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Samstag, 18. Januar 2014

Aussteiger Babenhauserheide - unvorstellbar?

Ich möchte meinen Gedanken freien Lauf lassen und diese auch mit der werten Leserschaft teilen um eine  möglichst sachliche Diskussion zu entfachen. Der Auftritt des Herrn Babenhauserheide vor dem Schöffengericht Herford war nämlich denkwürdig und wirft für mich persönlich einige Fragen auf.

Jeder (ehemalige) Mitarbeiter aus dem Netzwerk des Babenhauserheide wird bestätigen können, dass er stets souverän und mit breiter Brust auftrat , klare Entscheidungen traf und sich exakt so auch artikulierte. Er war ein "Herrscher", oftmals cholerisch und laut, immer aber deutlich und unmissverständlich. Bundeswehr-Ton, selbstbewusst. Was Babenhauserheide sagte, wurde gemacht. Punkt.

Ein völlig anderes Bild vermittelte Babenhauserheide im Strafprozess am vergangenen Dienstag, als er als Belastungszeuge gegen mich befragt wurde (s. Prozessbericht). Von Selbstbewusstsein oder Souveränität war nichts zu spüren, im Gegenteil. Der ehemalige Feldjäger der Bundeswehr stammelte vor sich hin, widersprach sich mehrfach und schien unsicher. Mimik und Gestik sprachen desweiteren für sich.

Wie mir zugetragen wurde verdingte sich Verkehrsanwalt Hasenbäumer vor der Vernehmung des Babenhauserheide vor dem Gerichtssaal wie ein "Coach im Boxsport, der seinen Sportler starkreden will. Er solle dies, er müsse das....". Vergebens, wie nun feststeht.

Wenn Herr Babenhauserheide nicht einmal als Belastungszeuge in einem inszenierten Prozess gegen meine Person taugt, wie verläuft dann erst der bevorstehende Prozess, in dem er selbst auf der Anklagebank sitzt  und sich wegen gewerbsmässigem und bandenmässigem Betrug in 30.000 Fällen verantworten muss?

Möge Herr Babenhauserheide die Fakten zusammenzählen und mal eroiren, wo er steht. Valentin Fritzmann hat sich mittlerweile umbenannt und heißt Florian Schweiger, Strohmann Steffel (Wien) und der ehemalige Buchhalter der InQnet GmbH, Reinhard Pils (Firma bereits liquidiert) erschienen gar nicht erst, obwohl doch (laut Lügengerüst) angeblich geschädigt. Immerhin war ein Zeugenanwalt der Kanzlei Hoenig (Berlin) anwesend, der -nur meiner bescheidenen Meinung nach natürlich- lediglich als Zuschauer im Gerichtssaal saß um Fritzmann (heute: Schweiger) mitzuteilen, wie es um die Standfestigkeit des Belastungszeugen steht.

Aufwachen, Herr Babenhauserheide!

Wenn es vor dem Landgericht Hildesheim zur Sache geht werden wir beide wieder aufeinandertreffen, das verspreche ich Ihnen. Und diesmal sitzen Sie auf der Anklagebank. Soweit mir bekannt ist lautet die Anklage auf gewerbsmässigen und bandenmässigen Betrug in dreißigtausend Fällen; das mögliche Strafmaß entnehmen Sie bitte dem StGB.

Haben Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht, auszupacken und reinen Tisch zu machen?

Wenn es überhaupt noch einen Zeitpunkt gibt, dann spätestens jetzt.

Freitag, 3. August 2012

Weiterer Erfolg gegen Abofallenbetreiber: INET-Dienstleistungen GmbH busted!

Wie unter anderem Antiabzockenet heute berichtet geht es der INET Dienstleistungen GmbH nun massiv an den Kragen:

"In einem unter dem Az.: 257 UJs 727590/11 - VMA bei der Staatsanwaltschaft München I geführten Ermittlungsverfahren wegen Betruges zu Lasten der Geschädigten sind aufgrund laufender Ermittlungen folgende Tatsachen bekannt. Auf dem Konto der UniCredit Bank AG, ehemals HypoVereinsbank AG, Kontonummer 10030726, der Firma INET-Dienstleistungen GmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Zlatko ILIC, Nymphenburger Straße 4, 80335 München gehen Zahlungen aufgrund sogenannter Abofallen, sprich Geltendmachung unberechtigter Forderungen für Anmeldungen im Internet für sonst üblicherweise kostenlose Leistungen, ein.

Die unbekannten Täter versenden hierzu Schreiben mit Zahlungsaufforderungen, in denen sie den Empfängern vortäuschen, ein Inkassounternehmen zu sein. Die Zahlungsaufforderungen werden nicht unter der Firmenbezeichnung „INET-Dienstleistungen GmbH“ sondern unter der Firmenbezeichnung „Blue 180.Vermögensverwaltungs GmbH“ versandt. Als Geschäftsführer der Blue 180.Vermögensverwaltungs GmbH wird ebenfalls Zlatko ILIC aufgeführt."

Quelle: Bundesanzeiger, via Antiabzockenet

Über die INET Dienstleistungen GmbH (vormals: Blue 180 Vermögensverwaltungs GmbH) habe ich unter anderem hier und hier berichtet. Die heutige Mitteilung freut mich - und zeigt einmal mehr, dass sich die Schlinge um die Abofallebetreiber und deren Helfershelfer immer enger zuzieht. So darf es gerne weitergehen!

Montag, 12. Dezember 2011

Firstload der Wiener Abzocker mit erneut verändertem Impressum, Teil Drölf

Screenshot vom 12.12.2011
Die aktuellen Entwicklungen um kino.to scheinen den "kleinen Prinzen" Valentin Fritzmann irgendwie aus der Bahn geworfen zu haben. Nicht anders ist zu erklären, dass das Impressum von Firstload nun erneut verändert wurde und eine Kreditkartenzahlung über das aus Adjerbaijan stammende "Unternehmen" augenscheinlich nicht mehr möglich ist.

