Mittwoch, 18. April 2012

Verständnisfrage: was passiert eigentlich nun mit den "zufriedenen" Kunden der Abofallen-Abzocker?

Es ist an der Zeit, die ultimative Gretchenfrage zu stellen. Spätestens seit dem Bust von kino.to bekamen die Abofallen-Netzwerke ja eine Hiobsnachricht nach der Anderen präsentiert in Form von Durchsuchungen, Festnahmen und nicht zuletzt auch Vermögenssicherstellungen. Im Ergebnis wurden zahlreiche Abofallenseiten einfach mal so, sang- und klanglos, vom Netz genommen.

Bleibt doch nun die Frage offen, wie die "zufriedenen Kunden", wie stets von den Abofallenbetreibern postuliert, denn nun noch in den Genuss der bereits im Voraus bezahlten Leistungen kommen oder aber wie sich die Betreiber der Websites eine Regulierung für nichterbrachte Leistungen so vorstellen?

Man wäre ja glatt versucht, von einem Leistungsbetrug zu sprechen. Immerhin wurden tausende Kunden per Vorkasse für eine "Dienstleistung" zur Zahlung genötigt, die letztlich nicht mehr erbracht werden kann, da die Seiten schlichtweg offline sind, nicht wahr?


Strohmann von italia-programmi.net (Estesa Ltd.) in Italien verhaftet

Die Carabinieri aus dem Küstenregion La Spezia haben einen ungarischen Verantwortlichen der Firma Estesa Ltd. verhaftet. Die Estesa Ltd. ist Eigentümer der Webseite Site italia-programmi.net. Der Betrüger, der als Verantwortlicher hinter dem Portal italia-programmi.net steckt, wurde verhaftet. Die Carabinieri der Region La Spezia haben in Zusammenarbeit mit den Behörden in Rom schnell einen 64 Jahre alten Ungarn als verantwortliche Person identifiziert. Für den Betrug über das Onlineportal italia-programmi.net trat der Mann vermutlich aber nur als Strohmann in Erscheinung.

Quelle & vollständiger Bericht: Antiabzockenet

Dienstag, 17. April 2012

Telefongespräch mit dem Buchautor Andreas Sterntal

Plötzlich klingelte das Telefon. Vollkommen überrascht meldete ich mich höflich mit meinem Namen und tat mich schwer, mein Gegenüber als den Buchautoren Andreas Sterntal (Brieffreundschaft mit einem Abzocker)  zu identifizieren. Das Glucksen und Gackern bekam er jedoch glücklichweise in den Griff, so dass wir uns über die neuesten Ergüsse des Rodgauer Schreihalses austauschen konnten.

Den Inhalt des Telefongespräches finden Sie im Kaminzimmer.

Fernsehbericht zum Thema Legal Highs

Sie haben harmlos klingende Namen wie Badesalz, Raumlufterfrischer oder Räuchermischungen. Doch in Wahrheit stecken hinter diesen sogenannten "Legal Highs" gefährliche Drogen.

Schauen Sie sich hier den Fernsehbeitrag von Galileo zum Thema an.

Die Zeit ist gekommen: Silbertablett 2012

Unter dem Motto "Silbertablett 2012" werden in Kürze Einladungen an ermittelnde Behörden, welche sich mit den Netzwerken rund um die hier thematisierten Abofallen beschäftigen, versandt. Gleichwohl werden einige Blogger, die seit Jahren zum Thema Abofallen recherchieren und berichten, referieren.

Wir liefern Faken, Zusammenhänge, Schnittstellen - und tragen so unseren Teil dazu bei, die derzeitigen Entwicklungen voranzutreiben. "Silbertablett 2012" wird eine reale Veranstaltung, welche in Nordrhein-Westfalen stattfinden wird. Flipcharts, Beamer, Kaffee und Käsehäppchen werden vorhanden sein, der spitze Bleistift ist mitzubringen. Medienvertreter sind nicht zugelassen, dürfen aber über das Ergebnis gerne berichten.

