Donnerstag, 24. September 2009

Abzocker unterliegen vor Gericht: Konten bleiben eingefroren

Wie heute die Neue Westfälische Zeitung titelt unterliegt Herr Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder vor dem Landgericht Hildesheim. Hier legte er nämlich im Auftrag der Abzocker Beschwerde ein, da die Konten der L & H GmbH seitens der Staatsanwaltschaft Hannover eingefroren wurden.

Dumm gelaufen: das Landgericht Hildesheim verwarf die Beschwerde, wie gestern ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Anfrage der NW bestätigte. Hätte das Gericht die Konten freigegeben, so wären die Ermittlungen sicherlich erschwert worden. Die Entscheidung des Landgerichts Hildesheim zeigt hier deutlich, daß man nah dran ist, der Abzocke endlich ein Ende zu bereiten. Es sind desweiteren offenbar mehrere Verfahren im Kreis Herford gegen mehrere Personen anhängig wegen Verdachts des Betruges und der Geldwäsche.

Nun, ich erinnere in diesem Zusammenhang an die eidesstattlichen Versicherungen von Verkehrsanwalt Ralf Hasenbäumer, der bislang als Firmenanwalt rund um Babenhauserheide auftrat, im Rahmen des Erlasses der Einstweiligen Verfügung (ohne vorherige Anhörung) gegen mich seitens des Landgerichts Bielefeld. Hier verschwieg er wissentlich dem Landgericht Bielefeld, daß gerade erst ein Verfahren gegen Frank Babenhauserheide (Vorwurf: Geldwäsche) nach Hannover abgegeben wurde. Dies bestätigte übrigens der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Hannover auf Nachfrage der NW.

Ein Monolog, im Kausalzusammenhang, sei mir an dieser Stelle vergönnt:

Es ist schon beachtlich, wie Menschen  tatsächlich in der Lage sind, solche Wege zu gehen. Sei es nun ein Rechtsanwalt, ein Deutschland-Chef der Abzocke, Inkasso-Strohmänner oder andere. Das, was hier derzeit passiert, ist in gewisser Weise einzigartig und zeitgleich etwas, was permanent kopiert wird. Es ist perfide und krank. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, daß dies nicht toleriert wird und der Kampf gegen diese Abzocke Sinn macht. Übrigens, werter Herr Verkehrsanwalt Hasenbäumer: dieses Urteil des LG Hildesheim wird nicht das letzte sein, welches auch Ihnen aufzeigt, an Ihre Grenzen gekommen zu sein. Wir sehen uns vor Gericht, nicht wahr?

Hinweis vom 25.09.2009: dieser Artikel wurde von mir nach dem erneuten Wunsch auf Unterlassung (Seite 1, Seite 2, Seite 3) verändert, da offensichtlich nicht Verkehrsanwalt Hasenbäumer derjenige war, der Widerspruch gegen den Beschlagnahmebeschluss der Konten einlegte, sondern Rechtsanwalt Dr. Detlef Binder, Bielefeld. Selbstverständlich bin ich für diese Information dankbar und habe daher den Beitrag aktualisiert (auch, wenn sich thematisch nichts ändert).

Kommentare:

  1. Wer ist denn nun "unterlegen" ? Der Anwalt oder sein Mandant ?

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  2. Den Titel Rechtsanwalt in Anführungszeichen zu setzen, stellt eine Beleidigung da. Soso. Ich glaube wohl eher, dass sich andere Rechtsanwälte in ihrem Berufsstand wegen solcher schwarzen Schafe beleidigt fühlen. Anwälte, die in irgendeiner Form die Abofallen vertreten, haben die Bezeichnung Rechtsanwalt nicht verdient.

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  3. Das ist ja nun mal saublöde.Solche Fehler (Falsche Benennung des Rechtsanwalts) können Sie auf Dauer ruinieren.

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  4. "Anwälte, die in irgendeiner Form die Abofallen vertreten, haben die Bezeichnung Rechtsanwalt nicht verdient."
    Das Recht vor Gericht vertreten zu werden hat jeder, ganz egal welche Straftat/was auch immer demjenigen zur Last gelegt wird.
    Verwerflich wird es erst dann, wenn derjenige Anwalt sich daran bereichert oder gar beteiligt ist an der Abzocke!

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  5. Es geht nicht darum, dass ein Anwalt im Rahmen eines Mandats auch mal böse Buben vertritt, sondern es geht darum, dass Anwälte die Masche über die Gerichtsäle hinaus verteidigen und denen die Hölle heiß machen, die die Unverschämheithaben, auch noch darüber zu berichten.

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