Apropos Valentin Fritzmann - ich persönlich bin mir ziemlich sicher, dass er sich die Vorweihnachtszeit irgendwie anders vorgestellt hat, denn weite Teile seines in Deutschland implementierten Abzock-Imperiums liegen derzeit brach, wichtige Partner brachen einfach mal so weg. Die Führungsriege der Digitale Welten GmbH z.B. sitzt nach erfolgreichem Zugriff der Nürnberger Zollfahndung in Haft und auch der Kalletaler Pferde- und Designer-Drogenhändler Frank Babenhauserheide wurde kalt erwischt und erst einmal kaltgestellt nach den umfangreichen Durchsuchungs- und Sicherstellungsmaßnahmen. Dann hätten wir desweiteren noch ein Landeskriminalamt Niedersachsen, welches in Sachen Megadownloads akribisch ermittelt - und nicht zuletzt die Tatsache, dass die vermeintliche "Führungsspitze" von kino.to den werten Herrn Valentin Fritzmann ganz böse belastet und zu Protokoll gab:
Von der Anklage dazu befragt, woher das System kino.to eigentlich seine Einkünfte beziehe, gab S. an, dass der Kopf der Bande, Dirk B., von Valentin F. monatliche Zahlungen erhalten habe, die zeitweilig im sechsstelligen Bereich gelegen haben. Dies habe ihm Dirk B. erzählt. Um Werbung für kino.to zu machen, habe F. zudem auf dem Portal Gulli.com, das er zuvor gekauft hatte, ein Interview zu diesem Thema platziert. Dieses Interview sei gemeinsam von dem Angeklagten selbst und zwei weiteren kino.to-Betreibern entwickelt und niedergeschrieben worden.
Quelle: Auszug aus der Pressemitteilung der GVU

Ich komme nicht umhin an meinen öffentlichen Brief an Papa und Sohnemann Fritzmann zu denken. Richtig: er stammt aus 2009 und blieb leider unbeantwortet. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Immerhin ist bald Weihnachten - und der kleine Prinz wird zukünftig vielleicht ja mehr Zeit haben als ihm lieb ist...

Mittwoch, 30. November 2011

Abofallenbetreiber als Drogendealer, II

Designer-Drogen-Drehkreuz:  Wie die Verdächtigen Rauschgifte als Badesalz und Kräutermischungen verkauften


Herford. Ein Hinweis des schwedischen Zolls, der ein verdächtiges Paket aus China abfing und den Inhalt analysieren ließ, brachte deutsche Ermittler auf die Spure eines Kräuterdrogen-Kartells, das von München und aus dem Kreis Herford agiert haben und mehr als 350 Kilogramm Drogen umgesetzt haben soll - getarnt als Kräutermischungen oder Badesalz. Zollfahnder aus Nürnberg zerschlugen jetzt die Gruppierung (die NW berichtete exklusiv). Nun werden immer mehr Einzelheiten über den Einsatz der fränkischen Fahnder Donnerstag bekannt.

Während des mehrstündigen Einsatzes durchsuchten die Ermittler in München, Herford und Deggendorf zehn Firmen- und Privatgebäude und nahmen drei Männer und zwei Frauen im Alter von 31 bis 48 Jahren fest. Gegen vier Personen wurde Haftbefehl erlassen. Ein Mann aus dem Kreis Herford, der ebenfalls eine zentrale Rolle in der Gruppierung spielen soll, wurde festgenommen und verhört, jedoch später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Für Polizei und Justiz ist er kein Unbekannter (siehe Artikel zur Internet-Abzocke). Nun beschäftigt sich auch die auf Wirtschaftskriminalität spezialisierte Staatsanwaltschaft München I. mit ihm und seinen mutmaßlichen Komplizen. "Es geht um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Schmuggels", erklärt Frank Rieger, Sprecher der Nürnberger Zollfahndung.

In den Büros im Kreis Herford, die dem Verdächtigen gehören, sollen nach dem bisherigen Stand die aus München kommenden großen Drogenlieferungen in Ein-Gramm Portionen umgepackt und teils verschickt worden sein. Nach NW-Informationen wurden in einem Keller des Mannes rund 25 Kilogramm der Substanzen gefunden.

Die Drogenlieferungen soll die Gruppierung als Kräutermischungen oder als Badesalz getarnt haben. Die Ermittler sprechen bei den Rauschmitteln von so genannten "Legal Highs", die als Designerdrogen bewertet werden, erklärt Frank Rieger weiter: "Ziel des Großeinsatzes war die Sicherstellung von Beweismitteln bei der europaweit tätigen Gruppierung."

Die Männer und Frauen sollen arbeitsteilig agiert haben. So wurden von ihnen chemisch hergestellte Pulvermischungen unter anderem als "Rostschutzmittel" kiloweise aus China importiert. Bislang gehen die Beamten davon aus, das 356 Kilo aus Fernost eingeführt wurden - die wohl einen Verkaufswert von mehr als zehn Millionen Euro haben.

"Die Ware wurde in München sowohl in Tütchen als Endverkaufseinheit zu je einem Gramm als auch in größeren Mengen in Großhandelspackungen für das europäische Ausland umverpackt", ergänzt Frank Rieger.Bei den in Kreis Herford gefundenen 25 Kilo handelt es sich um so genanntes "Sweed". Diese Räuchermischung enthält vermutlich künstlich hergestellte Stoffe, die ähnliche wie die im Hanf enthaltenen Drogensubstanzen wirken. Bisher ist aber noch nicht klar, wie hoch der Gehalt tatsächlich ist.

Verkauft wurden die Substanzen, die eigentlich unter das Arzneimittelgesetz fallen, über eine eigene Internet-Seite: "Auf dieser wurde das als ,top erfrischendes Badesalz’ beworbene Produkt den Kunden zum Preis von 29 Euro je Gramm - ein Vielfaches des Einkaufspreises - zum Kauf angeboten", erklärt Zollfahndungssprecher Rieger: "Auf der Internetseite gab die Gruppierung ihren Kunden auch erste Hinweise auf die möglicherweise doch nicht als Badesalz angedachte Verwendung der teuren Substanz gleich selbst: So erfolge die Abgabe des Badesalzes - angeblich - nur an volljährige Personen. Es werde eine diskrete Lieferung garantiert und - das "Badesalz" sei für Schwangere nicht geeignet."