Freitag, 13. April 2012

Ermittlungen im Fall kino.to: Affiliate-Dienstleister nach Razzien verhaftet

Nun geht es endlich ans Eingemachte: wie Rechtsanwalt Stefan Richter heute in seinem Blog mitteilt geht die Staatsanwaltschaft Dresden nun auch gegen die Profiteure von kino.to vor.

Nach einer Meldung des Spiegel wurden nach bundesweiten Razzien zwei Personen, darunter ein Betreiber eines Affiliate-Netzwerkes aus Rheinland-Pfalz, verhaftet. Während der Hauptwerbevermarkter im EU-Ausland nicht greifbar sei, sei man nun gegen dessen in Deutschland sitzenden Geschäftspartner vorgegangen. Diese würden strafbarer Beihilfehandlungen zu Urheberrechtsverletzungen verdächtigt.

Zitat aus Spiegel Online:
" Die Zugriffe und Hausdurchsuchungen vom Mittwoch richteten sich offenbar gegen Dienstleister in Deutschland, die diesem Werbevermarkter zuarbeiteten. Das Konstrukt mehrerer Affiliates in Reihe ist Branchenüblich und dient der Verschleierung gegenüber den Werbekunden, ist aber auch ein Versuch, sich aus der rechtlichen Verantwortung zu stehlen. Sollte es im Fall der am Mittwoch Inhaftierten zu Anklage und Prozess kommen, dürfte auf dieser Linie auch die Verteidigung laufen: Vertragspartner der deutschen Dienstleister war nicht kino.to, sondern der Werbevermarkter im europäischen Ausland."
Grafik: Spiegel Online


Quelle & vollständiger Artikel: Spiegel Online
Lesenswert auch der Artikel in der Welt 

Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch der Kommentar von Rechtsanwalt Stefan Richter zur Thematik. Und selbstverständlich auch meine Beiträge in diesem Blog zur Personalie Valentin Fritzmann. So, wie es aussieht, steht der kleine Prinz nämlich endlich vor dem wohlverdienten Ende seiner kriminellen Karriere.

Mittwoch, 11. April 2012

kino.to: Nach Urteilsspruch DDoS-Attacke auf Homepage des Justizministeriums

Am Mittwoch tobte ein kleiner Krieg im Netz: Es habe eine DDoS-Attacke auf die Seite des Justizministeriums gegeben, bestätigte die Pressestelle. Bekannt hat sich dazu eine Gruppe mit Namen "Anonymous Austria". Hintergrund ist offenbar ein Gerichtsurteil gegen einen Programmierer.

Quelle & vollständiger Artikel: Tagesspiegel

kino.to: Programmierer zu drei Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt

Die nächste Verurteilung in Sachen kino.to gabs am heutigen Tage, wie der Tagesspiegel berichtet:

Der Chef-Programmierer des illegalen Filmportals kino.to ist zu drei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig sprach den 29-Jährigen am Mittwoch der massenhaften Verletzung des Urheberrechts schuldig.

Der Programmierer aus Hamburg hatte zum Prozessauftakt am 30. März eingeräumt, die Infrastruktur hinter der Website von Anfang an programmiert zu haben. Das Geständnis legten die Richter zu seinen Gunsten aus. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte vier Jahre und zwei Monate Gefängnis gefordert, die Verteidigung lediglich ein „angemessenes Strafmaß“.
Quelle & vollständiger Artikel: Tagesspiegel

Bleibt abzuwarten, was nun mit Valentin Fritzmann passieren wird. Immerhin soll er, darf man den diversen Aussagen der bereits Verurteilten Glauben schenken, kino.to finanziert haben.

Lesen Sie ebenfalls die Pressemitteilung der GVU.
Diskutieren Sie darüber im Diskussionsforum.

Freitag, 6. April 2012

Interview mit dem Buchautor Andreas Sterntal, Teil IV (Update)

Das Interview mit dem Buchautor Andreas Sterntal ("Brieffreundschaft mit einem Abzocker") geht in die nächste Runde: ab sofort ist Teil IV online, weitere Teile werden beizeiten folgen.

Update vom 09.04.2012: Teil V ist nun online.

Ich wünsche allen Lesern ein frohes und besinnliches Osterfest!

