammern. Haben Sie gar Angst, daß mir in diesen 50 Tagen noch mehr beweisbare Informationen zugespielt werden und meine Recherchen noch weiter führen, als sie bereits gelangt sind? Ich freue mich jedenfalls auf ein Wiedersehen vor Gericht mit Ihnen und kann Ihnen schon heute versprechen, daß nicht nur ich mich freue.

Donnerstag, 17. September 2009

Bayrische Polizei warnt vor ProInkasso GmbH

STRAUBING. Bereits über das gesamte Jahr 2009 wandten sich Bürgerinnen und Bürger aus Niederbayern an die Polizei, da sie vermeintlich, unberechtigte Forderungen der "Proinkasso GmbH" erhielten.

Während sich die registrierten Fälle im ersten Halbjahr auf maximal zwei pro Monat beschränk-ten, konnte in den Monaten Juli und August ein leichter Anstieg der bei der Polizei gemeldeten Fälle verzeichnet werden. Im Rahmen der Anzeigenerstattungen werden regelmäßig Inkasso-schreiben der Proinkasso GmbH vorgelegt.

Die Forderungen der Proinkasso GmbH bewegen sich in der Regel zwischen 100,- und 180,- Euro. Im jüngsten Fall tritt die Proinkasso GmbH für eine Firma CC PROFI ein, welche in ihrer Forderung einen Vertragsabschluß per Telefon für ein Gewinnspiel zugrunde legt. Im Falle einer Nichtbezahlung verweist die Proinkasso GmbH auf Möglichkeiten wie Mahnbescheid, Vollstrek-kungsbescheid, Zwangsvollstreckung und Pfändung.

Gegenstand der Proinkasso GmbH ist grundsätzlich die Einziehung von Forderungen im Rahmen einer Inkassotätigkeit. Aus den Schreiben der Proinkasso GmbH wird deutlich, dass es sich um eine Forderung einer Fremdfirma gegen den Adressaten des Schreibens handelt. Neben Tele-fonangeboten spielen aber auch Forderungen bezüglich Internetdiensten eine gewichtige Rolle. Auch hier tritt die Proinkasso GmbH für Fremdfirmen in Erscheinung. Die Forderungen werden ohne jeden Anlass und beabsichtigt gestellt.

Internetdienste werden zwischenzeitlich für nahezu alle Kategorien angeboten. Diese können sich im ersten Moment als gratis tarnen und später dann als kostenpflichtig herausstellen. Jedoch befinden sich neben schwarzen Schafen natürlich viele seriöse Anbieter auf dem Markt. Schauen Sie sich deshalb Angebote vor dem Download oder einer Registrierung sehr genau an. Dies gilt insbesondere für die sogenannten AGBs (Allgemeine Geschäftsbedingungen).

Die Polizei rät:

Prüfen Sie derartige Forderung genau. Schließen Sie zunächst aus, dass weitere im Haushalt lebende oder zugangsberechtigte Personen die veranschlagten Dienste in Anspruch genommen haben. Falls notwendig fordern Sie Unterlagen, welche die Forderung der Proinkasso GmbH begründen, ein. Dokumentieren Sie alle eigenen Handlungsschritte genau und nachvollziehbar.

Sollten Sie dennoch auf ein unseriöses Angebot hereingefallen sein, können Sie gegen eine unberechtigte Forderung Widerspruch einlegen. Lassen Sie sich grundsätzlich nicht durch Mahnungen oder Drohungen durch ein Inkassobüro aus der Ruhe bringen. Gehen Sie nicht z.B. aus Unkenntnis oder Angst voreilig auf vorgeschlagene Ratenzahlungen ein. Suchen Sie gegebenenfalls Rat bei einem Rechtsbeistand. Auch die örtlichen Verbraucherschutzzentralen können Ihnen hier beratend zur Seite stehen.

Im Rahmen der Telefonwerbung möchte Sie die Polizei auf die geänderte Rechtslage hinweisen.

Nach dem neuen Recht wird klar­ge­stellt, dass ein Wer­be­an­ruf nur zu­läs­sig ist, wenn der An­ge­ru­fe­ne vor­her aus­drück­lich er­klärt hat, Wer­be­an­ru­fe er­hal­ten zu wol­len. Weiter dürfen An­ru­fer bei Wer­be­an­ru­fen ihre Ruf­num­mer nicht mehr un­ter­drü­cken, um ihre Iden­ti­tät zu ver­schlei­ern. Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher erhielten auch mehr Mög­lich­kei­ten, Ver­trä­ge zu wi­der­ru­fen, die sie am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Ver­trä­ge über die Lie­fe­rung von Zei­tun­gen, Zeit­schrif­ten und Il­lus­trier­ten sowie über Wett- und Lot­te­rie-Dienst­leis­tun­gen kön­nen künf­tig wi­der­ru­fen wer­den, so wie es heute schon bei allen an­de­ren Ver­trä­gen mög­lich ist, die Ver­brau­cher am Te­le­fon ab­ge­schlos­sen haben. Weitere Informationen zur geänderten Rechtslage können Sie auch über das Internet z.B. beim Bundesministerium der Justiz abrufen.
(Quelle: http://www.polizei.bayern.de/muenchen/news/presse/aktuell/index.html/101687)

Mittwoch, 16. September 2009

Neuer Betreiber, neue Drohungen: bitte auf der virtuellen Zunge zergehen lassen!