Die fränkischen Ermittler gehen davon aus, dass das "Badesalz" zum Konsum durch Schnupfen, also ähnlich wie Kokain, vertrieben wurde. Die Ermittlungen in dem von Zollfahndung und Staatsanwaltschaft als komplex eingestuften Verfahren dauern an.

Herforder Verdächtiger wegen Abofallen im Visier
Der Mann, dessen Büros die Nürnberger Zollfahnder im Kreis Herford durchsuchte, hat jahrelange Erfahrung mit Ermittlungsverfahren und ist bereits bundesweit wegen so genannter Abofallen im Internet und einem fragwürdigen Inkassodienst bekannt.

Aktuell läuft gegen den Mann ein Groß-Verfahren der Hannoveraner Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität, über das die NW exklusiv berichtete: Es sind Ermittlungen rund um eine seit Jahren als "Internet-Abzock-Seite" bekannt gewordene Internetseite mit kostenpflichtigen Gratisprogrammen und ein von Herfordern in Hannover gegründetes Inkassounternehmen. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat diese Ermittlungen übernommen, weil die Spuren in dem Fall – wie auch aktuell bei den Kräuterdrogen – ins Ausland führen. Bei den Wirtschaftsverfahren geht es um den Vorwurf des Betrugs und möglicher Verstöße gegen das Urheber- und Markenrecht.

Die niedersächsischen Ermittler haben bisher Konten mit mehr als einer Million Euro eingefroren. Die Masche der Verdächtigen: Im Internet boten sie die Gratisprogramme wie die Textverarbeitungssoftware Open-Office, das Bildbearbeitungsprogramm Irfanview oder den Adobe-Reader auf einer eigenen Seite zum Herunterladen an. Angeblich wurden Internet-Nutzer darauf hingewiesen, dass das Angebot 96 Euro kostet. Der Vorteil der kostenpflichtigen Gratisprogramme sollte angeblich ihre Virenfreiheit sein, erklärten Vertreter. Als Sitz des Unternehmens, das aus Sicht der Ermittler eine Scheinfirma ist, wurden die Vereinigten Arabischen Emirate gewählt.

Die niedersächsischen Ermittler gehen unter anderem dem Verdacht nach, dass viele Opfer nie auf der fraglichen Internet-Seite waren, sondern ihre Adressen eingekauft und sie dann angemahnt wurden. Viele Menschen zahlten tatsächlich, weil sie sich durch die immer wieder eingehenden Mahnschreiben unter Druck gesetzt fühlten.

Vielfach hatten die Opfer nicht einmal einen Computer. Bevor die Schwerpunktstaatsanwaltschaft die Ermittlungen übernahm, waren die Mahnbriefe unter anderem aus dem Kreis Herford versandt worden. (jwl)

Quelle: Neue Westfälische Zeitung

Mittwoch, 16. November 2011

mega-downloads.net nicht mehr erreichbar

Screenshot mega-downloads.net
Seit gestern ist mega-downloads.net nicht mehr erreichbar. Ob nur -mal wieder- umstrukturiert wird oder aber die Abofalle nun endgültig im virtuellen Nirvana verschwunden ist oder welche sonstigen Gründe vorliegen ist derzeit unklar und bleibt abzuwarten.

Mittwoch, 9. November 2011

Endlich gehts los: Abofallenbetreibern wird der Prozess gemacht

In Hamburg geht es endlich los, denn Abofallenbetreibern wird dort nun der Prozess gemacht. 20 Verhandlungstage sind angesetzt, das Urteil nicht vor Ende Januar 2012 erwartet. Bedenkt man, dass es hier "nur" um 5 Millionen Euro geht und das Geschäftsmodell der Abofallen nahezu 1:1 kompatibel war und ist, so sehe ich im schönen Wien latente Schweißperlen auf mancher Stirn und auch in Ostwestfalen werden nicht nur die Zossen aufgeregt wiehern.

Immer dran denken: Pferde sind Fluchttiere. Oder anders formuliert: bedenkt man, welche Summen bei den Abofallen des Kalletaler Pferdehändlers, der Münchner Adressbeschaffer und der Wiener Geldgeber so zur Debatte stehen, so mag sich jeder seinen Reim darauf bilden was passiert, wenn auch diesen Abzockern der Prozess gemacht wird.


Den Abofallenbetreibern wird der Prozess gemacht von verbraucherinfoTV

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Neue Abofalle: premiumloads.net

Ich berichtete in diesem Artikel über die Blue 180 Vermögensverwaltungs GmbH (umfirmiert zu: Inet-Dienstleistungen GmbH) und die Mahnwelle für u.a. win-loads.net. Aufmerksame Leser haben heute die folgenden Kommentare zu diesem Beitrag hinterlassen, die auf eine neue Abofalle hindeuten.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die Recherchen!

Mega-Downloads.net: Achtung, neue Nachfolgeseite premiumloads.net wird aktuell abends bei Yahoo.de (Suchbegriff "openoffice", z.B. via "321download.info") beworben!