Donnerstag, 5. April 2012

Nach 2000 Anzeigen: Polizei fasst Internet-Abzocker

Tausende Internetnutzer hat der Rostocker Alexander H. in die sogenannte Abo-Falle gelockt. Am Mittwoch saß der 25-Jährige selbst in der Falle – er wurde festgenommen und in die Justizvollzugsanstalt Waldeck gebracht.

Seit März 2010 soll H. als Betreiber von mindestens vier Webseiten Software zum Herunterladen angeboten haben, die eigentlich frei verfügbar ist. Die Kostenhinweise waren geschickt versteckt. „Eine Bezahlpflicht war für die Geschädigten nicht erkennbar“, sagt Oberstaatsanwalt Andreas Gärtner.

Die arglosen Nutzer wurden mit Rechnungen, Mahnungen, Inkassoforderungen von H.s Firmen bedrängt. Der Staatsanwaltschaft Rostock liegen bisher mehr als 2000 Anzeigen von Geschädigten aus ganz Deutschland und Österreich vor. „Täglich kommen neue hinzu“, teilt Gärtner mit.

Quelle & vollständiger Artikel: Ostsee-Zeitung via Abzocknews

Dienstag, 3. April 2012

Interview mit dem Buchautor Andreas Sterntal, Teil III

Es ist mir gelungen, mit dem Buchautor Andreas Sterntal (Brieffreundschaft mit einem Abzocker) ein weiteres Interview zu führen. Mich interessierte einfach seine Einschätzung zu den doch beachtlichen Entwicklungen rund um die Abzockmafia und damit verbunden die konkreten Entwicklungen rund um die Firmengeflechte, deren Geschäftsmodelle ja identisch sind.

Lesen Sie hier die Fortsetzung zum ersten Interview, welches ich erneut im Kaminzimmer geführt habe.

Montag, 2. April 2012

Die Tankstelle ist trockengelegt

4 Js 4156/10
Im Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Landshut, Maximilianstraße 25, 84028 Landshut, Aktenzeichen 4 Js 4156/10, gegen Olaf Tank, wh. Josefaweg 5, 85551 Kirchheim b. München, wegen Betrugs wurden aufgrund des dinglichen Arrestes in Höhe von 4.652.720,12 Euro des Landgerichts Landshut vom 06.02.2012, Az. 6 Qs 209/11 gegen den Olaf Tank die nachfolgend aufgeführten Vermögenswerte gesichert, um Vermögensverschiebungen zu verhindern. Die staatsanwaltschaftlichen Sicherungsmaßnahmen und ihre Bekanntmachung nach § 111e Abs. 4 Strafprozessordnung sollen Tatverletzten die Möglichkeit eröffnen, ihre Ansprüche in das gesicherte Vermögen durch eigene zivilrechtliche Vollstreckungsmaßnahmen zu sichern. Eine bloße Anmeldung der Forderung bei der Staatsanwaltschaft ist nicht ausreichend. Die Aufrechterhaltung dieser vorläufigen Sicherungsmaßnahmen für die Tatverletzten ist zudem zeitlich begrenzt. Da nicht absehbar ist, wie lange das Gericht die Sicherungsmaßnahmen aufrechterhalten wird, wird allen Tatverletzten dringend empfohlen, umgehend selbst tätig zu werden.
Im Übrigen wird auf die §§ 803, 804 Zivilprozessordnung verwiesen.
Aufstellung der gesicherten Vermögenswerte:
Bargeld 520 Euro
Smartphone „mobistel“
Smartphone Blackberry
Herrenuhr Rolex „Collini“
Arresthypothek für das Wohnanwesen über 500.000 Euro
Arresthypothek für zwei Tiefgaragenstellplätze über je 30.000 Euro
Kontoguthaben über insgesamt 75.273,20 Euro.

Selbsternannter "Finanz-Nachrichtendienst" Gomopa (mal wieder) in den Medien (Video)

Der zweifelhafte, selbsternannte "Finanz-Nachrichtendienst" Gomopa ist mal wieder in den Medien. Aktuell in einer Berichterstattung des NDR zum Thema "Verleumdete Journalisten: Von Drohung bis Rufmord".

