Samstag, 3. Oktober 2009

Open Office startet Offensive!

OpenOffice.org und Abofallen


Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die damit anderen das Geld aus der Tasche ziehen. Doch leider sind uns gegen dubiose Anbieter kostenpflichtiger Downloads rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Doch leider können wir nicht so helfen". Um unsere Nutzer trotzdem vor Abofallen zu schützen, möchten wir mit dieser Seite über das Problem informieren und die Möglichkeit bieten, zweifelhafte Anbieter an uns zu melden.
Bitte beachten Sie unbedingt auch die rechtlichen Hinweise.

Ihr Download von OpenOffice.org führte zu einem ungewollten Abovertrag?

Hier finden Sie hilfreiche Informationen:

Sie wollen uns dubiose Download-Seiten mit OpenOffice.org melden?

Schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org und schildern Sie uns Ihren Fall. Welche Daten wir weiterleiten, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Mithilfe!

Weitere Informationen zum Thema

Sollte ein Link nicht mehr zu der richtigen Infoseite führen, teilen Sie uns das bitte in einer kurzen E-Mail an abgezockt@openoffice.org mit.

Wir haben OpenOffice.org nicht für Leute gemacht, die mit zweifelhaften Downloadseiten anderen das Geld aus der Tasche ziehen

OpenOffice.org gibt es auch völlig kostenfrei und ohne Abo, zum Beispiel bei uns unter http://de.openoffice.org. Hinter dieser Software steht eine internationale Open-Source-Community, welche die Office-Suite seit Jahren verbessert. Dafür engagieren sich viele ehrenamtlich in ihrer Freizeit, und zahlreiche Unternehmen stellen Programmierer für das Projekt bereit. Auf diese Weise hat sich OpenOffice.org mittlerweile zur führenden freien Office-Suite entwickelt.

Leider lockt die Popularität eines Produktes auch dubiose Anbieter auf den Plan

Wer über eine Internet-Suchmaschine oder andere Links auf die Seiten eines solchen "schwarzen Schafes" gelangt, der merkt oft gar nicht, dass er mit dem Herunterladen von OpenOffice.org ein mehrjähriges Abonnement mit Kosten von mehreren hundert € abschließt. Schon bald flattert eine Rechnung ins Haus - mit unmissverständlichen Mahnungen und oft harschem Verweis auf Rechtsanwälte und Inkassounternehmen. Wird nicht bezahlt, machen diese Firmen Druck.

Dieses Gebaren geht auf Kosten unserer Nutzer und beschädigt unseren guten Ruf

Es bringt darüber hinaus das Ansehen und den Gedanken der freien Software in Misskredit. Aus all diesen Gründen warnen wir auf unserer Webseite vor diesen Praktiken, selbst Presse und Fernsehen weisen auf das Problem der Abofallen hin. Nur reicht das längst nicht aus, wie mittlerweile hunderte von Anfragen und Beschwerden Betroffener allein bei uns belegen.

Doch leider können wir Ihnen nicht so helfen, wie wir wollen

Einerseits sind uns rechtlich die Hände gebunden. Mehr dazu unter "Rechtliche Hinweise" weiter unten. Andererseits wird OpenOffice.org als freie Software unter der Lizenz LGPL vertrieben, die auch den Verkauf des Programmes erlaubt. Diese Lizenzpraxis fördert die Weiterentwicklung und Verbreitung des Programms. Aber genau an diesem Punkt klinken sich Internet-Abzocker ein, die häufig über dutzende von Firmen im Ausland verteilt sind. Dabei schaffen sie es sogar oftmals, den gesetzlichen Vorgaben weitgehend zu entsprechen, so dass es selbst für Polizei, Staatsanwaltschaft und Verbraucherschutz schwierig ist, einzugreifen.

Verbraucherschutzzentralen raten...