Zitat 1:
"Der Widerruf ist zu richten an:
Pemil Marketing & Capital GmbH
Nymphenburgerstrasse 4
80335 München, Deutschland"
Quelle (vgl. auch Layout mit Mega-downloads.net und Web-downloads.net):
http://premiumloads.net/userinfo.php

Zitat 2 (vgl. Zitat 1):
"Domain name: premiumloads.net
Registrant Contact:
Pemil Marketing Capital GmbH
Milka Petrovic ()"
Quelle:
http://who.is/domain_archive-net/premiumloads.net/

Zitat 3 (vgl. Zitat 2):
"Milka Petrovic Gesellschaft m.b.H. in Liquidation
Schönbrunnerstr. 175
1120 Wien
Österreich"
Quelle

Folgende Briefkasen-Firma an derselben Adresse kassiert aktuell u.a. für Mega-downloads.net,
Zitat 4 (vgl. Zitat 1):
"Blue 180. Vermögensverwaltungs GmbH
...
Änderung
...
Neue Firma: INET-Dienstleistungen GmbH. Geschäftsanschrift: Nymphenburger Str. 4, 80335 München.
...
Bestellt: Geschäftsführer: Ilic, Zlatko, Wien"
Quelle:
http://antiabzockenet.blogspot.com/2011/09/blue-180-ist-doch-kein-inkasso.html

Screenshot 1
Screenshot 2
Screenshot 3
Screenshot 4
Screenshot 5

"Der Blick fällt auf tattoo-s.de, welche sich Mailserver und A-Records mit blu180-inkasso.net teilt - verantwortlich für tattoo-s.de lt. Whois:
Domain tattoo-s.de
Letzte Aktualisierung 07.05.2009
Domaininhaber: service und payment GmbH
Adresse: Muldentalstrasse 97
PLZ: 04288
Ort: Leipzig
Land: DE
Ach nein, die service und payment GmbH des Daniel Rosenke – einer von der ganz aktiven Sorte"
Quelle:
http://www.abzocknews.de/2011/08/11/dubiose-forderungen-fur-win-loads-net-von-einer-blue-180-vermogensverwaltungs-gmbh/

Weitere Infos liefert Robtex:

Ebenfalls eine Tattoo-Seite, nämlich Blumen-tattoo.com ist eine Brückenseite zu:

"premiumloads.net ...
91.184.48.246 ...
91.184.48.0/20 kolido ...
AS16265 LeaseWeb B.V. Amsterdam"
Quelle:
http://www.robtex.com/dns/premiumloads.net.html#records

Auf der benachbarten IP-Adresse lag:
"mail.blue180-inkasso.net ...
91.184.48.245 ...
91.184.48.0/20 kolido ...
AS16265 LeaseWeb B.V. Amsterdam"
Quelle:
http://www.robtex.com/dns/mail.blue180-inkasso.net.html#records

Dass die Abofalle Premiumloads.net neu ist, zeigt der Google Cache vom 3.10.2011

Im Gegensatz zu den Vorgängerseiten (Mega-Downloads.net, Win-loads.net, Web-Downloads.net) sind wohl hier zum ersten mal, zusätzlich zum Abofallenbetreiber selbst, Affiliates für die Werbung über Landingpages vorgesehen:

Screenshot

Es ist davon auszugehen, dass bald die erste Mahnwelle durchs Land rollt. Wie stets meine Bitte: sollten Sie eine Mahnung erhalten, so schicken Sie mir bitte einen Scan zu, damit gehandelt werden kann...

Samstag, 24. September 2011

Ermittlungen gegen das Firmengeflecht werden nun vom Landeskriminalamt Niedersachsen geführt

Quelle: Neue Westfälische Zeitung vom 24.09.2011
Herford/Hannover. Es ist eines der umfangreichsten Wirtschaftsverfahren, das Beschuldigte aus dem Kreis Herford betrifft: Die Ermittlungen rund um die als "Internet-Abzock- und -Abofalle" bekannt gewordene Seite "Megadownloads" und das Inkassounternehmen L&H. Geführt wird der Komplex bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftskriminalität in Hannover, die Konten mit mehr als einer Million Euro eingefroren hat.

Wie jetzt bekannt wurde, hat das Landeskriminalamt Niedersachsen die Ermittlungen übernommen, bestätigte Oberstaatsanwalt Hans-Jürgen Lendeckel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover. Die Anklagebehörde ermittelt seit mehr als eineinhalb Jahren "wegen des Verdachts des Betrugs und wegen möglicher Verstöße gegen das Urheber- und Markenrecht". Der Fall habe möglicherweise auch Auslandsbezüge. Nach Informationen aus dem Internet führt eine der Spuren dabei zu mehreren Verdächtigen nach Österreich. Deshalb und auch aufgrund des Umfangs sei das Landeskriminalamt (LKA) eingeschaltet worden - es habe einfach größere Kapazitäten. 

Quelle & vollständiger Artikel: NW-News, Ausgabe vom 24.09.2011

Freitag, 22. Juli 2011

KLP Group (Martin Kraeter): Luftnummer oder seriöses Unternehmen?

Die deutsche Ausgabe der Website der KLP Group des Gewinnbimmlers Martin Kraeter wurde zuletzt am 22.07.2010 aktualisiert, in der englischen Version datieren die "aktuellen News" gar im September 2007.

Äusserst ungewöhnlich für ein "Unternehmen", welches sich doch als Global Player darzustellen versucht. Wer Zeit und Lust hat sollte sich mal mit den dargestellten, angeblichen Partnern beschäftigen und die gemachten Angaben auf der Website auf den Wahrheitsgehalt untersuchen. Das sich hier mit fremden Federn geschmückt wird habe ich ja bereits am eigenen Leibe erfahren, denn in der englischen Version findet sich folgende, vorsätzlich falsche Aussage zu meiner Person:

Quelle: KLP-Website


Ich wies Gewinnbimmler Kraeter bereits in diesem Beitrag darauf hin, diese vorsätzliche Lüge von seiner Website doch bitte zu entfernen und habe nun wirklich lange genug darauf gewartet. Nun gilt es also zu handeln.

Da der werte Geschäftsmann Martin Kraeter hier ja fleissig mitliest sei ihm empfohlen, dies nunmehr umgehend zu korrigieren. Ansonsten möge er sich auf einen Ritt auf der Kanonenkugel einstellen. Nicht, dass ich womöglich noch auf die Idee komme, mich mit den vermeintlichen weiteren "Referenzen" zu befassen...

Verdamm´und Mann, Herr Münchhausen!