Mich persönlich wundert ja, dass es Gomopa überhaupt noch gibt. Die aktuelle Bilanz spricht eigentlich eine deutliche Sprache und weist einmal mehr aus, dass es sich bei dem vermeintlichen "Finanznachrichtendienst", der noch vor Kurzem ein eigenes Rating einführen wollte, eine Luftnummer ist.

Die bemerkenswerte Bilanz von Gomopa können Sie übrigens hier einsehen und den Rest können Sie sich denken.

Freitag, 30. März 2012

Valentin Fritzmann erneut schwer belastet - Chefprogrammierer sagt vor Gericht aus, Fritzmann sei "der Finanzier von kino.to"

Wie Golem heute berichtet hat der Chef-Progammierer von kino.to, Bastian P., vor dem Landgericht Leipzig umfassend ausgesagt. Er habe in der Zeit rund eine Million Euro verdient und die schlechte Zahlungsmoral des Chefs der Gruppe beklagte.

"Finanzier von Kino.to sei der Besitzer der Plattform Gulli.com gewesen, sagte P."

Quelle und vollständiger Artikel: Golem

dapd berichtet unter anderem wie folgt:

"Die Werbung auf den Seiten von kino.to sei von einem Wiener Unternehmer organisiert worden. Der Unternehmer habe im Monat Werbeeinnahmen von rund 150.000 Euro an B. überwiesen. Der Angeklagte schilderte, er habe von Mai 2010 an ein Drittel dieser Einnahmen erhalten, nachdem er formell die Führung von kino.to übernommen habe, zu Beginn 50.000 Euro im Monat und später 30.000 Euro."

Quelle und vollständiger Artikel: dapd


Weitere Informationen finden Sie in Kürze im Forum.

Montag, 26. März 2012

Forum zum Blog ab heute online

Liebe Leser,

das angekündigte Diskussionsforum zum Blog ist ab sofort online. Bitte beachten Sie, dass es sich derzeit noch um eine Rohfassung handelt, die in den nächsten Tagen komplettiert wird. Eine Registrierung ist aber bereits jetzt -selbstverständlich kostenlos- möglich.

Zögern Sie also nicht und melden Sie sich an!  Die Frühlingsoffensive ist hiermit gegen die Abzocker eröffnet.

>>> HIER GEHTS ZUM FORUM <<<

Mittwoch, 21. März 2012

Abofallenbetreiber vor Gericht (Video)



...was lange währt, wird endlich gut. Meinen Informationen zufolge wird es in Kürze munter weitergehen mit den Prozessen, auf die Abofallenopfer bereits seit Jahren warten. Schon bald wird der Schreihals aus Rodgau verurteilt und dann kommt ja auch noch der mit Spannung erwartete Prozess gegen das Netzwerk rund um Megadownloads.

Gut Ding will halt Weile haben!

kino.to: Prozess gegen "Chef-Programmierer" hat begonnen - er will aussagen

Vorsicht, kleiner Prinz: der nächste Prozess in Sachen kino.to  findet seit gestern vor dem Landgericht Leipzig statt. Dem 28jährigen Bastian P. wird die gewerbsmäßige und unerlaubte Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 1.​110.​543 Fällen vorgeworfen.

Zum Prozessauftakt führt der Anwalt des Angeklagten wie folgt aus:
"Mein Mandant ist durch die U-Haft mitgenommen. Der 29-jährige ehemalige Philosophie-Student habe sich nur um die technischen Fragen gekümmert. Der war eigentlich nur der Programmierer. Ihm war gar nicht klar, was er da machte. Sein Mandant kooperiere mit den Ermittlern. Er hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Seite abgeschaltet wurde. Ohne ihn wäre die Seite heute noch in Betrieb."
Quelle: Focus

Der kleine Prinz Valentin Fritzmann sowie Papa Dr. Robert Fritzmann dürften erneut unruhige Nächte haben, da bereits andere, mittlerweile zu teils unerwartet hohen Haftstrafen verurteilte Täter Fritzmann vor Gericht belastet hatten. Sollte nun der (vermeintliche) Chef-Programmierer erneut den Namen Fritzmann thematisieren, so dürfte es endlich eng werden für die Wiener Abzocker.