Reagieren Sie nicht auf Rechnungen, Mahnungen und Drohbriefe. Denn in der Regel kommt es, trotz großartiger Ankündigungen der Anbieter, zu keinem Gerichtsverfahren. Aber informieren Sie sich vorsorglich auch darüber, wann und wie Sie in anders gelagerten Fällen rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen. Dazu haben wir entsprechende Links für Sie zusammengestellt. Ergänzend tun wir das uns Mögliche, den Missbrauch des Namens OpenOffice.org weiter einzudämmen, und Sie können dabei mithelfen. Damit reduzieren Sie letztlich auch das Risiko, solchen Anbietern womöglich selbst einmal oder vielleicht erneut ungewollt auf den Leim zu gehen.

Wie können Sie konkret helfen?

Wir sammeln alle Hinweise auf dubiose Fälle und Internetseiten. Diese leiten wir an interessierte Suchmaschinen weiter, um so die Möglichkeit zu schaffen, zwielichtige Downloadseiten aus den Werbeeinblendungen zu entfernen. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung in Form von Internetadressen entsprechender Anbieter. Wir brauchen aber auch Informationen wie Screenshots der entsprechenden Seite, Kopien von Rechnungen, Mahnungen, E-Mails usw. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen.

Sind Sie bereits von einem OpenOffice.org-Abzocker betroffen?

Auf dieser Seite haben wir Informationen für Sie zusammengestellt. Darunter Verhaltensweisen, wie beispielsweise die Empfehlungen der Verbraucherschutzzentralen.
Möchten Sie uns Ihren Fall melden? Dann schreiben Sie an abgezockt@openoffice.org. Welche Daten wir weiterleiten und was das bedeutet, das erfahren Sie in unseren rechtlichen Hinweisen. Danke für Ihre Unterstützung!

Rechtliche Hinweise - bitte unbedingt lesen

  • Wir dürfen keine Rechtsberatung erteilen! Für qualifizierten juristischen Rat wenden Sie sich bitte an die Verbraucherschutzzentralen oder einen Rechtsanwalt.
  • Sämtliche zugesandten Fälle werden bei uns lediglich intern zum Zweck der Kenntnis über unseriöse Anbieter gespeichert. Keinesfalls geben wir dabei Ihre persönlichen Daten ungefragt an Dritte weiter, auch nicht an die Suchmaschinen.
  • So bemüht wir auch sind, es gibt leider keinen Rechtsanspruch und keine Garantie auf Abschaltung oder Verfolgung der betroffenen Anbieter.
  • Informieren Sie sich unbedingt - beispielsweise bei den Verbraucherzentralen oder einem Rechtsanwalt - wann und wie Sie rechtlich korrekt mit den Anbietern Kontakt aufnehmen.
  • Wir werden niemals in Ihrem Namen mit den Anbietern kommunizieren. Etwaige Rechtsmittel können ausschließlich Sie einlegen, Erklärungen können ausschließlich von Ihnen gegenüber Ihrem "Vertragspartner" erfolgen!
  • Eine Meldung an uns hat insoweit keinerlei Rechtskraft.

Eine kleine Bitte zum Schluss

Es wäre bedauerlich, wenn dubiose Anbieter weiterhin dem Ruf von OpenOffice.org und freier Software im Allgemeinen schaden würden. Deshalb informieren Sie bitte Ihre Freunde, Bekannten und Arbeitskollegen über dieses Problem und dass man etwas dagegen tun kann. Weisen Sie bitte auch darauf hin, wie man OpenOffice.org ohne Risiko von Abofallen downloaden kann - nämlich einfach und kostenfrei über die Homepage der Community unter http://de.openoffice.org

(Quelle: http://de.openoffice.org/abgezockt/)

Leider ohne Ton und in schlechter Bildqualität, aber im Kontext deutlich zu sehen, wie hier Internetnutzer in die Abofalle tappen (hier am Beispiel von Open Office):



Es versteht sich von selbst, daß ich bereits mit Florian Effenberger in engem Kontakt stehe. Immerhin nutzte mega-downloads.net auch Open Office als Lockmittel, um Nutzer in die Abofalle zu führen. An dieser Stelle erlaube ich mir den Hinweis, daß es sinnvoll ist, sich bei Open Office zu melden und dessen Aufruf zu folgen. Mehr dazu dann, wenn die Zeit für offizielle Informationen reif ist. Nur soviel: es wird spannend - und bald eine Bombe platzen.