Die bisherige gewaltige Droh- und Mahnkulisse in Form massiver Einschüchterung geneppter "Kunden" von mega-downloads.net wird aktuell noch einmal getoppt und erreicht meiner Auffassung nach spätestens jetzt Züge, die um rechtliche Bewertung schreien. Beispiel gefällig?

Ein Opfer schrieb heute eine Mail an mega-downloads.net sowie an die ProInkasso GmbH mit dem Hinweis, er würde nicht einen Cent bezahlen. Die Antwort erfolgte prompt:

"Sehr geehrter Herr .....,

da Sie nun auch nach mehreren Zahlungsaufforderungen in Zahlungsverzug geraten sind, haben wir unser Inkassobüro beauftragt die Forderung gegen Sie zu übernehmen. Daher können wir Ihren Kundenakt nicht mehr einsehen.
Wir ersuchen Sie demnach bei Unklarheiten bezüglich des Vertrags oder der Forderung sich an das entsprechende Inkassobüro zu wenden.


Im Falle wenn Sie uns bei der Polizei anzeigen, werden wir selbstverständlich mit der Polizei kooperieren um dieses Missverständnis schnellstmöglich zu bereinigen.
Durch das Auflegen unserer Geschäftsbedingungen wird die Polizei feststellen, dass alles mit rechten Dingen abläuft.

In diesem Fall werden Sie aufgrund einer falschen Anzeige, angezeigt werden.
-- Mit freundlichen Grüßen,"

Ihr Mega-Downloads.net Support Team http://www.mega-downloads.net


(Quelle: Sat 1 - Forum)

Diese Art der Drohung und Einschüchterung erreicht definitiv eine neue Qualität, der Druck wird massiv erhöht und ich kann nur jedem Geschädigten raten, sich von solchem Blödsinn nicht beeindrucken zu lassen.

Akte 09 vom 15.09.2009 auf YouTube

Abzocker sind medienscheu. Warum eigentlich?

Bedenkt man, daß in den Medien Werbung zur besten Sendezeit teuer bezahlt werden muss und doch eigentlich das Motto "Wer nicht wirbt, der stirbt!" gilt stellt sich zwangsläufig die Frage, warum ein Herr "Rechtsanwalt" Hasenbäumer oder auch der Geschäftsführer der Collector GmbH, Bernd Rogalski, dieses Angebot von Sat 1 nicht dankend angenommen hat. Immerhin wäre die Möglichkeit gewesen, kostenlos (!) ansonsten teuer bezahlte Werbung zu machen oder die jeweiligen Unternehmungen zumindestens ins rechte Licht zu rücken.

Anstatt jedoch diese Möglichkeit zu nutzen versteckten sich beide und verbaten sich sowohl Ton- als auch Bildaufnahmen. Der sonst so rhetorisch geschickte "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer bat um Verständnis, er sei nicht medienerfahren (bin ich auch nicht, bye the way!), Collector-Strohmann Bernd Rogalski setzte hingegen noch einen oben drauf: ein Fax an die Akte-Redaktion mit der Bitte, mir doch Fragen zu stellen, die ich selbstverständlich vor laufender Kamera beantwortete . Meine Herren: besser kann man sich einfach nicht blamieren. Einerseits tausende vermeintliche Kunden einschüchtern mit einer gewaltigen Mahn- und Drohkulisse, andererseits nicht den Arsch Hintern in der Hose zu haben, klar Stellung zu beziehen. Immerhin hätten Sie die Möglichkeit gehabt, erschöpfend Auskunft zu geben - und Ihr Firmengeflecht zu erklären. Ups, ich vergaß: da gibts ja noch den Maulkorb von Frank Babenhauserheide. Immerhin sitzt ihm offensichtlich Dr. Robert Fritzmann im Nacken und Sohnemann Valentin bangt um seine Projekte. Eine verfahrene Kiste, oder?

Mein Fazit: Peinlich, setzen, 6!

Dienstag, 15. September 2009

Akte 09 berichtet weiter: heute abend, 22.20 Uhr auf Sat 1


Wer nun dachte, daß ich mich von der Drohkulisse und dem Law Hunting beeinflussen lasse, den muss ich leider erneut enttäuschen. Stattdessen empfehle ich den Lesern, heute abend um 22.20 Uhr Sat 1 / Akte 09 zu schauen, denn es geht definitiv in Form der Berichterstattung weiter.