Mittwoch, 20. Juli 2011

Prädikat lesenswert: Abzocknews fasst schick zusammen (Streaming-Profiteure)

Seit etwas über einem Monat überschlagen sich nun schon die Meldungen um das “Streaming-Portal” Kino.to und die vermeintlichen “Nachfolger” wie Video2k.tv und dem jüngst bekannt gewordenen Kinox.to, bei welchem es sich augenscheinlich um ein Kino.to-Backup aus März oder April 2011 handelt. Da “mittlerweile“ klar ist, dass Kino.to lediglich als “Goldesel” für die Betreiber diente, sind nun auch die “Werbepartner“ in den Fokus der Ermittlungen geraten, welche nicht nur die durchaus üppigen Gewinne an die jeweiligen Portalbetreiber ausschütten, sondern sich dabei selbst “dumm und dusselig“ verdienen - und das nach wie vor.
Quelle & vollständiger Artikel: Abzocknews.de

Donnerstag, 14. Juli 2011

Apropos Fritzmann...

Wir erinnern uns noch an Dominik B. aus Wien? Richtig - das war derjenige, der seit geraumer Zeit in Untersuchungshaft sitzt. Stichwort: 1337-Crew. Langsam aber sicher wird es mal wieder Zeit, ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern. Man muss Dinge ja stets aus mehreren Blickwinkeln betrachten - und auch hin und wieder über den Tellerrand schauen. Interessante Gesprächspartner gibt es aus dem direkten Umfeld immerhin genug, man mag es kaum glauben.

Folgendes Zitat eines Informanten, mit dem ich mich über die aktuellen Geschehnisse per Skype unterhielt, äusserte auszugsweise zum Beispiel:
wenns domi klug macht
pinkelt er valentin ans bein
aber valentin hat ihn einen platz in metz's firma verschafft
ihm seinen ersten richtigen finanziellen "boost" gegeben
so 10-20k auf einmal bar auf die hand
an nen 19 jährigen
ne korrigiere
wenns hart auf hart kommt
17
oder 18
hat valentin
einen minderjährigen
computer spezialisten beauftragt wirtschaftskriminalität zu betreiben in seinem namen und mit seinem kapital
Na, das nenne ich doch mal eine Aussage. Ich persönlich halte sie sogar für glaubwürdig. Wenn mir danach ist gibt es vielleicht beizeiten weitere Auszüge. Übrigens, erwähnte ich es bereits? Falls nicht: Willkommen zurück bei inside-megadownloads.blogspot.com ...

Montag, 15. November 2010

Der kleine Prinz in Nöten?

Na, was ist denn hier passiert? Seit Stunden sind die Seiten mega-downloads.net sowie firstload.de der Wiener Abzocker Dr. Robert und Söhnchen Valentin Fritzmann down:

Quelle: www.firstload.de

Quelle: www.mega-downloads.net

Es wird sich vermutlich (leider) nur um ein temporäres Problem handeln, aber immerhin. Schön zu sehen, wenn solche Seiten schlichtweg offline sind. Und vielleicht ja sogar ein Hinweis auf das, was bald über die Wiener Abzocker hereinbrechen wird...

Samstag, 18. September 2010

Zeit für Recherchen

Nein, das Internet ist nicht ehrlich.Schon gar nicht, wenn es um das Thema Abofallenbetrug, Geldwäsche und das Installieren von Scheinfirmen und Strohmännern geht. Kein Wunder also, dass wir die uns zugesandten und nach monatelanger Wartezeit endlich eingetroffenen vermeintlichen Beweise genauer unter die Lupe nehmen lassen.


So interessiert uns natürlich brennend, mit wem wir es in Person des Abubakr Sidahmed eigentlich wirklich zu tun haben. Sollte die Gegenseite davon ausgegangen sein, dass wir eine schlechte Ausweiskopie als Beweis schlucken würden, so ist sie natürlich schief gewickelt. Es gilt also zunächst herauszufinden, ob die präsentierte Ausweiskopie überhaupt echt ist. Eine erste Anfrage richtete ich an die Deutsche Botschaft in Kharthoum, welche mir wie folgt antwortete:
Sehr geehrter Herr Frickemeier,

vielen Dank für Ihre Email bzgl. der Überprüfung eines sudanesischen
Passes. Leider kann die Deutsche Botschaft nicht überprüfen, ob es sich
bei der Ihnen übersandten Kopie um ein echtes Ausweisdokument handelt.
Ich würde Sie daher bitten sich an die Sudanesische Botschaft in Berlin,
Kurfürstendamm 151,10709 Berlin, Tel. 030- 890698-0,/ /// Fax:89 40 96
93, email: post@/sudan/-embassy.de , zwecks Überprüfung der Echtheit zu
wenden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Johanna Staudenmaier-Wenzel

Botschaft der Bundesrepublik Deutschland /
Embassy of the Federal Republic of Germany 53 Baladiya St.
P.O.Box 970
11111 Khartoum
Sudan
Sobald mir die Antwort der Sudanesischen Botschaft in Berlin vorliegt werde ich diese selbstverständlich veröffentlichen. Gut Ding will Weile haben, hier gilt es nun einfach abzuwarten. In der Zwischenzeit laufen noch diverse andere Recherchen bezüglich des Abubakr Sidahmed. Zu gegebener Zeit wird es auch hier die entsprechenden Informationen geben. Wenn sich also die Schlagzahl der von mir geschriebenen Artikel in letzter Zeit ein wenig verringerte, so ist das kein schlechtes Zeichen und bedeutet schon gar nicht, dass ich nicht tätig bin; Im Gegenteil: nennen wir es lieber die Ruhe vor dem Sturm...