Kommentare:

  1. Videos zu Openoffice-Landingpages und Google-AdWords:

    http://www.youtube.com/watch?v=QAteDyMoDYE

    http://www.youtube.com/watch?v=qQ3Ygaemm5c

    Anm.: Ich hatte mich bei der Suche nach diesen Videos zunächst vertippt und
    w**.youttube.de eingegeben. Dann habe ich die Eingabe aber korrigiert.

    AntwortenLöschen
  2. > Leider ohne Ton und in schlechter Bildqualität

    Hinweis: Man kann die Schrift besser lesen, wenn man nach Start der Wiedergabe rechts unterhalb des Bildes auf "HQ" klickt und rechts daneben auf volle Bildschirmgröße umschaltet.

    AntwortenLöschen
  3. Radiosendung in Bayern 5 vom 20.07.2008 über eine Download-Abofalle in Verbindung mit der Google-Suche nach "openoffice"

    Quelle (ab Zeitpunkt 00:01:50):

    http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/1878334

    Es handelt sich dabei mit Sicherheit um die Abofalle Mega-downloads, da in dem Radiobericht folgende E-mail zitiert wird.

    Zitat: "Wichtig: Bitte beachten Sie, dass bei Eingabe des Benutzernamen und des Passworts keine Leerzeichen enthalten sind und das Passwort in korrekter Groß- und Kleinschreibung eingefügt wird."

    Quelle:

    http://forum.computerbetrug.de/allgemeines/53168-mega-downloads-laesst-mich-nicht-mehr-in-ruhe-52.html#post253430

    AntwortenLöschen
  4. Weiterer Bericht von Bayern 5 über Mega-downloads, vom 10.10.2008:

    http://www.br-online.de/b5aktuell/verbrauchermagazin/internetabzocke-downloads-inkasso-ID1223643671835.xml

    AntwortenLöschen
  5. Ergänzung zum Kommentar 4. Oktober 2009 09:44

    Die erwähnte E-mail mit dem Login-Link wurde nach klicken auf "ABSENDEN" auf der "Openoffice"-Anmeldeseite von MD durch eine Bildschirmseite wie der folgenden angekündigt (lange Ladezeit abwarten):

    http://web.archive.org/web/20080203133848/http://www.mega-downloads.net/lay/emule_downloaden.html?success=true

    (Quelle: Web-Archiv)

    AntwortenLöschen
  6. Weiterer Ergänzung/Korrektur

    Es gab für die verschiedenen Freeware-Tools inoffizielle Anmeldeseiten meistens unter dem Verzeichnis "/anmelden" und teilweise unter dem Verzeichnis "/lay".

    Der Bildschirminhalt, mit dem die E-mail mit dem Login-Link angekündigt wurde, unterschied sich offensichtlich zwischen diesen in einem Detail.

    Ein Beispiel dieser Ankündigungsseite nach "anmelden" unter
    http://emule.mega-downloads.net/anmelden/
    findet sich hier:

    http://web.archive.org/web/20080421212130/www.mega-downloads.net/anmeldung_erfolgreich&email=aaass@bbb.cc

    Ein Beispiel dieser Ankündigungsseite nach "anmelden" unter
    http://www.mega-downloads.net/lay/emule_downloaden.html
    findet sich hier:

    http://web.archive.org/web/20080203133848/http://www.mega-downloads.net/lay/emule_downloaden.html?success=true

    Der Detailunterschied befindet ich in dem Link, den man anklicken soll, falls die angegebene E-mail-Adresse falsch war.