Es wäre ja noch schöner, wenn sich die Nutzlosbranche dadurch freirudern könnte, in dem sie versucht, Kritiker durch das Überziehen mit Klagen mundtot zu machen. Sorry, das funktioniert mit mir leider nicht. Mögen sich die Abzocker an diese Tatsache gewöhnen.

Montag, 14. September 2009

Hat Fritzmann Megadownloads verkauft?

In den letzten Tagen häufen sich anonyme Hinweise, die mich per Mail erreichten, daß Valentin Fritzmann (InQnet GmbH, Wien) das Projekt mega-downloads.net verkauft haben soll. Die Hinweise verdichten sich, daß der neue Besitzer offensichtlich ein alter Bekannter ist: Christopher Metz, Wien/Dubai. Immerhin verkaufte dieser das Abzockprojekt damals an Valentin Fritzmann; man könnte also von einem Rückkauf sprechen. Die aktuellen Entwicklungen im Firmengeflecht sprechen eine deutliche Sprache und lassen erste Rückschlüsse zu. Ich werde weiter recherchieren und berichten.

(wird fortgesetzt)

Interview mit Rechtsanwalt Bender zu seinem Gutachten über Megadownloads

Hallo, Herr Bender. Zunächst einmal vielen Dank, daß Sie sich für  dieses Interview Zeit genommen haben. Sie erstellen im letzten Jahr ein Gutachten zum Thema Megadownloads.  Wer gab dieses Gutachten in Auftrag und was sollte durch Ihr Gutachten bewiesen werden?
Zunächst weise ich darauf hin, dass ich als Anwalt zur Verschwiegenheit verpflichtet bin. Da das Gutachten von der damaligen Mandantin selbst veröffentlicht wurde, gehe ich aber davon aus, dass hier keine Einwände entgegenstehen. Das Gutachten wurde von der damaligen Betreiberin von www.mega-downloads.net im April 2007 in Auftrag gegeben. Es ist also inzwischen 2 Jahre alt. Es sollte Stellung dazu genommen werden ob die Seite www.mega-downloads.net die gesetzlich vorgeschriebenen Pflichtangaben in der geforderten Art und Weise enthält.

Es ging also lediglich um die Startseite von mega-downloads.net, auf der bekanntlich deutlich auf die Kostenpflicht hingewiesen wurde?
Ja. Es ging im Grunde genommen darum, ob bei einer Anmeldung des Nutzers über die Seite www.mega-downloads.net ein Vertrag zustande kommt.

Im November 2008 stand in Ihrer Kanzlei plötzlich und unerwartet Sat 1 / Akte 09 vor der Tür. Fielen Sie aus allen Wolken?
Das nicht gerade, aber ich war schon sehr überrascht.

Wussten Sie, daß Ihr Gutachten dazu missbraucht wurde, den geneppten Kunden von Megadownloads Seriosität vorzugaukeln? Immerhin wurde es zeitweise als Anhang mit verschickt.
Nein, das war mir erst später bekannt geworden, als mir von Rechnungsempfängern, die auch das Gutachten erhielten, davon berichtet wurde. Nach Erstellung des Gutachtens im Jahre 2007 hatte ich keinen Kontakt mehr zu der Mandantin.

Erlebten Sie Reaktionen auf dieses Gutachten, und falls ja, wie haben Sie darauf reagiert?
Es gab einige Rückmeldungen. Ich erhielt Anrufe von Rechnungsempfängern, die aufgrund des beigefügten Gutachtens der Meinung waren, ich sei mit dem Forderungseinzug beauftragt. Ich habe deshalb die damalige Mandantin gebeten, das Gutachten nicht in dieser Weise zu verwenden.
 
Heute ist bekannt, daß die wenigsten Nutzer über die eigentliche Startseite von Megadownloads in die Abofalle tappten, sondern vielmehr über sogenannte "Landingpages", die eben keine Kostenpflicht auswiesen. Wie beurteilen Sie dies nun im Kontext?
Ob das so war, kann ich nicht beurteilen. Wenn jedoch auf die Kostenpflicht nicht hingewiesen wird, handelt es sich um eine Abo-Falle. Ich lasse mich ungern für solche Zwecke einspannen.

Würden Sie mit Ihrem heutigen Kenntnisstand erneut ein solches Gutachten erstellen?
Es ist Teil meiner Arbeit, Rechtsgutachten zu erstellen. Ich bin seither jedoch bei der Auswahl der Aufträge etwas vorsichtiger. Ein solches Gutachten wird es von mir nicht mehr geben. Wie gesagt, ich lasse mich nicht gerne für solche Zwecke einspannen.