Donnerstag, 2. September 2010

Stellungnahme des Eigentümers zum Internetprojekt Megadownloads

Seit heute liegt uns das vermeintliche Beweismaterial aus Dubai vor und fördert interessante Details zu Tage, die die Aussagen des Valentin Fritzmann in Form einer schriftlichen Stellungnahme an den Finanznachrichtendienst GoMoPa ad adsurdum führen und den einen oder anderen Leser schmunzeln lassen dürfte. So führte Valentin Fritzmann unter anderem, auf Megadownloads angesprochen, wie folgt aus:

Quelle & vollständiger Bericht: GoMoPa, 15.07.2009

Soso, die Familie Fritzmann hat mit Mega-Downloads.net also nichts zu tun und daher auch nicht davon profitiert. Mensch, Herr Fritzmann! Sie werden vermutlich vor Schamesröte versinken, wenn Sie die Stellungnahme des Eigentümers zum Internetprojekt Megadownloads, Herrn Botschafter im Ruhestand Abubakr Sidahmed, lesen. Hier heisst es nämlich bereits einleitend auf Seite 1:

Quelle: Auszug aus einer 7-seitigen Stellungnahme des Abubakr Sidamhed an die Staatsanwaltschaft Hannover vom 20.01.2010

Das gesamte "Beweispaket" habe ich soeben veröffentlicht. Im neu eingerichteten Forum besteht die Möglichkeit, darüber ausgiebig zu diskutieren. Sie finden die Unterlagen unter der Rubrik "Load House FZE".

Montag, 30. August 2010

Collector GmbH: erneute Mahnwelle für mega-downloads.net mit Aussendienst?

Der derzeitige Geldeintreiber der Abofalle Megadownloads, die Collector GmbH aus Herford, setzt die Mahn- und Drohkulisse unbeirrt weiter fort und setzt dem perfiden Treiben nun noch eine Krone auf: offenbar verfügt die Collector GmbH nun bereits über einen Aussendienst, der die Mahnschreiben in die Briefkästen der vermeintlichen Schuldner wirft. Nicht anders ist zu erklären, dass der Briefumschlag, in dem sich die nebenstehende Mahnung befand, weder Absender noch Briefmarke aufwies. Suchen die Inkasso-Schergen des Kalletaler Pferdehändlers Frank Babenhauserheide die Opfer der Abofallen zwecks Geldeintreibung nun schon zuhause auf?

Interessant ist übrigens die Tatsache, dass es sich in diesem hier vorliegenden Fall aus Hamburg um eine Geschädigte handelt, die bereits fristgerecht kündigte, für das zweite Jahr aus Unwissenheit aufgrund des Drucks dennoch gezahlt hat und nun trotzdem erneut (!) zur Zahlung aufgefordert wird. Hier ein Auszug aus der Mail, welche mich neben dem Scan heute erreichte:
Hallo.
Im Anhang ist, wie von Ihnen gewünscht ein Scan des Briefes. Wie bereits in meinem Blog Kommentar erwähnt war auf dem Umschlag nichts drauf. Also keine Briefmarke, kein Stempel und auch sonst kein Vermerk, o. ä.

Es ist das zweite Schreiben von Collector.

Ich wäre wirklich sehr froh, wenn Sie mir einen Rat geben könnten, wie ich darauf reagieren soll.

Achso Kündigungsbestätigung habe ich doch keine. Aber natürlich meine Kündigung, die auch fristgerecht war. Darauf wurde Seitens Megadownload aber nicht weiter eingegangen.
Aber in den Schreiben von Megadownload und Collector geht es ja ohnehin um die zweite Zahlung, die ich ja (dummerweise) schon längst getätigt habe.
Die Kontodaten wechseln auch ständig.
Ich kann mich eigentlich nur den Empfehlungen von Rechtsanwälten, Verbraucherschützern, der Polizei und all jenen anschließen, die sich im Netz umfassend zum Thema Abofallen und Umgang mit Inkassounternehmen beschäftigt haben:

Zahlen Sie nicht, bleiben Sie stur!

Eine Reaktion Ihrerseits wäre erst dann nötig, wenn Sie einen gerichtlichen Mahnbescheid von einem deutschen Mahngericht erhalten. Diesem müssten Sie dann lediglich durch ein simples Kreuzchen bei "Ich widerspreche der Forderung insgesamt" widersprechen. Nun müssten die Abzocker ein Gerichtsverfahren anstrengen, in dem die vermeintliche Forderung auf Rechtmässigkeit geprüft würde - und aus gutem Grunde tun sie nämlich genau das nicht.

Sonntag, 8. August 2010

Die (vermutlich unvollständige) Konten-Historie der Collector GmbH

Viele Nachfragen erreichten mich zur Collector GmbH und deren Konten. Warum wird allgemein empfohlen, bei Erhalt ungerechtfertigter Mahnungen der Collector GmbH u.a. auch die kontoführende Bank zu informieren? Noch einmal ganz deutlich: ohne Bankverbindung keine Abzocke! Schauen wir uns mal die (sicher unvollständige) Konten-Historie der Collector GmbH an:

Juli 2010
Volksbank Bochum Witten eG BLZ 430 601 29 KTO 128 540 700
Mai 2010
Sparkasse Weserbergland BLZ 254 501 10 im Juni 2010 weiterhin aktiv
Ende September 2009
Volksbank Beckum BLZ 412 600 06 KTO 1343 22 400
Ende August 2009
Sparkasse Beckum-Wadersloh BLZ 412 500 35 KTO 62406
Juli 2009
Sparkasse Dortmund BLZ 440 501 99 KTO 181 044 195
April 2009
Dresdner Bank Dortmund BLZ 440 800 50 KTO 0161 6717 00 - Ende Juni 2009 immer noch aktiv
März 2009
Dortmunder Volksbank BLZ 441 600 14 KTO 640 5933 500
Januar 2009
Sparkasse Münsterland Ost BLZ 400 501 50 KTO 341 888 96
November 2008
Volksbank Oelde eG BLZ 412 614 19 Kto. 508 608 2600
Oktober 2008
Commerzbank Gütersloh BLZ 478 400 65 KTO 157 80 2000
August 2008
SEB Bank AG Bielefeld BLZ 48010111 KTO 173 910 3000 im September immer noch aktiv
Juni 2008
Commerzbank Bielefeld BLZ 480 400 35 KTO 7700 750 01

Ständig wurden neue Konten eröffnet, da die Banken nach Bekanntwerden mit wem sie es mit der Collector GmbH zu tun haben, die aktiven Kontoverbindungen gekündigt haben. Die Banken sind mittlerweile sensibilisiert und möchten nicht mit Abzockunternehmen in Verbindung gebracht werden. Daher ist es wichtig, die Banken über die Sachverhalte zu informieren, denn nur dann können diese handeln. Das so eine Kontokündigung ein herber Schlag für die Abzocker ist liegt auf der Hand: immerhin kostet jede Mahnwelle durch den Versand -zigtausender Bettelbriefe bares Geld: Portokosten, Personalkosten, Druckkosten, etc. pp.