    Im ersten Fall wurde auf die tatsächlich verwendete inoffizielle Anmeldeseite zurückverwiesen:
    http://emule.mega-downloads.net/anmelden/

    Im zweiten Fall wurde auf die offizielle Anmeldeseite verwiesen:
    http://www.mega-downloads.net/anmelden/

    Bei OpenOffice war das wie im ersten für "Emule" beschriebene Fall, da die entsprechenden Anmeldeseiten unter dem Verzeichnis "/anmelden" lagen, z.B.
    http://openoffice.mega-downloads.net/anmelden/149
    und da für alle verschiedenen Freeware-Tools das selben Schema verwendet wurde, sofern die jeweilige "Anmeldeseite" unter dem Verzeichnis "/anmelden" lag.

    ------------------

    Das Verzeichnis
    http://openoffice.mega-downloads.net/anmelden/
    existiert übrigens aktuell immer noch. Das erkennt man daran, daß keine Fehlermeldung beim Aufruf dieses Verzeichnisses kommt (Den Slash "/" am Ende nicht weglassen!). Wenn man sich aber vertippt, z.B.
    http://openoffice.mega-downloads.net/anmexlden/
    dann kommt eine Fehlermeldung "Error 404 - Die Seite kann nicht angezeigt werden.".

    Dies ist ein weiteres Indiz, daß diese inoffiziellen Anmeldeseiten wirklich existierten.

    AntwortenLöschen
  7. Radiosendung Bayern 5

    "Abo-Falle bei Open Office - 19.09.2009"

    Quelle (ab Zeitpunkt 00:00:48):

    http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/3016140

    AntwortenLöschen
  8. Radiosendung Bayern 2: Bericht über Mega-Downloads, "Download-Abzocke - 14.10.2008"

    Quelle (ab Zeitpunkt 00:05:11):

    http://mediathek.ard.de/ard/servlet/content/2335434

    AntwortenLöschen
  9. Radiosendung WDR 2: Bericht über Mega-Downloads, "Internetabzocke" (07.10.08)

    Quelle:

    http://www.wdr.de/radio/wdr2/_m/mp3/quintessenz/wdr2_081007_quinte_stress_mit_mega-downloads_neiteler-vogt__marion_168f6eeb.mp3

    Manuskript:

    http://origin.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/490489.phtml

    AntwortenLöschen
  10. Zitat:
    "Die landen dann auch auf dem Tisch von Florian Effenberger, zuständig für die Vermarktung von Open Office. Das Ausmaß der Abzocke ist schwer zu beziffern: «Auf unsere Kampagne hin haben wir weit über 500 Rückmeldungen erhalten, und davor schon einige hundert. Das ist sicher nur die Spitze des Eisbergs.»"
    Quelle

    AntwortenLöschen
  11. "Aktuelles (Stand: 1. März 2010)

    * Vielen Dank für die zahlreichen Zuschriften und Reaktionen auf unsere Kampagne! Mittlerweile liegen uns ca. 1.500 Fälle vor.
    * Einen Großteil dieser E-Mails haben wir bereits gesichtet und werden in einem nächsten Schritt Kontakt mit den Suchmaschinenbetreibern aufnehmen."

    Quelle:
    http://de.openoffice.org/abgezockt/
    -----------------------------------------

    "Open-Source-Treffen steht an! Los gehts am Freitag, 26. März ab 18 Uhr im Café Netzwerk (Luisenstr. 11, 80333 München)
    ...
    - Florian Effenberger: 'Was braucht man für einen Krimi? Oder: OpenOffice.org kämpft gegen Abofallen'"

    Quelle:
    http://www.silberkind.de/serendipity/index.php?/archives/2381-Open-Source-Treffen-kommenden-Freitag.html

    AntwortenLöschen
  12. http://www.slideshare.net/floeff/openofficeorg-kmpft-gegen-abofallen-opensourcetreffen-26-mrz-2010-in-mnchen

    AntwortenLöschen