Möchten Sie meinen Lesern sonst noch etwas mitteilen?
Letztendlich muss der Internetnutzer darauf achten, wem er seine persönlichen Daten übermittelt. Hier wird oft zu sorglos gehandelt. Betreiber von Abo-Fallen profitieren davon, dass die Nutzer ihre persönlichen Daten unüberlegt preisgeben. Ich kann hiervor nur warnen.

Herr Rechtsanwalt Bender, ich bedanke mich für das Interview!

Neuer Geldeintreiber für Megadownloads

Es muss schon so richtig gescheppert haben im Netzwerk um Babenhauserheide, Rogalski und Fritzmann. Nicht anders ist zu erklären, daß der Forderungseinzug für die Mega-Abzocke nun nicht mehr über die Collector GmbH betrieben wird. Still und heimlich gibt es aktuell einen neuen Geldeintreiber:

Proinkasso GmbH, Rodenbacher Chaussee 6, 63457 Hanau.

Wer ist diese Proinkasso GmbH? Nun, man möge sich hier, hier oder hier über das Inkasso-Unternehmen informieren. Was wird nun aus der Collector GmbH und der L & H GmbH? Hat Babenhauserheide den doch so lukrativen Auftrag freiwillig abgegeben oder sind die Herren aus Wien nun mit ihrer Geduld mit dem Kalletaler Pferdehändler endgütig am Ende? Wie auch immer: es ist schon bezeichnend, wenn ausgerechnet die Proinkasso GmbH nun zum Eintreiber mutierte. Offensichtlich ist das Unternehmen noch schmerzbefreiter als Babenhauserheide & Co.

Übrigens: auch dieses aktuelle Konto, welches in den Mahnschreiben angegeben ist, wurde bereits seitens der Staatsanwaltschaft Hannover eingefroren.

Herr "Rechtsanwalt" Hasenbäumer, nun wird es eng!

"Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer hat, wie berichtet, drei eidestattliche Versicherungen gegenüber dem Landgericht Bielefeld abgegeben, um im Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen mich zu verhindern, daß es zu einer mündlichen Verhandlung kommt. Das ist ihm dummerweise gelungen. Das Gericht prüfte offensichtlich die gemachten Angaben nicht, denn sonst wären diverse Ungereimtheiten (um nicht zu sagen: klare Lügen) aufgefallen, die ich hiermit in den Fokus stelle:

Ohne mich bereits jetzt in Details verlieren zu wollen sei erwähnt, daß hier nachweisbar bewusst falsche eidesstattliche Versicherungen abgegeben wurden - und das werde ich beweisen. Falls Sie, werter (?) Herr "Rechtsanwalt" tatsächlich glauben, alleine Ihr Berufsstand würde ausreichen, selbst die Gerichte belügen zu können, so dürfte das nur kurzfristig der Fall sein. Um nur ein Beispiel zum Thema "alle Verfahren gegen Babenhauserheide aufgrund erwiesener Unschuld eingestellt" zu nennen zitiere ich gerne aus dem Artikel der Neuen Westfälischen Zeitung, in der es heißt:

"Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld bestätigte, wurde Mitte August ein Verfahren gegen ihn wegen Geldwäscheverdachts nach Hannover abgegeben, wo nun die Hauptermittlungen laufen."






Die geneigte Leserschaft mag für sich entscheiden, wie sich die eidesstattlichen Versicherungen des Herrn "Rechtsanwaltes" lesen. Leider habe ich ja derzeit noch den virtuellen Maulkorb des Landgerichts Bielefelds, allzu gerne würde ich weitere Beweise hier posten. Nun, ich werde sicher nicht den Fehler machen, mich nicht an die Untersagung zu halten und werde stattdessen meine Rechtsmittel ausschöpfen.

Samstag, 12. September 2009

Gerücht: inside-megadownloads.net nach Dubai verkauft!?

Zugegeben: der Ansatz ist sicher reizvoll. Wie einfach wäre es, eine Briefkastenfirma in Dubai zu eröffnen, um sich der Rechtsverfolgung durch die deutschen Behörden zu entziehen? Das funktioniert ja offensichtlich seit Jahren für die Nutzlosbranche. Es wäre sicher ein probates Mittel, um dem Law Hunting durch Hasenbäumer & Co. zu entgehen. Mögen sich die Gerichte Gedanken darüber machen, warum ich eben dieses NICHT tun werde. Rein der Form halber sei also mitgeteilt, daß dieser Blog in Deutschland bleiben wird und sich auch der Betreiber nicht ändert. Während das mafiös anmutende Netzwerk rund um Babenhauserheide hektisch umgebaut wird, um erneut zu verschleiern, wird hier alles beim alten bleiben. Versprochen.

