Mittwoch, 16. Dezember 2009

Neues über Megadownloads

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen das Inkassobüro Proinkasso aus Hanau wegen des Verdachts der Geldwäsche. Das Unternehmen hat Rechnungen einer dubiosen Internet-Seite verschickt.


"Vorsicht Abzocke! Lasst bloß die Finger davon weg!" So warnen geprellte Internet-Nutzer vor der Seite "Mega-Downloads.net" - wohl zu recht: Gegen die Internet-Seite ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Betrugs. Es besteht der Verdacht, dass die Internet-Nutzer durch ungenaue Angaben in Abonnements für Computerprogramme gelockt wurden. Die vermeintlich kostenlose Software, die man auf der Seite erhalten kann, entpuppte sich nach der Anmeldung als Abonnement, für das Rechnungen über 170 Euro verschickt wurden.

Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover auch gegen das Inkassobüro Proinkasso aus Hanau, die den Internet-Nutzern die Rechnungen von "Mega-Downloads.net" geschickt hat. Der Verdacht: Geldwäsche. Das Inkassobüro hätte überprüfen müssen, ob es bei den gestellten Rechnungen mit rechten Dingen zuging, so die Staatsanwaltschaft.

Konto mit 354.000 Euro gepfändet

Nach hr-Informationen hat die Polizei im September auf Anweisung der Staatsanwaltschaft Hannover die Geschäftsräume von Proinkasso in Hanau durchsucht und ein Konto gepfändet, auf dem die Zahlungen für den Betreiber von "Mega-Downloads" eingingen. Bis zur Kündigung des Kontos durch die Bank Anfang November seien darauf rund 354.000 Euro eingegangen.

Man kann deswegen davon ausgehen, dass mehr als 2.000 Verbraucher die Rechnungen bezahlt haben, obwohl diese vermutlich unberechtigt waren. Verbrauchern, die nach der Konto-Kündigung noch gezahlt haben, hat die Bank das Geld inzwischen zurück gezahlt.

Quelle: HR-Online, Audiodatei 
Weiterer Bericht: Frankfurter Rundschau

Kommentare:

  1. Schade, dass in solchen offensichtlichen Faellen nicht proaktiv gehandelt wird (werden kann). Hoffentlich klicken da bald die Handschellen.

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  2. Juhu, endlich unternimmt der Staat mal was gegen die Abzockbranche und ihre Helfer :D

    Dirk aus N.

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  3. Und schon wieder 354.000 Euro, welcher der Parasit Fritzmann Junior nicht in Anwälte oder Ferraris investieren kann.

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  4. Hmmh....das wurde nach meiner Meinung auch Zeit. Aber dass die Abzocker überhaupt so lange so unbehelligt Mahnungen verschicken konnte....

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  5. > Aber dass die Abzocker überhaupt so lange so unbehelligt Mahnungen verschicken konnte....

    Das wundert mich allerdings auch.

    Zitat (17.01.2009):
    "Die Tage hab ich Antwort von der Staatsanwaltschaft Hannover bekommen, wegen meiner Strafanzeige gegen die Drahtzieher von MD, Validea. Die Ermittlungen wurden eingestellt. "Die Geltendmachung einer vermeintlichen Forderung stellt noch keine vermögensschädigende Täuschungshandlung dar, wie es der Straftatbestand des Betruges, § 263 StGB, vorraussetzt. "

    Quelle

    Unglaublich!

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  6. Ergänzung zum Kommentar 24. Dezember 2009 17:23

    Die vermögensschädigende Täuschungshandlung bestand aus eine Lüge in der Mahnungs-E-mail.

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