Wenn dann noch, wie aktuell mit der Merlinapoli UG geschehen, die dummerweise überwiesenen Gelder auch noch mit dem Hinweis zurücküberwiesen werden, das Konto sei erloschen, so tut das dem Abzocknetzwerk schon richtig weh, denn die Kosten laufen immerhin weiter. Je öfter und schneller die Kontoverbindungen bankseitig gekündigt werden, umso mehr Verlust für Babenhauserheide, Rogalski & Co.

Donnerstag, 29. Juli 2010

Merlinapoli UG: Konto erloschen!

Tja, das war wohl nix! Wir mir soeben seitens einer Leserin mitgeteilt wurde ist das Konto der Merlinapoli UG, welche aktuell für megadownloads mahnt, erloschen. Offenbar hat die Volksbank reagiert und das Konto gekündigt. Es zeigt sich wieder einmal in aller Deutlichkeit, wie wichtig die Berichterstattung über die Abzocker ist und das es durchaus möglich ist, den Abzockern gehörig in die Suppe zu spucken. Trifft man sie doch am ehesten, in dem man frühzeitig die aktuell genutzten Bankverbindungen veröffentlicht und dafür Sorge trägt, daß die Banken über die Unseriosität ihrer Kunden informiert werden. Somit ist es stets nur eine Frage der Zeit, bis die Banken die Geschäftsbeziehungen zu den Abzockern kündigen.

Die Bankverbindungen sind und bleiben die Achillesferse der Abzocker!


Bezüglich der Frage, wie man sich nun nach Erhalt der Rücküberweisung verhalten soll verweise ich einfach noch mal auf die Empfehlungen der Verbraucherschutzzentralen sowie der Polizei: nicht zahlen, nicht reagieren, totstellen. Ein Handeln wäre erst dann angezeigt, wenn tatsächlich ein Mahnbescheid ins Haus flattern sollte. Diesen schickt man dann mit dem Setzen eines Häkchen ("Ich widerspreche der Forderung insgesamt") an das Mahngericht zurück - und schon dürfte es das gewesen sein! Es sind bis heute keine Fälle bekannt, in denen die Abzocker um megadownloads tatsächlich Mahnbescheide erlassen haben und erst recht kein Fall, in dem der vermeintliche "Kunde" dieser Abofalle vor Gericht gezerrt wurde. Warum nicht? Na, das dürfte jedem klar sein: weil eine Klage vor Gericht nie und nimmer Aussicht auf Erfolg hätte - und das wissen auch die Abzocker des mafiösen Netzwerkes!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Collector GmbH mit neuer letzter Mahnung - und neuer Bankverbindung!

Nicht nur die Merlinapoli UG lässt derzeit eine neue Mahnwelle durchs Land rollen, aktuell mahnt nun parallel auch mal wieder die Collector GmbH.


Offenbar wurde mal wieder das Konto bankseitig gekündigt, denn ganz aktuell lautet die neue Bankverbindung wie folgt:

Mal schauen, wie lange die Volksbank Bochum Witten eG braucht um zu durchschauen, mit wem sie es in Form des mafiösen Netzwerkes zu tun hat. Ich könnte mir vorstellen, daß sich die neue Bankverbindung wie ein Lauffeuer verbreitet und nicht wenige geprellte "Kunden" die Bank diesbezüglich informieren.

Dienstag, 13. Juli 2010

Neue Mahnwelle von mega-downloads.net

Seit dem 12.07.2010 rollt eine erneute Mahnwelle der Load House FZE für mega-downloads.net durch die Lande. Bezeichnend: als Rechnungssteller tritt erneut die Merlinapoli UG auf, dieses Mal mit neuer Bankverbindung. In der mir heute leserseitig zugesandten Mahnung heisst es wie folgt:


Wie gehabt also die typische Mahn- und Drohkulisse, die seitens des mafiösen Netzwerkes rund um Frank Babenhauserheide und Konsorten aufgebaut wird. Interessanter ist vielmehr die neue Bankverbindung, unter der die Merlinapoli UG nun handelt:


Den Verwendungszweck habe ich unkenntlich gemacht; auffällig ist bei dieser Mahnwelle, daß weder Kontonummer noch Bankleitzahl verzeichnet sind, sondern ausschließlich die internationale IBAN- und SWIFT/BIC. Weiterhin interessant: im Adressfeld taucht als Absender des Schreibens nicht etwa die Merlinapoli UG auf, sondern, man reibe sich die Augen:



Merkwürdig. Dieses Postfach gehörte, soweit mir bekannt, nie einer Load House FZE, sondern vormals der L & H GmbH, welche den Forderungseinzug für die Load House FZE betrieben hat. Die L & H GmbH (sowie die anderen Tarnfirmen des Frank Babenhauserheide und seinem kriminellem Umfeld) waren postalisch unter der eingetragenen Firmenadresse an der Färberstr. 3 in Hannover bereits seit ca. Mitte letzten Jahres nicht mehr erreichbar.

Nehmen wir also mal zur Kenntnis, daß es nun für die Load House FZE (Dubai) ein Postfach in Hannover gibt. Das wird sicher auch meinen Rechtsanwalt sowie das Landgericht Bielefeld freuen, um das vor sich hindümpelnde Verfahren zeitlich endlich nach vorne zu bringen. Seit März diesen Jahres warten wir nämlich auf die großmütig angekündigten Beweise des Verkehrsanwaltes Hasenbäumer, welche angeblich aus Dubai kamen und uns trotz Auflage des Landgerichts Bielefelds bis heute (!) nicht vorliegen.