Beschluss des LG Bielefeld: Einstweilige Verfügung OHNE mündliche Verhandlung

Unter dem Aktenzeichen 5 O 300/09 hat die 5. Zivilkammer des Landgerichts Bielefeld, vertreten durch den Vorsitzenden als Einzelrichter, Herrn Grünhoff, den Beschluss verfügt, daß ich einige Äusserungen gegen Herrn "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer umgehend zu entfernen habe. Hier der Beschluss im Original: Seite 1 - Seite 2 - Seite 3. Dem Landgericht Bielefeld reichten offenbar gleich drei eidesstattliche Versicherungen, die "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer abgab, um die mündliche Verhandlung zu verhindern.

Ich werde selbstverständlich der Verpflichtung, diese Passagen aus meinem Blog zu entfernen, nachkommen, allerdings nicht ohne den Hinweis darauf, daß ich mir weitere Schritte gegen den "Rechtsanwalt" vorbehalte. In Betracht kommen so manche Möglichkeiten, sich gegen diese Zensur zu wehren und ich hätte mich gefreut, wenn mir das Landgericht Bielefeld die Möglichkeit gegeben hätte, Zeugen präsentieren zu dürfen, die meine gemachten Äusserungen über Herrn "Rechtsanwalt" Hasenbäumer untermauern. Nun, was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin gibt es unter anderem auch die Möglichkeit des Widerspruchs - und auch eine Beschwerde gegen Hasenbäumer beim OLG Hamm wäre vermutlich sinnvoll. Ich werde mich am kommenden Montag mit so manchen Institutionen in Verbindung setzen und dann schauen wir mal weiter...

Freitag, 11. September 2009

Aufruf an die (ehemaligen) Mitarbeiter zum Thema Skype!

Im Firmengeflecht erhielt jeder neue Mitarbeiter den Auftrag, sich bei Skype anzumelden, um die Kommunikation untereinander zu führen. Immerhin galt es, sich zwischen Herford, Vlotho, München und Wien regelmässig auszutauschen, und auch hausintern war es sinnvoll, vom PC aus mal eben eine Rückfrage zu stellen, ohne dafür den Arbeitsplatz verlassen zu müssen. Effizienz pur, begrüssenswert.

Viele Mitarbeiter hatten bereits einen Skype-Account, der dann entsprechend genutzt wurde, in dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der verschiedenen Firmen der Kontaktliste hinzugefügt wurden. Nachdem in der groß angelegten Bespitzelungsaffaire die Mitarbeiter genötigt wurden, u.a. ihre Skype-Zugangsdaten zu offenbaren erreichen mich heute Hinweise von zwei ehemaligen Mitarbeiterinnen, die offensichtlich nicht nur firmenbezogen bespitzelt wurden. Da sich auch private Kontakte und Chatmitschnitte in deren Skype-Account befanden, mit denen sie ausserhalb der Arbeitszeit kommunizierten, konnten die Abzocker auch munter private Dialoge mitlesen und haben das sicherlich auch getan. Doch damit nicht genug: in mindestens 2 Fällen wurden gar die Skpye-Accounts gekapert, in dem die Abzocker gar das Passwort in den jeweiligen Accounts änderten und so theoretisch in der Lage waren, unter dem Namen der ehemaligen Mitarbeiter online zu sein.

Daher mein Aufruf an alle (ehmaligen) Mitarbeiter: überprüfen Sie bitte im eigenen Interesse, ob Ihr Passwort ebenfalls klammheimlich geändert wurde und informieren Sie mich. Bedenken Sie: auch, wenn Sie selber nicht online sind, so kann Ihnen jeder, der in Ihrer Kontaktliste steht, dennoch Mitteilungen zukommen lassen, die dann seitens derjenigen, die Ihren Skype-Account gestohlen haben, gelesen werden - und weiterhin kann unter Ihrer Identität geschrieben werden. Wie das Ganze rechtlich zu bewerten ist überlasse ich den Juristen. Für mich persönlich ist das ein Skandal.

Interessant in diesem Zusammenhang:

Aus meiner Kontaktliste haben sich manche Kontakte verabschiedet. Offensichtlich soll ich in der Kontaktliste nicht einsehen können, wann wer online ist. Namentlich handelt es sich um folgende Kontakte:
  • Hasenbäumer
  • Heike_BHH
  • Holger Brandes
  • IDS_253
  • Janzen_BWL
  • Jennifer Obermeyer_collector
  • Kirsten Kraeter
  • Martin Kraeter
  • Müller
  • nina_fansel
  • piwen_ids
  • rogalski1964
  • sarah_ssc
Ein Schelm, wer Böses denkt. Bei letzterem Pseudonym bin ich mir sehr sicher, daß selbiger den Kontakt definitiv nicht ihrerseits beendete, immerhin klagt sie derzeit sowohl gegen die IDS Wirtschaftsdienste als auch gegen die BWL Letter & Support GmbH und wir stehen daher in Kontakt. Bei anderen verstehe ich allerdings, daß sie sich nicht in die Karten schauen lassen wollen und den Kontakt über Skype aus Sicherheitsgründen cancelten. Immerhin sind nicht wenige Namen dabei, die in diesem Blog besondere Bedeutung zugemessen wird.

