Dienstag, 1. September 2009

Die ersten gekündigten Mitarbeiter ziehen vor das Arbeitsgericht

Die ungerechtfertigten Kündigungen der Abzocker beschäftigen nun auch die Arbeitsgerichte. Mindestens zwei ehemalige Mitarbeiterinnen ziehen nun vor das Arbeitsgericht, da sie sich die Kündigungen nicht gefallen lassen und das Vorgehen rechtlich prüfen lassen wollen.  

Die erste Verhandlung gegen die IDS Wirtschaftsdienste (Frank Babenhauserheide) findet am 02.09.2009 vor dem Arbeitsgericht Herford statt (10.45 Uhr, Saal 2), die zweite Verhandlung gegen die BWL Letter & Support GmbH (Strohmann: Holger Brandes) am 07.10.2009 (12.00 Uhr, Saal 2)





Viel Arbeit also für "Rechtsanwalt" Ralf Hasenbäumer. Worum geht es in diesem ersten Gütetermin? Wohl darum, daß zwei Mitarbeiterinnen sich per Skype austauschten und sich schrieben, daß Geschäftsführer Holger Brandes keine Ahnung habe. Diese Äusserung zog die fristlose Kündigung beider Mitarbeiterinnen nach sich. Doch wie konnte Strohmann Brandes überhaupt an die persönlichen Skype-Nachrichten gelangen? In dem sämtliche Mitarbeiter vor der Wahl standen, ihm entweder die persönlichen Passwörter zum jeweiligen Skype-Account zu nennen - oder aber sofort gekündigt zu werden. Big Brother is watching you - mitten in Deutschland. Über den Ausgang werde sicher nicht nur ich berichten.

Kommentare:

  1. Und? Was wird passieren? Das Arbeitsverhältnis wird gegen Zahlung eines Betrages aufgelöst.

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  2. Hallo Herr Frickemeier,
    entweder stehe ich jetzt auf dem Schlauch oder ich habe alles bis jetzt falsch verstanden. Herr Brandes ist doch soweit verstanden GF bei BWL Letter? Und wenn er die Nachrichten lesen konnte müssten dass ja theoretisch auch Mitarbeiterin von BWL Letter Support sein. Wieso ist denn die Verhandlung gegen IDS?

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  3. Ja, aber nur, wenn der AN das will! Wenn er seine Arbeit wieder haben will....

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  4. Also mal Ehrlich, wer würde denn bei dem Verein weiter arbeiten wollen? Doch nur jemand der die Abzocke unterstützt ;)

    Es geht aber wohl weniger darum das die beiden Ihre Arbeit wieder haben wollen, vielmehr werden die beiden es darauf anlegen den anderen zu Zeigen daß das was BHH und seine Strohmänner abgezogen haben nicht Rechtens war und deshalb eine Entschädigung eingeklagt werden kann.

    Und was stört BHH und seinen Verein noch mehr als vor den Kadi gezerrt zu werden?
    Richtig, Strafen/Entschädigungen bezahlen ;)

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  5. Nein, das sehe ich anders. Ich habe die Mitarbeiter kennengelernt und ich bin der festen Überzeugung, daß viel zu wenig in diesem Punkt differenziert wird und möchte einen Punkt ansprechen, der vieles erklärt:

    Es herrschte ein tolles Miteinander und man half sich gegenseitig. Insofern ist verständlich, wenn sich ehemalige Mitarbeiter das gute Betriebsklima zurückwünschen, immerhin entstanden auch Freundschaften fernab der Firma. Es liegt doch in der Natur der Sache, daß die Mitarbeiter nun, nachdem sie auseinander gerissen wurden, der guten Zeit hinterher trauern und vielleicht auch und gerade deshalb noch nicht durchschauen. Ich erwähnte es bereits.

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