Beigefügt ist selbstverständlich ein vorausgefüllter Überweisungsträger, in diesem sind dann wieder Kontonummer und Bankleitzahl genannt:



Spätestens morgen dürfte die Berliner Volksbank über den Sachverhalt im Bilde sein. Schauen wir mal, wie lange die Merlinapoli UG noch Kontoinhaber dieses Abzockkontos bleibt.

Sonntag, 11. Juli 2010

"...wird sowieso wieder alles eingestellt gegen Megadownloads..." - Mitnichten!

Gegen die Abofallenbetreiber á la Megadownloads scheint kein Kraut gewachsen. So zumindestens klingt der Tenor von Geschädigten, Verbraucherschützern und Beobachtern dieser kriminellen Internetszene, welche seit Jahren in mafiöser Struktur ihr Unwesen treibt und gegen die rechtlicherseits offenbar kaum etwas auszurichten ist.

Ist dem tatsächlich so? Ein klares NEIN - auch, wenn gerne Meldungen in Foren oder anderen Medien lanciert werden, die einem genau das weiszumachen gedenken.

Schauen wir uns doch einmal an, was aktuell Fakt ist: ein Geschädigter von Megadownloads erstattete Anzeige wegen Betruges gegen die L & H GmbH, welche derzeit für den Forderungseinzug zuständig war. Heutiger Geschäftsführer: Strohmann Andreas Schilling.

Die Antwort der Staatsanwaltschaft Hannover vom 05.07.2010 möge sich der geneigte Leser aufmerksam durchlesen. Für mich ist dieses Schreiben ein deutliches Signal, daß die Angelegenheit eben NICHT, wie häufig vermutet, "unter den Teppich" gekehrt wird, sondern vielmehr, daß die Strafverfolgungsbehörden ermittlungstechnisch offenbar viel weiter in die Tiefe gehen als von den Geschädigten angenommen und den Abzockern erwartet. Stichworte diesbezüglich könnten vielleicht auf Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Urheberrechtsverletzungen, etc. pp. lauten.

Nicht nur die Staatsanwaltschaft arbeitet also nach wie vor - auch die kontoführenden  Banken und nicht zuletzt die Softwarehäuser, mit deren guten Namen im Kontext Missbrauch betrieben wird positionieren sich klarer als je zuvor. Exemplarisch nachfolgend zwei Antwortschreiben, die das deutlich dokumentieren:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank fuer Ihren Hinweis!

Ich kann Ihnen versichern, dass die Avira GmbH in keinerlei Geschaeftskontakt mit der Betreiberin der von Ihnen genannten Webseite steht. Sie wurde weder damit beauftragt unsere Software zu verkaufen noch ist sie in irgendeiner Weise dazu berechtigt.

Mit unserem staendig wachsenden Erfolg wuchs leider auch die Zahl derer, die mit gefaelschten Avira Angeboten auf Kosten argloser Anwender illegal Geld verdienen. Natuerlich schoepfen wir alle erfolgversprechenden rechtlichen Mittel aus um solchen Machenschaften Einhalt zu gebieten - deswegen sind Hinweise wie der Ihre auch so wichtig fuer uns!

Falls Ihnen in Zukunft wiederholt ein Missbrauch auffallen sollte, waeren wir Ihnen fuer eine kurze Nachricht an fake@avira.com dankbar.

Informationen wie Betroffene sich verhalten sollten, finden Sie z.B. auf den Seiten der Verbraucherzentrale (http://www.vzbv.de/go/aktuell/98/index.html).

Herzlichen Dank fuer Ihre Hilfe - und bleiben Sie sicher!

--
Mit freundlichen Grüßen / Best regards

Nadja PXXX

Nadja PXXX, Customer Care Center, Avira GmbH
Quelle: Schreiben der Avira GmbH, vorliegend

Sehr geehrter Herr XXX, 

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 5. August 2009, in der Sie uns auf die Geschäftspraktiken der Firma Mega-Download hinweisen.

Da die Commerzbank sehr großen Wert darauf legt, ausschließlich mit seriösen Geschäftspartnern zusammenzuarbeiten, haben wir die Angelegenheit in Hinblick auf Ihre Vorwürfe überprüft und die aus unserer Sicht erforderlichen Maßnahmen eingeleitet. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass wir Ihnen jedoch aus rechtlichen Gründen keine detaillierteren Auskünfte über die Konsequenzen mitteilen dürfen.

Sehr geehrter Herr XXXX, wir möchten Ihnen für Ihre offenen Worte danken und Ihnen an dieser Stelle versichern, dass wir stets alles Erforderliche tun, um betrügerische Handlungen zu verhindern.

Mit freundlichen Grüßen

Annett WXXXXXXX
C O M M E R Z B A N K
Aktiengesellschaft
Kundenzufriedenheitsteam
Quelle:  Commerzbank Hannover, vorliegend

In den letzten Wochen und Monaten erreichten mich viele derartiger Schreiben, eingesandt von Geschädigten, die mich stets über den derzeitigen Stand auf dem Laufenden halten. Insofern ist dies ein guter Gratmesser, in welche Richtung die rechtliche Bewertung von Abofallen tendenziell geht. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß Justiz und Behörden nicht zuletzt aufgrund des öffentlichen Drucks durch die Medien gleichwelcher Art mittlerweile sensibilisiert wurden und das auch in Zukunft der Fall sein wird. Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie mahlen. Es gilt einfach, weiter zu kämpfen und nicht locker zu lassen. Daher ein herzliches Dankeschön an all jene, die neue Bankverbindungen melden, Banken informieren, Strafantrag stellen und zeitnah handeln. Genau DAS ist der richtige Weg - und das probate Mittel, der Abzockmafia in die Suppe zu spucken.