Interview mit einer gekündigten Mitarbeiterin

Hallo Frau S.*), vielen Dank, daß Sie sich die Zeit für dieses Interview nehmen!

Sie waren Mitarbeiterin der BWL Letter & Support GmbH und in meiner Abteilung ("Müller-Projekte") tätig. Wie wurden Sie eigentlich auf  dieses Unternehmen aufmerksam und in welcher Funktion wurden Sie eingestellt?
Als ich im Herbst 2008 auf der Suche nach einer neuen Anstellung war, erzählte mir eine Bekannte das bei Ihr in der Firma noch Bürokräfte gesucht werden. Sie sprach mit einem Ihrer Vorgesetzten und bereits am nächsten Tag hatte ich ein Vorstellungsgespräch mit Frau Ihle und Herrn Brandes, unter dessen Leitung ich arbeiten sollte. Bereits zu Beginn der kommenden Woche konnte ich Probearbeiten und dann auch sofort anfangen. Mein Aufgabenbereich sollte die allgemeinen Büroarbeiten umfassen und in Stoßzeiten sollte ich in der Poststelle aushelfen.

Wer war bei diesem Gespräch in Ihren Augen Feder führend?
Frau Ihle, Sie führte und dominierte das Gespräch,  stellte die Fragen, hinterfragte meine Antworten und erklärte mir auch was von mir erwartet werden würde.

Sie sollten aber doch in der BWL Letter & Support angestellt werden, oder?
Ja, bin ich auch und das Frau Ihle nicht die Geschäftsführung ist, wurde mir erst klar als Sie mir mitteilte das Herr Brandes der zuständige Geschäftsführer ist. Von seinem Auftreten in diesem Gespräch her, wäre ich nicht von alleine darauf gekommen.

Welche Tätigkeiten zählten zu Ihren Aufgaben?
Da zeitgleich mit meinem offiziellen Arbeitsanfang in der Firma die beiden Mitarbeiter die die Poststelle betreuten sich weigerten den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben und somit kündigten bzw gekündigt wurden, war ich nach vier Tagen Probearbeiten alleine mit einer Auszubildenden in der Poststelle, bis dort neue Kräfte eingestellt wurden. Das war in etwa im Dezember, danach war ich im Büro der sogenannten Müller-Projekte für die Bearbeitung der Emails, Telefonate und Schreiben zuständig. Als die Anmeldungen auf diesen Seiten nicht mehr möglich war und das Arbeitsaufkommen geringer wurde, wurde ich für das sogenannte Presseprojekt eingesetzt. Danach bekam ich von Herrn Brandes einen neuen Arbeitsauftrag.

Worum hat es sich dabei gehandelt?
Ich sollte für eine neue Firma von Herrn BHH *), die einen Online-Shop werden sollte, im Internet nach günstigen Angeboten auf diversen Großhandelsplattformen und Sonderpostenmärkten nach Waren recherchieren. Diese sollten dann nach Absprache gekauft werden.

Um was für Waren handelte es sich dabei?
Zu Anfang bekam ich von Herrn Brandes ein Blatt mir Warengruppen und Vorraussetzungen die diese Waren erfüllen sollten. Unterhaltungselektronik, Computerzubehör, Lifestyleartikel und ähnliches.
Die Waren sollten alle zu einem gewissen Prozentsatz unter Marktwert eignekauft werden, das war recht schwierig, auch da die Artikelgruppen eben recht grob umschrieben waren.


Mit wem sollte die Absprache erfolgen?
Zuerst bekam ich ja nur die Anweisung zu recherchieren, irgendwann hieß es dann wir können einkaufen, ich sollte Angebote einholen die dann mit Herrn Brandes absprechen und dann bestellen. Das klappte aber nicht.

Inwiefern klappte das nicht?
Die gewünschten Anforderungen zu erfüllen war nahezu unmöglich und wenn ich dann mal was gefunden hatte und Herr Brandes begeistert war, wurde der gefundene Artikel von Herrn BHH wieder abgeschmettert. Da ich in den Augen von Herrn BHH nicht effektiv genug arbeitet wurde ich wieder zum Presseprojekt versetzt.

Und da blieben Sie dann bis zu Ihrem Ausscheiden in der Firma?
Nein, nachdem mehrere andere Mitarbeiter mit der Recherche und dem Einkauf betraut wurden und darin für Herrn BHH nicht geschickt und gut genug waren, wurde ich wieder dazu herangezogen und ging dann auch kurz vor meinem Ausscheiden aus der Firma mit in die neuen Bürogebäude.

Die Firma mymovies online GmbH (Müller / Xxxxx) geht rechtlich gegen mich vor, da ich in meinem Blog behaupte, daß u.a. die Projekte movie-scout.com, netarena.tv, casting.ag, movie-tester.net, 1000gratisproben.com webtunr.de, verkehrsprofi.com, das-tv-quiz.com und antivirus-security.net zu den sogenannten "Müller-Projekten" zählen. Ihre Ansicht?
Diese Projekte hießen innerhalb der Firma definitiv so. Wir haben auch oft Anweisungen bekommen die mit der Einleitung "Müller hat gesagt", "Müller möchte" etc begannen. Als es um das neue Projekt ging hieß es oft "das macht alles Xxxxx". Ich selbst habe oft mit einer Mitarbeiterin in München geskypet, die Dinge dann mit den dortigen Geschäftsführern und Herrn Müller besprach.

Worum ging es in diesen Gesprächen?
Um verschiedenes, die Postweiterleitungen von München nach Vlotho, Schwierigkeiten mit den Admins ab und an auch mal um Rechnungen die für Anwaltsschreiben in München benötigt wurden. Auch wenn wir Schreiben von Kunden erhielten, die sich auch auf andere Seiten bezogen sprach ich mit der Dame in München wie wir vorgehen sollen.

Wie würden Sie das Betriebsklima im Unternehmen bezeichnen?
Eigentlich sehr gut, klar gab es mal Streitereien aber eigentlich waren wir ein Spitzenteam, wir saßen eigentlich regelmäßig morgen vor Arbeitsbeginn beim Kaffee in der Küche oder mittags bei Pizza und ähnlichem beisammen. Wir nahmen Anteil an den Erlebnissen anderer und an einigen Stellen sind echte Freundschaften entstanden. Man war für einander da stand öfters mal für einander ein man half sich wo man konnte und litt mit wenn mal wieder jemand gekündigt oder zwangsversetzt wurde.

Wer traf in der Firma eigentlich die Entscheidungen, wer war der Chef?
Herr Brandes war der offizielle Geschäftsführer, ich würde aber nicht sagen das er Entscheidungen treffen durfte, Herr BHH sagte ihm was er zu machen und zu lassen hatte. Es ist oft vorgekommen das Herr Brandes sich etwas einfallen hat lassen und BHH diese Entscheidungen sobald er sie mitkriegte augenblicklich wieder rückgängig machte. Oft hörten wir da wir direkt im Büro neben Herrn Brandes arbeiteten, wie BHH ihn zusammenfaltete und oft auch als "unfähig" beschimpfte, dafür mussten wir nicht mal leise sein wenn BHH austickt hört man das im ganzen Büro. Auch hatte Herr Brandes nur einen geringen Einblick in die Tagesgeschäfte, einige Dinge hat er sich sogar von unserer Auszubildenen zeigen lassen. Auch bei Personalentscheidungen war Herr Brandes nicht wirklich stimmberechtigt, er konnte einstellen wen er wollte, aber wenn die Art und Weise der Person BHH nicht gepasst hat, dann war derjenige auch recht schnell wieder draußen.

Stichwort: Personalien. Ein paar Worte zu:

Holger Brandes?
Irgendwie seltsam, im Grunde ganz nett und lieb, aber wenig Ahnung von den meisten Dingen. Brauchte eigentlich für alles jemanden der ihm hilft. Seis Firmenrundschreiben, Firmenrechnungen, eine Tabelle erstellen oder Pizza bestellen. 

Frank Babenhauserheide?
Der Boss, er lässt nur in allhöchsten Ausnahmen Widerworte zu, wenn er sauer war wären wir am liebsten unterm Teppich durch, die meisten hatten und haben regelrecht Angst vor ihm. Er setzt immer seinen Willen durch und ist in Rage nicht zu bremsen. Und er hat zwei extrem unterschiedliche Seiten, einmal ist er der cholerische Chef und beschimpft dich und ne Stunde später der begeisterte Reiter und fachsimpelt mit dir und erzählt aus seinem Leben, aber auch dann hat er immer Recht.

Ralf Hasenbäumer?
Habe ich nur drei mal persönlich gesehen aber er hat mich häufig angeskypet, von wem er meinen Nick hatte weiss ich nicht, ich habe Ihm den mit Sicherheit nicht gegeben. Ein Chauvi wie er im Buche steht, man kam sich als Frau immer nen bischen vor wie Freiwild, vor der Weihnachtsfeier wurde ich vor ihm gewarnt. Er war immer betont freundlich und lustig, in den meisten seiner Witze ging es um Sex, überhaupt waren Gespräche meistens mit sexuellen Inhalten oder zumindest Anspielungen gespickt.

Bennette Buchwald?
Herrisch, beschreibt sie mit Sicherheit ganz gut, sie ist nen bisschen wie BHH, glaubt sie hätte immer Recht und alle anderen hätten keine Ahnung, sie machte auf mich immer den Anschein als wenn sie ungern aus dem Tagesgeschäft der sogenannten Müllerprojekte ausgeschieden wäre. Sie lies uns eigentlich immer spüren das sie das alles besser konnte. Ein Großteil der Textbausteine für die Beantwortung der Schreiben und Emails insbesondere der die von Rechtsanwälten kamen waren von ihr verfasst worden.

Carmen Ihle?
Hat auf jeden Fall in der Firma den meisten Überblick. Wer gut arbeitet kam auch gut mit Ihr klar, wer nicht hatte da schon mehr Schwierigkeiten. Sie ist auch die einzige außer Frau BHH die BHH mal die Meinung sagt. Hat auch eine sehr nette menschliche Seite.

Mit welchem Grund wurde Ihnen gekündigt?
Ich konnte aus persönlichen Gründen die Betreuung meiner Kinder nicht mehr gewährleisten und konnte somit nicht mehr Vollzeit arbeiten. Da einer anderen Mitarbeiterin mit dem gleichen Problem die Möglichkeit gegeben wurde in Teilzeit zuarbeiten, sprach ich mit Frau Ihle über das Thema da ich zu diesem Zeitpunkt schon in den neuen Bürogebäuden war. Herr Brandes, bei dem ich ja im Prinzip noch angestellt war aber noch in den alten. Sie versprach mit BHH und Herrn Brandes zu sprechen. Einige Tage später wurde mir gesagt ich könnte mittags zu Herrn Brandes gehen und mit dem über die Angelegenheit sprechen. Als ich bei ihm im Büro ankam lag meine Kündigung schon auf dem Tisch. Die Begründung war das generell niemand Teilzeit in der Firma arbeiten könnte und es eh durch das Auslaufen von NetArena und Co. zu finanziellen Schwierigkeiten gekommen sei und noch mehr gehen müssten damit die anderen ihr Gehalt auch weiterhin bekommen könnten. Ich hatte die Wahl zwischen Aufhebungsvertrag und Kündigung, beides lag auf dem Tisch. Ich habe die Kündigung gewählt. Nachdem ich das Büro von Herrn Brandes verlassen hatte, sprach ich mit zwei Kolleginnen, erzählte ihnen von dem Gespräch und auch über die angekündigten Kündigungen sprach ich, da ich wusste, daß eine der beiden bereits mehrer Stellen in Aussicht hatte, gab ich ihr den Rat sich da genauer mit zu beschäftigen. Danach fuhr ich in die neuen Büroräume, habe mich mit meinen Kolleginnen dort über die Kündigung unterhalten und weitergearbeitet. Und wurde am Nachmittag noch einmal zu Herrn Brandes zitiert. Dort erhielt ich meine fristlose Kündigung, da ich mit meinem Kolleginnen über das Gespräch gesprochen hatte.

Welches Fazit ziehen Sie heute über Ihre Zeit in der BWL Letter &  Support GmbH?
Ich bin froh das ich dort arbeiten konnte, ich brauchte das Geld, habe viele neue Leute kennengelernt und am Anfang gern dort gearbeitet. Aber der Ärger der sich dort immer mehr breit machte. Das niemand mehr wusste wie lange wir noch arbeiten könnten und auch die seltsamen Personalentscheidungen machten es immer unerträglicher auch nur etwas Freude an der Arbeit dort zu haben. An dem Tag wo ich die fristlose Kündigung bekam fiel mir ehrlich gesagt ein großer Stein vom Herzen.

Haben Sie gewusst das dort nicht alles mit rechten Dingen zugeht?
Zu Anfang ganz klar nicht, es gab für alles eine Erklärung die auch nachvollziehbar klang, aber mit der Zeit traten immer mehr Ungereimtheiten auf und ich habe mich in verschiedene Foren mit dem Thema beschäftigt habe nachgelesen und auch mal bei einigen Mitarbeitern die schon länger da waren nachgefragt und mir mein eigenens Bild gemacht. Ich denke es hat so drei vier Monate gedauert bis ich das ganze verworrene Firmennetzwerk überblickt habe. Aber ich habe noch einige Zeit mit mir gehadert ob ich gehen sollte, habe dann aber einige Bewerbungen geschrieben. Das Bestreben nach einem anderen Arbeitsplatz habe ich dann aber erstmal auf Eis gelegt, da ich ja mit in die neue Firma sollte und ich die Hoffnung hatte das es dort anders werden würde. Ob das so ist konnte ich ja leider nicht mehr erfahren.

*) Anmerkung: "BHH" = Frank Babenhauserheide. Die ehemalige Mitarbeiterin wird im Bedarfsfalle ihre Aussagen jederzeit vor Gericht bestätigen.